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Pat O’Brien - * 11. November 1899 - † 15. Oktober 1983

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Leben in Daten

1899: am 11. November, geboren in Milwaukee, Wisconsin, USA, als William Joseph Patrick O’Brien
1926: Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit dem Filmschauspieler James Cagney
1930: Filmdebüt in dem Kurzfilm "Compliments of the Season"
1931: erste Hauptrolle in der Filmkomödie "The Front Page"
1940: erinnerungswürdigste Hauptrolle als Notre Dame Football Coach, Knute Rockne, in der Biografie "Knute Rockne All American"
1983: letzter Kinofilm in dem Drama "Ragtime"
1983: am 15. Oktober, Tod durch Herzinfarkt in Santa Monica, Kalifornien, USA
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Privatleben

Pat O’Brien wurde als William Joseph Patrick O’Brien, am 11. November 1899 in Milwaukee, Wisconsin, USA, geboren. Er war ein Kind einer irisch-amerikanischen katholischen Familie.

In seiner Kindheit diente er als Messdiener in der bekannten Gesu Church in Milwaukee.

Seit seiner Jugend war O’Brien mit dem späteren Schauspieler Spencer Tracy eng befreundet. Beide wollten ursprünglich Priester werden und besuchten zusammen die Marquette Universität Highschool und später die private Jesuiten-Universität, Marquette Universität. Getrieben von der Schauspielerei entschieden sie sich dann doch gegen den Beruf eines katholischen Priesters und traten der Marquette-Militärakademie bei.

Unbestätigten Aussagen zur Folge, soll er während des Ersten Weltkriegs, zusammen mit dem amerikanischen Entertainer und Schauspieler Jack Benny, in dem United States Navy Ausbildungslager Naval Station Great Lakes, eine Ausbildung zum Marinesoldaten absolviert haben.

Politisch war Pat O’Brien extrem rechts-konservativ, sodass viele seiner Schauspielerkollegen dachten, er sei beinahe faschistisch.

Er und seine Frau Eloise Taylor hatten gemeinsam vier Kinder, Sean, Terry, Brigid, und Mavourneen. Drei seiner vier Kinder wurden adoptiert.

Karriere

Obwohl Pat O’Brien eigentlich katholischer Priester werden wollte, war er von der Schauspielerei so fasziniert, dass er von seinem Vorhaben absah, und begann an Theatern zu spielen.

In den frühen 20er Jahren des 20. Jahrhunderts spielte er verschiedene Rollen am Broadway.

1926 traf O’Brien den amerikanischen Filmschauspieler James Cagney, mit dem er später in insgesamt neun Kinofilmen vor der Kamera stehen sollte. Beide wurden lebenslange Freunde.

Sein Filmdebüt hatte er 1930 in dem Kurzfilm "Compliments of the Season". Ein Jahr später stand er in dem abendfüllenden Drama "Honor Among Lovers" (1931) vor der Kamera.

Pat O’Briens erste große Rolle war die des Reporters Hildy Johnson in "The Front Page" (1931).

Zu Beginn seiner Filmkarriere war er ein freiberuflicher Schauspieler und bekam deshalb nur wenige Rollen angeboten. Das änderte sich aber 1932. O’Brien erhielt bei den Warner Brothers Studios einen Sieben-Jahres-Vertrag.

Während dieser Zeit drehte Pat O’Brien, zusammen mit seinem Freund James Cagney, seine besten Filme, in der er häufig die Rolle eines verantwortlichen reifen Freundes übernahm. Ihre besten gemeinsamen Filme waren der Gangsterfilm-Klassiker "Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern" (1938) und der Abenteuerfilm "The Fighting 69th" (1939).

In den 1930er Jahren spielte er oftmals harte irische Charakterrollen in Form von Polizisten, Priestern oder Soldaten. Sein irischer Akzent war zwar nicht natürlich, aber es schien seinem Publikum trotzdem zu gefallen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern, die mit den Studios über ihre Gehälter und Rollen kämpften, war O’Brien ein Teamplayer, der stets seine Aufgaben ohne Protest akzeptierte.

Er ist vielleicht am meisten durch seine Hauptrolle in der Biografie "Knute Rockne All American" (1940) in Erinnerung geblieben, in der er den berühmten Notre Dame Football Coach, Knute Rockne, spielte, der seine Spieler auffordert, das Spiel für ihren kurz zuvor gestorbenen Mitspieler George Gipp "Gipper", gespielt von dem jungen Ronald Reagan, zu gewinnen. Zeit seines Lebens wurde O’Brien bei öffentlichen Auftritten oft gebeten, die berühmte Umkleiderede zu wiederholen.

Im Jahr 1940 verließ Pat O’Brien Warner Brothers und wurde wieder zu einem freiberuflichen Schauspieler. Er übernahm weiterhin Haupt- und gelegentlich Nebenrollen. Seine besten Rollen waren danach unter der Führung des Filmstudios RKO
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Pictures, in der Komödie "Having Wonderful Crime" (1945) und als irischer Priester in "Fighting Father Dunne" (1948).

Auch trat er zusammen mit seinem Jugendfreund, Spencer Tracey, in dem Krimi "Der Mordprozeß O’Hara" (1951), vor die Kamera.

O’Briens Filmkarriere endete mehr oder weniger in den frühen 1950er Jahren. Danach erhielt er nur noch gelegentlich Filmrollen angeboten. Er schaffte es hauptsächlich Arbeit für das Fernsehen, meist als Gastdarsteller in Serien, zu bekommen.

Sein alter Freund Spencer Tracey musste bei seinem Studio für ihn kämpfen, damit er eine kleine Rolle, in dem Drama "Das letzte Hurra" (1958), erhielt.

Als Polizist trat Pat O’Brien oft auf, so auch in Billy Wilders Komödie "Manche mögen’s heiß" (1959), in dem er als Detective Mulligan einem etwas persiflierten Al Capone, dargestellt von George Raft, nachjagt.

In der TV-Saison 1960-1961 spielte er zusammen mit Roger Perry, in der ABC-Sitcom "Harrigan and Son", in 34 Folgen, ein Vater-Sohn-Team von Anwälten.

O’Brien hatte eine kleine Rolle als Burt Reynolds Vater, in der Filmkomödie "Nobody Is Perfect" (1978), inne. An seiner Seite spielte Myrna Loy die Mutter von Reynold.

In seinem letzten Kinofilm, dem amerikanischen Drama "Ragtime" (1981), stand er abermals zusammen mit seinem engen Freund Cagney vor der Kamera.

Pat O’Brien wurde für sein Lebenswerk mit zwei Sternen auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt und damit verewigt.

Tod

Pat O’Brien starb am 15. Oktober 1983, an einem Herzinfarkt, in Santa Monica, Kalifornien, USA. Er wurde 83 Jahre alt. Seine Beisetzung erfolgte auf dem Holy Cross Cemetery Friedhof in Culver City, Kalifornien.

Filmpreise und Auszeichnungen

1974: Daytime Emmy in der Kategorie "Bester Schauspieler in Daytime Drama - Für ein spezielles Programm" für "The ABC Afternoon Playbreak" (1972), in der Folge "The Other Woman"
1974: Daytime Emmy in der Kategorie "Daytime Schauspieler des Jahres" für "The ABC Afternoon Playbreak" (1972), in der Folge "The Other Woman"
unbk.: Stern auf dem Walk of Fame (Film) in Höhe Vine Street 1529
1900: Stern auf dem Walk of Fame (Fernsehen) in Höhe Hollywood Blvd. 6200

Filmografie

1930: Compliments of the Season
1931: Honor Among Lovers
1931: The Front Page
1931: Crimes Square
1931: Personal Maid
1931: Consolation Marriage
1931: Flying High
1932: Hell’s House
1932: The Final Edition
1932: Scandal for Sale
1932: The Strange Case of Clara Deane
1932: Hollywood Speaks
1932: Der Tag an dem die Bank gestürmt wurde (American Madness)
1932: Unbescholten (Virtue)
1932: Air Mail
1933: Laughter in Hell
1933: Destination Unknown
1933: The World Gone Mad
1933: Verschollen in New York (Bureau of Missing Persons)
1933: Flaming Gold
1933: Sexbombe (Bombshell)
1933: College Coach
1934: I’ve Got Your Number
1934: Die Spielerin (Gambling Lady)
1934: Twenty Million Sweethearts
1934: Dickschädel (Here Comes the Navy)
1934: The Personality Kid
1934: I Sell Anything
1934: Liebeskadetten (Flirtation Walk)
1935: Devil Dogs of the Air
1935: Caliente, die Stadt der Freude (In Caliente)
1935: Öl für die Lampen Chinas (Oil for the Lamps of China)
1935: Der Bomber von Kansas-City (The Irish in Us)
1935: 3x läuten... 1x Liebe (Page Miss Glory)
1935: Stars Over Broadway
1936: Flughöhe: Null (Ceiling Zero)
1936: Kleine Stadt mit Tradition (I Married a Doctor)
1936: Die Frau des G-Man (Public Enemy’s Wife)
1936: China Clipper
1937: Ordnung ist das halbe Leben (The Great O’Malley)
1937: Slim - Ein Mann will hoch hinaus (Slim)
1937: Flucht aus San Quentin (San Quentin)
1937: Back in Circulation
1937: Submarine D-1
1938: Women Are Like That
1938: Cowboy from Brooklyn
1938: Der kleine Star (Boy Meets Girl)
1938: Im Garten des Mondes (Garden of the Moon)
1938: Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern (Angels with Dirty Faces)
1939: Off the Record
1939: The Kid from Kokomo
1939: Indianapolis Speedway
1939: The Night of Nights
1939: Slightly Honorable
1940: The Fighting 69th
1940: Castle on the Hudson
1940: ’Til We Meet Again
1940: Tropische Zone (Torrid Zone)
1940: Escape to Glory
1940: Ultimatum für Bohrturm L-9 (Flowing Gold)
1940: Knute Rockne All American
1942: Two Yanks in Trinidad
1942: Broadway
1942: Flight Lieutenant
1942: Die Flotte bricht durch (The Navy Comes Through)
1943: Ohne Rücksicht auf Verluste (Bombardier)
1943: The Iron Major
1943: Die Stubenfee (His Butler’s Sister)
1944: Ledernacken (Marine Raiders)
1944: Secret Command
1945: Having Wonderful Crime
1945: Man Alive
1946: Perilous Holiday
1946: Crack-Up
1947: Riffraff
1948: Fighting Father Dunne
1948: Der Junge mit den grünen Haaren (The Boy with Green Hair)
1949: A Dangerous Profession
1950: Johnny One-Eye
1950: Rollschuhfieber (The Fireball)
1951: Criminal Lawyer
1951: Der Mordprozeß O’Hara (The People Against O’Hara)
1952: Okinawa
1954: Kalifornische Sinfonie (Jubilee Trail)
1954: Gala-Premiere (Ring of Fear)
1956: Inside Detroit
1957: Kill Me Tomorrow
1958: Das letzte Hurra (The Last Hurrah)
1959: Manche mögen’s heiß (Some Like It Hot)
1965: Revolver diskutieren nicht (Town Tamer)
1975: Abenteuer der Lüfte (The Sky’s the Limit)
1977: Billy Jack Goes to Washington
1978: Nobody Is Perfect (The End)
1981: Ragtime
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