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Pete Postlethwaite - * 16. Februar 1946 - † 02. Januar 2011

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Leben in Daten

1946: am 16. Februar, geboren als Peter William "Pete" Postlethwaite in Warrington, Cheshire, England
1975: Filmdebüt in dem Kurzfilm "The Racer"
1993: Oscar-Nominierung für die Rolle in dem Kinofilm "Im Namen des Vaters"
2003: Heirat mit langjähriger Freundin Jacqueline Morrish
2011: letzter Auftritt im Kinofilm "Killing Bono"
2011: am 02. Januar, Tod durch Krebs in Shrewsbury, Shrop, England

Privatleben

Pete Postlethwaite wurde am 16. Februar 1946, als Peter William "Pete" Postlethwaite, in Warrington, der englischen Grafschaft Cheshire, geboren.

Er war das vierte und zugleich jüngste Kind von Wilhelm und Maria Postlethwaite (geb. Lawless). Pete hatte zwei Schwestern, Anne und Patricia und einen Bruder, Michael. Die römisch-katholische Familie wohnte in einem Arbeiterviertel in Warrington.

Bereits im Alter von 10 Jahren fing er mit dem Rauchen an.

Postlethwaite war Lehrer am St. Marys College in Strawberry Hill, Süd-West London und unterrichtete Schauspiel am römisch-katholischen Loreto College in Manchester.

Er lebte in West Itchenor, im Süden Englands, bevor er mit seiner Freundin Jacqueline Morrish nach Shropshire, Mittelengland, zog. Dort kamen auch ihre beiden Kinder, Sohn William John (*1989) und Tochter Lily Kathleen (*1992), zur Welt.

2003 heirateten Pete Postlethwaite und Jacqueline Morrish.

Er war Umweltaktivist und setze sich gegen einen Klimawandel ein.

Karriere

Pete Postlethwaite absolvierte an der Bristol Old Vic Theater Schule eine Ausbildung zum Schauspieler.

Er begann zusammen mit Bill Nighy, Jonathan Pryce, Antony Sher und Julie Walters seine Karriere am Liverpool Everyman Theater. Zum Ende der 1970er Jahre hatte er eine Liebesbeziehung mit Julie Walters.

Postlethwaite trat mit den Manchester Royal Exchange Theaterensembles auf und war ein langjähriges Mitglied der Royal Shakespeare Company.

Nach einer jahrzehntelangen Bühnenerfahrung gab er 1975 sein Filmdebüt in dem Kurzfilm "The Racer". Die erste Nebenrolle in einem abendfüllenden Spielfilm bekleidete er 1977, in Ridley Scotts Actionfilm "Die Duellisten".

Nach ersten Auftritten in kleineren Fernsehsendungen und Nebenrollen in Kinofilmen hatte Postlethwaite seinen Ersten größeren Erfolg mit dem Film "Distant Voices, Still Lives" (1988).

1993 erhielt er eine Oscar-Nominierung für seine Rolle in dem Kinofilm "Im Namen des Vaters". Zusätzlich bekleidete er Rollen in erfolgreichen Filmen wie z.B. "Alien 3" (1992), "Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten" (1996), "William Shakespeares Romeo & Julia" (1996) und "Vergessene Welt: Jurassic Park" (1997).

Einer seiner bemerkenswertesten Rollen als Gegenspieler von Sergeant Obadja Hakeswill, gespielt von Sean Bean, war die in den beiden TV-Filmen "Die Scharfschützen - 3. Kommando ohne Wiederkehr" (1994) und "Die Scharfschützen - 4. Armee des Schreckens" (1994). Postlethwaite sagte später selber, dass dies eine seiner liebsten Rollen war und dass er und Sean Bean nur so gut spielten, da sie gegenseitig füreinander viel Zuneigung und Respekt empfanden.

2003 ging Pete Postlethwaite nach Australien und Neuseeland,
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um dort das 90-minütige Ein-Mann-Stück "Scaramouche Jones" aufzuführen. Er spielte darin einen Clown, der versucht herauszufinden, warum er ist, der er ist, bevor er um Mitternacht stirbt. Für seine Darstellung wurde er als bester Schauspieler, für den TMA Award nominiert und erhielt den Theatregoers Choice Award, für die beste Solo Performance.

2008 überzeugte er in der Hauptrolle, der Inszenierung von "König Lear", am Everyman Theater in Liverpool und am Young Vic in London.

Im März 2009 erschien Postlethwaite in der 92-minütigen Dokumentation "The Age of Stupid", einem Film über den Klimawandel. Die Dokumentation erschien kurz nachdem er sich selber eine eigene Windkraftanlage in seinen Garten installiert hatte. Zu dem Film sagte er, dass er von diesem ziemlich beeindruckt sei, und rief dazu auf, sich gegen den Klimawandel zu stellen und dementsprechend zu handeln.

2010 übernahm er die Rolle von Maurice Fischer in dem Science-Fiction-Heist-Film "Inception", von Christopher Nolan, an der Seite von Leonardo DiCaprio. Seine Darstellung in der Komödie "Killing Bono" (2011), war Pete Postlethwaites letzter Auftritt vor einer Filmkamera.

Tod

1990 wurde bei Pete Postlethwaite Hodenkrebs diagnostiziert. Ihm wurde daraufhin ein Hoden entfernt.

Er starb am 02. Januar 2011 in Shrewsbury, der englischen Grafschaft Shropshire, im Alter von 64 Jahren, an den Folgen eines Krebsleidens. Postlethwaite ist dort in einem Krankenhaus friedlich eingeschlafen.

Filmpreise und Auszeichnungen

1995: NBR Award in der Kategorie "Beste Schauspielkunst eines Ensemble" in "Die üblichen Verdächtigen" (1995), geteilt mit
Stephen Baldwin, Gabriel Byrne, Benicio Del Toro, Kevin Pollak, Kevin Spacey, Chazz Palminteri, Suzy Amis und Giancarlo Esposito
2004: Ernennung zum Officer of the British Empire (britischer Verdienstorden) durch Königin Elisabeth II.
2006: Ehrendoktorwürde von der Universität Liverpool
2010: WAFCA Award in der Kategorie "Beste Schauspielkunst eines Ensemble" in "The Town - Stadt ohne Gnade" (2010), geteilt mit
Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Owen Burke, Slaine, Ben Affleck, Titus Welliver, Chris Cooper und Jon Hamm

Filmografie

1975: The Racer
1977: Die Duellisten (The Duellists)
1983: Fords on Water
1984: Magere Zeiten (A Private Function)
1988: Number 27
1988: Der Priestermord (To Kill a Priest)
1988: Distant Voices, Still Lives
1988: The Dressmaker
1990: Hamlet
1992: Split Second
1992: Alien 3 (Alien³)
1992: Das Geheimnis seiner Liebe (Waterland)
1992: Der letzte Mohikaner (The Last of the Mohicans)
1993: Anchoress
1993: Im Namen des Vaters (In the Name of the Father)
1994: Suite 16
1995: Die üblichen Verdächtigen (The Usual Suspects)
1996: Immer wieder samstags (When Saturday Comes)
1996: James und der Riesenpfirsich (James and the Giant Peach)
1996: Dragonheart (DragonHeart)
1996: Crimetime - Das Auge des Verbrechens (Crimetime)
1996: William Shakespeares Romeo & Julia (Romeo + Juliet)
1996: Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten (Brassed Off)
1997: Der Schlangenkuss (The Serpent´s Kiss)
1997: Vergessene Welt: Jurassic Park (The Lost World: Jurassic Park)
1997: Bastard (Bandyta)
1997: Amistad - Das Sklavenschiff (Amistad)
1998: Among Giants - Zwischen Himmel und Erde (Among Giants)
1999: The Divine Ryans
1999: Wayward Son
2000: Allein gegen das Verbrechen (When the Sky Falls)
2000: Rat
2001: Ring of Fire - Raging Bull (Cowboy Up)
2001: Schiffsmeldungen (The Shipping News)
2002: Triggermen
2002: Zwischen Fremden (Between Strangers)
2003: The Selfish Giant
2004: The Limit
2004: Schräge Bettgesellen (Strange Bedfellows)
2005: Red Mercury
2005: Dark Water - Dunkle Wasser (Dark Water)
2005: Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)
2005: Aeon Flux
2006: Valley of the Heart´s Delight
2006: Das Omen (The Omen)
2007: Ghost Son
2007: Closing the Ring - Geheimnis der Vergangenheit
2008: Player
2009: Solomon Kane
2009: Waving at Trains
2010: Kampf der Titanen (Clash of the Titans)
2010: Inception
2010: The Town - Stadt ohne Gnade (The Town)
2011: Killing Bono
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