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Richard Widmark - * 26. Dezember 1914 - † 24. März 2008

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Leben in Daten

1914: am 26. Dezember geboren als Richard Widmark in Sunrise (Minnesota), USA
1933: Universitätsabschluss mit Diplomen in Politik und Rhetorik
1938: Umzug nach New York und erste Erfolge als Radiosprecher
1942: am 5. April Heirat mit Drehbuchautorin Jean Hazlewood
1943: Debüt am Broadway mit "Kiss and Tell"
1945: Einziges Kind, Tochter Anne Heath Widmark, kommt zur Welt
1947: Leinwanddebüt mit "Der Todeskuß" und Erhalt des Golden Globe als bester männlicher Newcomer
1956: ziert zusammen mit Marilyn Monroe den Titel der deutschen Erstausgabe der Bravo
1957: Entdeckung als Charakterdarsteller durch Filmregisseur Otto Preminger in der Kinoadaptation "Die heilige Johanna"
1957: Gründung der eigenen Filmproduktionsfirma, Heath Productions
1991: letzter Kinofilm mit "Der Preis der Macht"
1999: Heirat mit Schauspielerin Susan Blanchard
2008: am 24. März, verstorben nach langer Krankheit, auf seinem Landsitz in Roxbury (Connecticut), USA
Dieses Bild von Richard Widmark können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Privatleben

Richard Wismark wurde am 26. Dezember 1914, als Sohn des schwedischen Einwanderers und Handelsvertreters Carl H. Widmark und dessen Frau Ethel Mae Barr in Sunrise (Minnesota), USA geboren. Die Familie zog bald nach Sioux Falls, Süd Dakota und später in andere Kleinstädte von Illinois und Missouri.

Schon bevor Richard zur Schule ging, konnte er lesen. Nach dem Schulabschluss studierte Richard Widmark zunächst Jura und jobbte im Kaufhaus. Eigentlich wollte er Rechtsanwalt werden, doch dann begeisterte ihn der Leiter seiner Theatergruppe für die Schauspielerei. Er schrieb sich für Sprachen, Philosophie und dramatische Kunst ein.

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Bereits mit neunzehn Jahren machte Widmark 1933 seinen Universitätsabschluss mit Diplomen in Politik und Rhetorik. Er wurde gleich daraufhin als Dozent für Sprachen und Dramaturgie an die Universität Lake Forrest, Illinois, berufen und verlies diese zwei Jahre später als außerordentlicher Professor. Widmark promovierte daraufhin in politischen Wissenschaften.

1938 zog er mit seiner zukünftigen Frau Jean Hazlewood, die er als Kollegin in Lake Forrest kennengelernt hatte, nach New York. Am 5. April 1942 heiratete er die Drehbuchautorin Jean Hazlewood. Sie bekamen 1945 ihr einziges Kind und Tochter, Anne Heath Widmark.

Widmark war nie nur Schauspieler und Produzent. Er engagierte sich vor allem auch politisch und sprach sich gegen ein liberales Waffenrecht in den USA aus. Er erklärte, dass für ihn die Kunst unpolitisch sei, er sich aber als Mensch und Bürger nicht von seiner Verantwortung frei machen könne. In den Endsechzigern ritt er harte Attacken gegen die amerikanische Vietnam-Politik.
Privat war der Schauspieler Widmark ein Pferdenarr.

1997 starb seine Frau Jean an den Folgen einer Alzheimererkrankung. Im September 1999 ehelichte er Susan Blanchard, die zuvor mit Henry Fonda verheiratet gewesen war. Zusammen mit seiner Frau verbrachte er seine letzten Lebensjahre im Ruhestand und zurückgezogen auf seiner Farm in Connecticut, bis er nach langer schwerer Krankheit im März 2008 verstarb.

Karriere

Richard Widmark wollte nach der Schule eigentlich Rechtsanwalt werden, doch begeisterte ihn der Leiter der Theatergruppe schon früh für die Schauspielerei.

Nachdem er mit seiner zukünftigen Frau, Jean Hazlewood, 1938 nach New York zog, hatte er bald Erfolge als Radiosprecher. 1943 debütierte er am Broadway in George Abbotts "Kiss and Tell". Schon bald danach spielte Widmark in mehreren Stücken den jugendlichen Helden.

1946 machte Richard Widmark einige Probeaufnahmen für den Thriller "Der Todeskuß" (1947). Der Produzent Darryl F. Zanuck war sofort von Widmark überzeugt, wodurch er die Rolle des krankhaften Verbrechers Tommy Udo bekam, der sich nicht davor scheut, eine Querschnittsgelähmte samt Rollstuhl die Treppe herunterzustoßen. Unter dem Regisseur Henry Hathaways war dieser Film sein Leinwanddebüt, welches ihm sofort einen Golden Globe für den besten männlichen Newcomer einbrachte. Der Film war an den Kinokassen und bei den Kritikern ein voller Erfolg, der sich für ihn in einen Siebenjahresvertrag der 20th Century Fox auswirkte.

Schon nach dem ersten Film, war die Rolle des Bösewichtes auf Widmark festgelegt. Nur langsam konnte er sich davon wieder trennen.

1950 erhielt seine Karriere als Schurke vom Dienst einen Knick, als er in "Unter Geheimbefehl" (1950), von Elia Kazan einen besonnenen und pflichtbewussten Polizeiarzt spielte.

In den 50er Jahren avancierte er immer mehr zum Westernhelden. Auch im Genre der Kriegsfilme betätigte er sich. Er wurde immer mehr zum gefragten Charakterdarsteller für gute und böse Rollen.

1956 zierte Widmark zusammen mit Marilyn Monroe den Titel der deutschen Erstausgabe der Bravo.

1957 entdeckte der Filmregisseur Otto Preminger Widmark als Charakterdarsteller und gab ihm die Rolle des Dauphin in seiner Kinoadaptation von G. B. Shaws "Die heilige Johanna" (1957).
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In diesem Jahr gründete Richard Widmark seine eigene Filmproduktionsfirma, Heath Productions. Er gab seinem Schauspielerkollegen Karl Malden die Chance, den Film "Wenn Männer zerbrechen" zu inszenieren.

1968 kam der Film "Nur noch 72 Stunden" in die Kinos und handelt von dem Polizeidetektiv Madigan, der einsam gegen ein Netz aus Korruption und Bestechung im Polizeiapparat von New York kämpft. Der Erfolg dieses Films führte zu der Fernsehserie, von der 1972 und 1973 sechs Folgen ausgestrahlt wurden. Madigan war einer von Widmarks stärksten Kinofiguren.

In den 70er Jahren drehte Widmark unter anderem den Film "Achterbahn" (1977), in dem er im Zuge der Katastrophenfilm-Welle der 70er Jahre einen FBI Agenten spielt, der einen Erpresser eines Vergnügungsparks überführen will.

In den 80er Jahren drehte Richard Widmark nur noch 4 Filme. Darunter den Streifen "Das Kommando" (1982). Die Rollen hatten nicht mehr so den Umfang früherer.

1991 drehte Widmark seinen letzten Kinofilm mit "Der Preis der Macht" von Herbert Ross. In diesem Politthriller spielt er einen US-Senator, dem ein skrupelloser Assistent zur Seite gestellt wird.

Tod

Richard Widmark - Hand und Fußabdrücke Richard Widmark starb am 24. März 2008, im Alter von 93 Jahren, nach langer Krankheit, auf seinem Landsitz in Roxbury (Connecticut), USA.

Filmpreise und Auszeichnungen

1948: Golden Globe für den vielversprechendsten Newcomer - männlich in Der Todeskuß (1947).
1960: Golden Laurel (3. Platz) für "Top Action Performance" in Der Mann mit den goldenen Colts (1959).
1961: Bronze Wrangler für "Theater-Motion Picture" in Alamo (1960). Geteilt mit James Edward Grant (Schriftsteller), Laurence Harvey (Schauspieler) und John Wayne (Schauspieler).
1989: Career Achievement Award (National Board of Review, USA)
2005: Career Achievement Award (Los Angeles Film Critics Association Awards)

Filmografie

1947: Der Todeskuß (Kiss of Death)
1948: Straße ohne Namen (The Street with No Name)
1948: Nachtclub-Lilly (Road House)
1948: Herrin der toten Stadt (Yellow Sky)
1949: Seemannslos (Down to the Sea in Ships)
1949: Sturmflug (Slattery´s Hurricane)
1950: Die Ratte von Soho (Night and the City)
1950: Unter Geheimbefehl (Panic in the Streets)
1950: Der Haß ist blind (No Way Out)
1950: Die Hölle von Okinawa (Halls of Montezuma)
1951: Froschmänner (The Frogmen)
1952: Die Feuerspringer von Montana (Red Skies of Montana)
1952: Versuchung auf 809 (Don´t Bother to Knock)
1952: Fünf Perlen (O. Henry´s Full House)
1952: My Pal Gus
1953: Durch die gelbe Hölle (Destination Gobi)
1953: Lange Finger - Harte Fäuste (Pickup on South Street)
1953: Sprung auf, marsch, marsch! (Take the High Ground!)
1954: Inferno (Hell and High Water)
1954: Der Garten des Bösen (Garden of Evil)
1954: Arizona (Broken Lance)
1955: Kennwort: Berlin-Tempelhof (A Prize of Gold)
1955: Die Verlorenen (The Cobweb)
1956: Das Geheimnis der fünf Gräber (Backlash)
1956: Der Sonne entgegen (Run for the Sun)
1956: Der letzte Wagen (The Last Wagon)
1957: Die heilige Johanna (Saint Joan)
1957: Wenn Männer zerbrechen (Time Limit)
1958: Der Schatz des Gehenkten (The Law and Jake Wade)
1958: Babys auf Bestellung (The Tunnel of Love)
1959: Die Falle von Tula (The Trap)
1959: Der Mann mit den goldenen Colts (Warlock)
1960: Alamo (The Alamo)
1961: Geheime Wege (The Secret Ways)
1961: Zwei ritten zusammen (Two Rode Together)
1961: Das Urteil von Nürnberg (Judgment at Nuremberg)
1962: Das war der wilde Westen (How the West Was Won)
1964: Raubzug der Wikinger (The Long Ships)
1964: Wir warten in Ashiya (Flight from Ashiya)
1964: Cheyenne (Cheyenne Autumn)
1965: Zwischenfall im Atlantik (The Bedford Incident)
1966: Alvarez Kelly (Alvarez Kelly)
1967: Der Weg nach Westen (The Way West)
1968: Nur noch 72 Stunden (Madigan)
1969: A Talent for Loving
1969: Frank Patch - Deine Stunden sind gezählt (Death of a Gunfighter)
1970: Whisky brutal (The Moonshine War)
1972: Wenn die Legenden sterben (When the Legends Die)
1974: Mord im Orient Express (Murder on the Orient Express)
1976: Die Braut des Satans (To the Devil a Daughter)
1976: Von allen Hunden gehetzt (The Sell Out)
1977: Todeskommando Feuerblitz Ultimatum (Twilight´s Last Gleaming)
1977: Das Domino Komplott (The Domino Principle)
1977: Achterbahn (Rollercoaster)
1978: Coma (Coma)
1978: Der tödliche Schwarm (The Swarm)
1979: Die Bäreninsel in der Hölle der Arktis (Bear Island)
1982: National Lampoon Goes to the Movies
1982: Der Geisterflieger Hanky Panky (Hanky Panky)
1982: Elite Force (Who Dares Wins)
1984: Gegen jede Chance (Against All Odds)
1991: Der Preis der Macht (True Colors)
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