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Tony Curtis - * 03. Juni 1925 - † 29. September 2010

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Leben in Daten

1925: am 03. Juni, geboren als Bernard Schwartz in New York City, USA
1941: Abschluss der Highschool und erste Nebenrolle an einem Theater
1946: Schauspielstudium am City College von New York
1948: mittels Talentsucherin Joyce Selznick Vertrag bei Universal Studios
1949: erste Filmrolle als Nebendarsteller in dem Krimi "Gewagtes Alibi"
1951: erste Hauptrolle in dem Abenteuerfilm "Die Diebe von Marschan"
1951: Heirat mit Schauspielerin Janet Leigh
1959: Durchbruch zum Weltstar durch die Komödie "Manche mögen’s heiß"
1962: Scheidung von Schauspielerin Janet Leigh
1963: Heirat mit deutscher Schauspielerin Christine Kaufmann
1968: Scheidung von Schauspielerin Christine Kaufmann
1968: letzte großer Kinofilm in "Der Frauenmörder von Boston"
1968: am 20. April , Heirat mit Bostoner Fotomodell Leslie Allen
1970: Hauptrolle als Danny Wilde in der britischen Fernsehserie "Die Zwei". Erste Hauptrolle eines Kinostars im Fernsehen.
1982: Scheidung von Bostoner Fotomodell Leslie Allen
1983: Heirat mit B-Movie-Schauspielerin Andria Savio
1986: Malerei als zweites Karrierestandbein
1992: Scheidung von B-Movie-Schauspielerin Andria Savio
1993: Heirat mit Rechtsanwältin Lisa Deutsch
1994: Scheidung von Rechtsanwältin Lisa Deutsch
1998: am 06. November, Heirat mit 45 Jahre jüngere und aus San Diego stammende Reitlehrerin Jill Vandenberg
2008: letzter Kinofilm in "David & Fatima"
2010: am 29. September, Tod durch Herzstillstand, infolge einer chronischen Lungenerkrankung in seinem Haus, in Henderson, Nevada, USA
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Privatleben

Tony Curtis wurde als Bernard Schwartz, am 03. Juni 1925, in New York City, geboren. Sein Vater, Emanuel Schwartz und seine Mutter, Helen Klein, waren jüdische, in Ungarn geborene, Einwanderer. Tony und seine beiden Brüder, Julius und Robert, wuchsen zunächst in Manhattan, dann in der Bronx, in New York City, auf. Seine Eltern betrieben dort eine kleine Schneiderei, in der die gesamte Familie zeitweise auch darin lebte.

Bis zu seinem 6. Lebensjahr wuchs der kleine Curtis nur mit der ungarischen Sprache auf. Zu Highschool Zeiten hielt er sich lieber in den nahe gelegenen Kinos und am Broadway auf, als in die Schule zu gehen. Aus diesem Grund wurde er beinahe von der Schule verwiesen.

Als Tony Curtis acht Jahre alt war, wurden er und sein jüngerer Bruder Julius, für einen Monat, in einem Waisenhaus untergebracht, da ihre Eltern es sich nicht leisten konnten sie zu ernähren. Vier Jahre später, 1929, wurde sein Bruder Julius von einem Lkw angefahren und dabei getötet.

Kurze Zeit später wurde er in einer kleinen Straßengang Mitglied, deren Hauptverbrechen das Schulschwänzen und der gelegentliche Diebstahl, im lokalen Ramschladen, waren. 1936, als Tony 11 Jahre alt war, wurde er von einem freundlichen Nachbarn, in einem ernsten Gespräch dazu bewogen, von seinen kriminellen Machenschaften abzulassen und ein normales Leben zu führen. Er bewegte ihn, in ein Pfadfinderlager zu gehen und seine Energie in eine positive Richtung zu leiten. Es funktionierte.

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1941 schloss er die Seward Park Highschool ab und erhielt seine erste Nebenrolle in einem Theaterstück.

Nachdem in den Morgenstunden des 07. Dezember 1941, der japanische Luftangriff auf Pearl Harbor, 2.403 US-Amerikaner das Leben kostete, entschied sich Tony Curtis dafür Soldat zu werden. Inspiriert von Cary Grants Rolle in "Bestimmung Tokio" (1943) und Tyrone Powers Darstellung in "Crash Dive" (1943), trat er den US-Marines bei und diente auf dem Versorgungsschiff, USS Proteus, eines U-Bootes.

Zum Ende des Krieges erlitt er einen Arbeitsunfall und verletzte sich schwer. 1945, als er wieder genesen und der Krieg beendet war, erhielt er eine Kriegsversehrtenrente und konnte somit erneut eine Highschool, für kurze Zeit, besuchen.

Curtis war sechs Mal verheiratet. Seine erste Frau war die Schauspielerin Janet Leigh, mit der er von 1951 bis 1962 verheiratet war und mit ihr die Töchter Kelly Lee (* 17. Juni 1956) und Jamie Lee Curtis (* 22. November 1958) zeugte. Leigh und Curtis standen beide bei Universal-International unter Vertrag und normalerweise hielt sich das Studio auch völlig aus dem Privatleben seiner Stars heraus. Doch bei den beiden war es anders. Die Studiobosse versuchten ganze drei Tage lang, ihnen die Heirat wieder auszureden. Es wäre schlecht für die Kinokassen und drohten mit der Beendigung ihrer Karrieren und damit verbundene Verbannung zurück in die "Bronx", wenn sie heiraten würden. Doch ließen sie sich nicht beirren und brannten nach Greenwich, Connecticut, durch, um dort von einem lokalen Richter getraut zu werden. Der Komödiant und enger Freund, Jerry Lewis, war ihr Trauzeuge.

Die Ehe mit Janet Leigh wurde 1962 geschieden. Bereits ein Jahr zuvor verkündete Tony Curtis das Ende dieser Ehe.

1962 lernte er bei den Dreharbeiten zu dem amerikanisch-jugoslawischen Abenteuerfilm "Taras Bulba", die 17-jährige deutsche Schauspielerin, Christine Kaufmann, kennen. Beide verliebten sich ineinander und heirateten nur ein Jahr später, im Jahre 1963. Sie bekamen zwei Töchter, Alexandra (* 19. Juli 1964) und Allegra (* 11. Juli 1966). Die Ehe hielt bis 1968. Nach ihrer Scheidung nahm Christine Kaufmann ihre Karriere wieder auf, welche sie anlässlich ihrer Ehe unterbrochen hatte.

Frau Nummer drei wurde am 20. April 1968, das Bostoner Fotomodell Leslie Allen, mit der er zwei Söhne, Nicholas und Benjamin Curtis (* 02. Mai 1973), bekam.

1972 machte Curtis Schlagzeilen, da er seine beiden Töchter aus Christine Kaufmanns Ehe, nach ihrem Besuch in London nicht nach Deutschland zurückkehren ließ, sondern mit zurück in den USA nahm. In Deutschland galt diese Aktion als Entführung. Doch erwirkte Curtis in den USA das alleinige Sorgerecht für seine Töchter.

Um 1976 herum begann er nach eigener Aussage, regelmäßig Kokain zu nehmen. Zu Beginn blieb es aber der Öffentlichkeit verborgen. Doch zum Ende der 1970er Jahre kamen die ersten Gerüchte über seinen Drogen- und Alkoholmissbrauch auf.
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Ende 1981 übernahmen die Drogen und der Alkohol Tony Cutis Handeln. Immer häufiger wurde er in den Gazetten mit jungen Frauen abgelichtet. 1982 trennte sich Leslie Allen von ihm. Auch seine Töchter, aus der Ehe mit Christine Kaufmann, kehrten zu ihrer Mutter nach Deutschland zurück.

1983 heiratete er Andria Savio, eine B-Movie-Schauspielerin.

1984 brach er in seiner Bel Air Villa, infolge seines ausschweifenden Lebens, zusammen und unterzog sich danach erfolgreich einer Entziehungskur im Betty Ford Center, in Rancho Mirage, Kalifornien.

1992 war auch die vierte Ehe zu Ende. Im darauf folgenden Jahr heiratete Curtis, am 28. Februar 1993, seine fünfte Frau, die 32-jährige Rechtsanwältin Lisa Deutsch. Auch kam 1993 seine Autobiografie heraus, die man ab 1995 auch in Deutschland, unter dem Titel "Ich mag’s heiß", kaufen konnte.

Am 02. Juli 1994 starb sein erst 22-jähriger Sohn Nicolas an einer Überdosis Heroin. Nur kurze Zeit später folgte die Scheidung von Lisa Deutsch. Danach wurde Curtis in Begleitung von noch jüngeren Damen gesehen.

Im Zuge dieser Gesellschaften lernte Tony Curtis Jill Vandenberg kennen. Die 45 Jahre jüngere und aus San Diego stammende Reitlehrerin heiratete ihn, am 06. November 1998, in Las Vegas. Die Ehe sollte bis zu Curtis Tod Bestand halten.

Im Oktober 2003 besuchte er Ungarn, das Herkunftsland seiner Eltern. Dort wurde er vom ungarischen Ministerpräsidenten empfangen, sowie wurde ihm die Ehre zu Teil, vor dem ungarischen Parlament sprechen zu dürfen. Er half mit Gagenfreien Werbespots, den Tourismus in Ungarn anzukurbeln. Auch organisierte Curtis beträchtliche Geldsummen, damit jüdische Friedhöfe und Synagogen in Ungarn erhalten werden konnten. Des Weiteren unterstützte er das Pikler-Institut, ein Kinderheim in Budapest.

Zusammen mit seiner Ehefrau betrieb Tony Curtis, während seiner letzten Lebensjahre, das "Shiloh Horse Rescue and Sanctuary", einen Gnadenhof für ausgesetzte und misshandelte Mulis und Pferde.

Karriere

Bereits zu seiner Schulzeit zeichnete sich sein großes Interesse für Kino und Theater ab. Tony Curtis war zu dieser Zeit lieber im Kino und am Broadway, als in der Schule.

Während er die Seward Park Highschool besuchte, erhielt er 1941, im Alter von 16 Jahren, seine erste Nebenrolle in einem Theaterstück.

1946, nach seiner Entlassung vom Militär, besuchte Curtis das City College von New York und studierte dort, mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung eines US-Veteranen-Fonds (G.I. Bill), Schauspiel.

1947 nahm er bei dem damals einflussreichen deutschen Regisseur Erwin Piscator Schauspielunterricht, so wie auch Walter Matthau, Harry Belafonte und Marlon Brando. Abends gab er sein Erlerntes, in Statisten- und Nebenrollen, seinem Publikum in kleinen New Yorker Theatern preis. So war es auch im Frühjahr 1948, als Tony Curtis von der Talentsucherin und Casting-Direktorin Joyce Selznick entdeckt wurde. Mittels Ihrer Hilfe erhielt er einen Vertrag bei den Universal Studios.

Er zog nach Los Angeles und das Studio organisierte für ihn Fecht- und Reitunterricht. Nur zeigte der 23-Jährige hauptsächlich Interesse an Mädchen und Geld. Auch hatte er nicht viel Hoffnung, dass er einmal ein wichtiger Schauspieler werden würde und befürchtete, irgendwann einmal wieder, als Versager zurück in die Bronx gehen zu müssen.

Seine erste Filmrolle als Nebendarsteller erhielt er als Rumba Tänzer in dem Krimi "Gewagtes Alibi" (1949), von Robert Siodmak. Obwohl diese Rolle unbedeutend war, bekam das Studio eine Menge an Fan-Briefe, die sich nach dem schönen Mann erkundigten, der mit der Hauptdarstellerin, Yvonne De Carlo, tanzt. Daraufhin änderte er seinen Namen von Bernard Schwartz in "Anthony Curtis" und kurze Zeit später in "Tony Curtis", da er seinen eigentlichen Namen nicht möchte und der Aussprache wegen.

Von nun an bekam Tony Curtis größer werdende Nebenrollen, z.B. in dem Western "Winchester 73" (1950), an der Seite von James Stewart.

1951 erhielt er seine erste Hauptrolle in dem Abenteuerfilm "Die Diebe von Marschan", von Rudolph Maté. Der Kinofilm wurde zu einem Kassenmagnet.

Weitere Hauptrollen folgten in kurzen Abständen. "Der eiserne Ritter von Falworth" (1954), "Die purpurrote Maske" (1955), "Trapez" (1956) und an der Seite von Burt Lancaster, in "Dein Schicksal in meiner Hand" (1957).

Für seine Darstellung des entflohenen Sträflings John 'Joker' Jackson, in "Flucht in Ketten" (1958), wurde Curtis für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.

Zu Weltruhm kam Tony Curtis durch Billy Wilders Komödie "Manche mögen’s heiß" (1959), in der er gemeinsam mit Marilyn Monroe und Jack Lemmon die Hauptrolle bekleidete. In seiner Rolle als Joe beobachtet er zusammen mit seinem Kumpel Jerry, gespielt von Jack Lemmon, einen Mafiamord und werden dabei aber selber gesehen. Sie fliehen, verkleiden sich als Frauen und heuern als Josephine und Daphne, um ihren Häschern zu entkommen, bei einer Damenkapelle an.

Dieses Bild von Tony Curtis können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Curtis schaffte es in den 1950er Jahren, mithilfe seines Managers Lew Wasserman, dass er nur Rollen für die gut laufenden Filmgenre Komödien, Western und Krimis annehmen konnte. Dabei war er auch einer der ersten Schauspieler, die zusätzlich zu den normalen Gagen, stets prozentuale Beteiligungen an den Einspielergebnissen seiner Filme aushandeln konnte. Auch seine Haarfrisur war Stil gebend. Sein "Curtis Cut", auch liebevoll Schmalztolle genannt, wurde in den 1950er Jahren von einer ganzen Generation, unter anderem auch von Elvis Presley, kopiert.

1965 spielte er zusammen mit Jack Lemmon die Hauptrolle in der amerikanischen Abenteuerkomödie "Das große Rennen rund um die Welt". Der Film wurde aber nur mäßig in den Kinos besucht.

Das renommierte Branchenblatt der Unterhaltungsindustrie, Variety, erklärte Tony Curtis, Ende 1967, zu dem bestbezahlten Schauspieler weltweit, der aber sein Geld aufgrund seiner Filme
nicht Wert sei. Hinzu kam noch, dass das US-amerikanische Kino in einer Krise war und Curtis dabei als Hauptdarsteller "von Gestern" galt, trotz seines jugendlichen Aussehens, im Alter von 43 Jahren.

Zur selben Zeit suchte die 20th Century Fox einen Hauptdarsteller für die Geschichte des schizophrenen Albert Henry DeSalvo, einer wahren, aber noch lebenden Person, die einige Jahre zuvor in Boston dreizehn Frauen ermordet hatte. Curtis hörte von dieser Suche und wollte die Rolle angesichts seiner schwindenden Popularität unbedingt haben. Die Verantwortlichen bei der 20th Century Fox lehnten ihn aber ab, da sie keinen Tony Curtis Film machen wollten. Doch ließ er sich nicht abwimmeln und veränderte sein Äußeres so, wie er sich den "Würger von Boston" vorstellte. Er machte ein Foto von sich und schickte es zum Filmstudio. Die Verantwortlichen waren, ohne dass sie Curtis erkannten, begeistert. Er erhielt die Rolle und lieferte in "Der Frauenmörder von Boston" (1968) eine herausragende schauspielerische Leistung ab. Das Publikum und die Kritiker waren begeistert und Tony Curtis war zurück in der Liga der Topstars.

"Der Frauenmörder von Boston" war der letzte große Kinofilm von Tony Curtis. Danach konnte er an seine ehemaligen Erfolge nicht mehr anknüpfen und spielte mit wenig Resonanz in amerikanischen und europäischen Komödien und Abenteuerfilmen.

Anfang 1970 wurde Curtis von dem damaligen britischen Medienmogul Lord Lew Grade überredet, eine Hauptrolle in der britischen Fernsehserie "Die Zwei" zu übernehmen. Er sollte den amerikanischen Playboy "Danny Wilde" verkörpern, der zusammen mit dem britischen Lord "Brett Sinclair", gespielt von Roger Moore, Kriminalfälle lösen sollte, die spannend aber auch witzig waren.

Zum ersten Mal hatte ein Kinostar eine Hauptrolle in einer TV-Serie übernommen. Curtis erkannte als einer der Ersten, dass das Fernsehen immer mehr an Bedeutung gewann. Er handelte zusätzlich zu seiner Gage eine Gewinnbeteiligung von 25 Prozent aus und wurde somit zum bestbezahlten Fernsehschauspieler weltweit.

Die Dreharbeiten zu "Die Zwei" waren auf 14 Monate angelegt und begannen am 01. Juni 1970. Tony Curtis zog nach London und kaufte sich dort ein Haus. Die Serie wurde zu einem Welthit und wurde in über 80 Länder verkauft. Nur in den USA floppte sie. Da der US-amerikanischen Markt der wichtigste der Welt war, wurde die Serie nach nur 24 Folgen eingestellt.

Tony Curtis gewann aber durch seinen "Danny-Wilde" Modestil sehr viele neue und vor allem junge Fans dazu, denen sein bisheriges Kinodasein kaum bis gar nicht geläufig war. So wurde er auch gleich 1970 zum "Best Dressed Man Of The Year" gekürt.

Seine deutsche Synchronstimme für die Serie war die von Rainer Brandt. Sie sollte auch anschließend seine bisherige deutsche Standardstimme von Herbert Stass ablösen.

Curtis war für eine Kinostargeneration Wegbereiter dafür, dass man auch ohne sein Gesicht zu verlieren, zum Fernsehen gehen konnte. Ihm folgten Leinwandgrößen wie James Stewart, Robert Mitchum und Rock Hudson.

Als "Die Zwei" im Juli 1971 abgedreht war, blieb er zunächst in London wohnen. Für Gastrollen im Fernsehen und in Serien kehrte er ab und zu in die USA zurück.

Nach 25 Jahren Abwesenheit kehrte er 1972 für ein Theaterstück zurück auf die Bühne, welches aber nur mäßigen Erfolg mit sich brachte.

1974 spielte Tony Curtis die Rolle des Fernand Mondego, in der britischen Fernsehverfilmung des Abenteuerromans "Der Graf von Monte Christo".

1975 war er wieder zurück auf der Kinoleinwand. Er spielte die Hauptrolle des Mafiabosses Louis 'Lepke' Buchalter, in dem Mafiafilm "Der Gangsterboss von New York" (1975). Der Film fand allgemein gute Beachtung.

1977 veröffentlichte Curtis, erstmals als Autor, die Novelle "Kid Andrew Cody & Julie Sparrow".

1978 trat er regelmäßig als Gaststar in der erfolgreichen TV-Serie "Vegas" auf. Obwohl er nur in der Pilotfolge auftreten sollte, wollte das Publikum ihn öfters sehen. Daraus wurden 16 Auftritte als Kasino- und Hotelbesitzer Philipp Roth, der seinem Freund und Privatdetektiv Dan Tanna, gespielt von Robert Urich, Rechercheaufträge gab. Seine meist nur kurzen Auftritte sollen Curtis weit mehr Gage eingebracht haben als dem Hauptdarsteller Robert Urich.
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Obwohl Tony Curtis massiv mit seinem anwachsenden Alkohol- und Drogenproblem zu kämpfen hatte, beeinträchtigte dieses nicht seine herausragenden schauspielerischen Leistungen. Somit war es auch nicht weiter verwunderlich, dass er 1980 für seine Darstellung des Produzenten David O. Selznick, in dem Fernsehfilm "Der Scarlett O’Hara-Krieg", eine Emmy-Nominierung als bester männlicher Hauptdarsteller erhielt.

Zu dieser Zeit war er bereits finanziell so abgesichert, dass er sich überhaupt keine Sorgen machen musste. Da er Filmverträge mit Gewinnbeteilung abgeschlossen hatte, flossen auch die Tantiemen regelmäßig in seine Taschen. Aus diesem Grund konnte er privat auch ein Luxusleben führen. Um nicht der Langeweile zu verfallen, nahm er nun auch Rollen in drittklassigen Produktionen an.

1985 erhielt er die Rolle eines Senators in dem Drama "Insignificance - Die verflixte Nacht", von Nicolas Roegs und wurde dafür mit guten Kritiken bedacht. Daraufhin erhielt er neue Rollenangebote, aus denen er sich unter anderem, 1987, die des Hollywood-Filmregisseurs Mr. Cornfield aussuchte und in dem Drama "Der Passagier - Welcome to Germany" (1988) mitwirkte.

Seit 1986 begann Curtis sich wieder verstärkt der Malerei zu widmen, die er seit seiner Jugendzeit ausübte. In diesem Jahr hatte er sich nach Hawaii zurückgezogen und stellte dort zum ersten Mal seine Bilder öffentlich aus. Die Ausstellung war ein Erfolg und fand große Beachtung. In den folgenden Jahren stellte er seine Bilder in Europa, Asien und den USA aus.

Parallel setzte er seine Filmkarriere fort und spielte beispielsweise in der Fernsehkomödie "Je reicher desto ärmer" (1990), in "Christmas in Connecticut" (1992), ein Fernsehfilm von Arnold Schwarzenegger, in David Algrants Romanze "Nackt in New York" (1993) und die Hauptrolle in dem Kinofilm "Reptile Man" (1996).

Zu dieser Zeit wechselte Tony Curtis seine Aktivitäten mehr und mehr zur Malerei.

Aufgrund seiner noch anhaltenden Popularität war er nicht aus der Öffentlichkeit zu tilgen. Er besuchte Veranstaltungen und Talkshows rund um den Globus und trat als Gaststar in Film- und Fernsehrollen auf. Darunter befanden sich die Fernsehserie "Susan" (1998) und neben Antonio Banderas, die Filmkomödie "Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft" (1999).

Von Juni 2002 bis Mai 2003 tourte der damals 77-jährige Curtis durch die USA und spielte die Rolle des Osgood Fielding III., in dem Bühnen-Musical "Manche mögen’s heiß", basierend auf der gleichnamigen Filmkomödie. Bei dem fast täglich aufgeführten Stück, tanzte, steppte und sang er und seine Wochengage soll angeblich 100.000 $ betragen haben.

Kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu dem 12 minütigen Kurzfilm "The Blacksmith and The Carpenter", im Dezember 2006, wurde er in ein Krankenhaus in Las Vegas eingeliefert. Nach seiner Erholung konnte er im Mai 2007 die Dreharbeiten zu seinem letzten Kinofilm, "David & Fatima" (2008), absolvieren.

Am 29. September 2007 erhielt er den "Lifetime Achievement Award" der ersten Artexpo Las Vegas und am 06. Dezember 2007 den "Lifetime Achievement Award" des Jules Verne Adventure Film Festivals in Los Angeles.

Im April 2008 folgte eine zweiwöchige Reise nach Frankreich und England. Tony Curtis nahm an vielen Interviews teil und war in mehreren TV-Sendungen zu Gast. Auch war er Ehrengast des Pariser Jules Verne Film Festival 2008. In England, London, eröffnete Curtis im Kaufhaus Harrods, zusammen mit dem Inhaber Mohamed Al-Fayed, eine Ausstellung seiner Bilder. Gleiches tat er auch in einer Pariser Galerie. Noch bevor er in die USA zurückkehrte, waren seine Exponate komplett verkauft.

Seit Anfang 2008 schrieb Curtis an seiner zweiten Autobiografie, die im Oktober desselben Jahres fertig wurde. Sie wurde unter dem Titel "American Prince: A Memoir" in den USA, Kanada und Großbritannien veröffentlicht. Auf seinen anschließenden Lese- und Signierreisen war er auch wieder zu Gast in zahlreichen Fernsehtalkshows.

Tod

Bereits 1984 wurde Tony Curtis wegen einer fortgeschrittenen Zirrhose, infolge seines Alkoholismus und Kokainsucht, in ein Krankenhaus eingewiesen. Daraufhin ließ er sich in die Betty Ford Klinik (Drogen- und Alkohol-Behandlungszentrum in Rancho Mirage, Kalifornien, USA) einweisen und gelobte, sich von seinen "verschiedenen Krankheiten" heilen zu lassen.

Tony Curtis - Stern auf dem Walk of Fame 1994 unterzog er sich einer erfolgreichen Herz-Bypass-Operation.

Im Dezember 2006 wäre Curtis fast an einer Lungenentzündung gestorben. Er lag für mehrere Tage im Koma. Als Folge davon musste er einen Rollstuhl benutzen und konnte nur kurze Strecken zu Fuß gehen.

Am 08. Juli 2010 wurde er infolge eines Asthmaanfalls, während einer Signierstunde in Henderson, Nevada, in ein Krankenhaus in Las Vegas eingewiesen. Dort stellte man eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) fest, die durch Husten und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet ist.

Tony Curtis starb am 29. September 2010, in seinem Haus, in Henderson, Nevada, USA, an einem Herzstillstand.

Er wurde auf dem Palm Memorial Park Friedhof, in Green Valley, Nevada, USA, am 04. Oktober 2010, beigesetzt. Bei seiner Trauerfeier waren unter anderem Jamie Lee Curtis, Arnold Schwarzenegger, Ron Jeremy und Vera Goulet anwesend. Investor Kirk Kerkorian, Schauspieler Kirk Douglas und Sängerin Phyllis McGuire waren unter den ehrenamtlichen Sargträgern.

Filmpreise und Auszeichnungen

1952: Golden Apple Award in der Kategorie "Besonders kooperativer Darsteller"
1958: Bambi
1958: Golden Apple Award in der Kategorie "Besonders kooperativer Darsteller"
1958: Henrietta Award in der Kategorie "Weltweit beliebtester männlicher Darsteller"
1958: Photoplay Award in der Kategorie "Populärster männlicher Star"
1961: Henrietta Award in der Kategorie "Weltweit beliebtester männlicher Darsteller", gemeinsam mit Rock Hudson erhalten
1963: Golden Laurel (2. Platz) in der Kategorie "Beste männliche Comedy Darstellung" in "40 Pounds of Trouble" (1962)
1964: Golden Apple Award in der Kategorie "Besonders unkooperativ Darsteller"
1973: Bambi
1995: Desert Palm Achievement Award (Palm Springs International Film Festival)
1997: Distinguished Hollywood Film Artist Award (St. Louis International Film Festival)
2000: "The General" Honorary Award (Sitges - Catalonian International Film Festival)
2001: Special David (David di Donatello Awards)
2004: Goldene Kamera für sein Lebenswerk
2006: Empire Awards, UK Auszeichnung für sein Lebenswerk
2008: Grand Prix Special des Amériques (Montréal World Film Festival) für besondere Verdienste um die Filmkunst
unbk.: Stern auf dem Walk of Fame (Film) in Höhe Hollywood Blvd. 6801

Filmografie

1949: Gewagtes Alibi (Criss Cross)
1949: How to Smuggle a Hernia Across the Border
1949: Die Brut des Satans (City Across the River)
1949: Spielfieber (The Lady Gambles)
1949: Kokain (Johnny Stool Pigeon)
1950: Dein Leben in meiner Hand (Woman in Hiding)
1950: Fancis
1950: I Was a Shoplifter
1950: Sierra
1950: Winchester 73
1950: Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders)
1951: Die Diebe von Marschan (The Prince Who Was a Thief)
1952: Sein großer Kampf (Flesh and Fury)
1952: No Room for the Groom
1952: Der Sohn von Ali Baba (Son of Ali Baba)
1953: Houdini, der König des Variete (Houdini)
1953: The All American
1953: Strandgut (Forbidden)
1954: Brückenkopf X (Beachhead)
1954: Männer, Mädchen und Motoren (Johnny Dark)
1954: Der eiserne Ritter von Falworth (The Black Shield of Falworth)
1955: Seine letzte Chance (Six Bridges to Cross)
1955: Drei Matrosen in Paris (So This Is Paris)
1955: Die purpurrote Maske (The Purple Mask)
1955: Vom Teufel verführt (The Rawhide Years)
1955: Der Schläger von Chicago (The Square Jungle)
1956: Trapez (Trapeze)
1957: Mister Cory
1957: Dein Schicksal in meiner Hand (Sweet Smell of Success)
1957: Der Tod war schneller (The Midnight Story)
1958: Die Wikinger (The Vikings)
1958: Rivalen (Kings Go Forth)
1958: Flucht in Ketten (The Defiant Ones)
1958: Urlaubsschein nach Paris (The Perfect Furlough)
1959: Manche mögen’s heiß (Some Like It Hot)
1959: Unternehmen Petticoat (Operation Petticoat)
1960: Wer war die Dame? (Who Was That Lady?)
1960: The Rat Race
1960: Spartacus
1961: Ein charmanter Hochstapler (The Great Impostor)
1961: Der Außenseiter (The Outsider)
1962: Taras Bulba
1962: 40 Pounds of Trouble
1963: Die Totenliste (The List of Adrian Messenger)
1963: Captain Newman (Captain Newman, M.D.)
1964: Zusammen in Paris (Paris - When It Sizzles)
1964: Monsieur Cognac (Wild and Wonderful)
1964: Goodbye Charlie
1964: ...und ledige Mädchen (Sex and the Single Girl)
1965: Das große Rennen um die Welt (The Great Race)
1965: Boeing-Boeing (Boeing (707) Boeing (707))
1966: Die Schreckenskammer (Chamber of Horrors)
1966: Finger weg von meiner Frau (Not with My Wife, You Don´t!)
1966: Arrivederci, Baby! (Drop Dead Darling)
1967: Die nackten Tatsachen (Don´t Make Waves)
1900: Der Keuschheitsgürtel (La cintura di castità)
1968: Rosemaries Baby (Rosemary´s Baby)
1968: Der Frauenmörder von Boston (The Boston Strangler)
1969: Montecarlo Rally (Monte Carlo or Bust!)
1970: Zwei Kerle aus Granit (You Can't Win 'Em All)
1970: Stellt euch vor, es gibt Krieg und keiner geht hin (Suppose They Gave a War and Nobody Came?)
1975: Der Gangsterboß von New York (Lepke)
1976: Der letzte Tycoon (The Last Tycoon)
1977: Hilfe, ich bin eine männliche Jungfrau (Casanova & Co.)
1978: Sextette
1978: Der Manitou (The Manitou)
1978: Die Bären sind nicht mehr zu bremsen (The Bad News Bears Go to Japan)
1979: Title Shot - Der Killer lauert am Ring (Title Shot)
1980: Ein reizender Fratz (Little Miss Marker)
1980: It Rained All Night the Day I Left
1980: Mord im Spiegel (The Mirror Crack´d)
1982: Black Platoon - Das schwarze Kommando (Othello, el comando negro)
1983: Die Himmelsmaschine (Where Is Parsifal?)
1983: Brain Check - Das andere Ich (BrainWaves)
1985: Insignificance - Die verflixte Nacht (Insignificance)
1986: Balboa
1986: Club Life
1986: Banter - Eine geheimnisvolle Affäre (Banter)
1987: Sparky´s Magic Piano
1988: Der Passagier - Welcome to Germany
1989: Lobster Man from Mars
1989: Midnight
1989: Walter & Carlo i Amerika
1991: Prime Target
1992: Center of the Web
1993: Mumie - Tal des Todes (The Mummy Lives)
1993: Naked in New York
1995: Gun Power (The Immortals)
1997: Brittle Glory
1997: Hardball
1998: Stargames
1998: Louis & Frank
1999: Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft (Play It to the Bone)
2002: Reflections of Evil
2007: The Blacksmith and the Carpenter
2008: David & Fatima
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