|
|
Marlene Dietrich - * 27. Dezember 1901 - † 06. Mai 1992
|
 |
|
| 0 Kommentare | Kommentar zu Marlene Dietrich hinzufügen |
|
Leben in Daten
|
|
| 1901: |
am 27. Dezember, geboren als Marie Magdalene Dietrich in Schöneberg, Berlin |
|
| 1907: |
Abänderung des Namens zu Marlene Dietrich. |
|
| 1918: |
Ausbildung zur Konzertgeigerin an der Musikhochschule in Weimar. |
|
| 1921: |
Schauspielunterricht an der Max Reinhardts Schauspielschule und Abschluss für das Max-Reinhardt-Seminar (1922). |
|
| 1922: |
Kleinere Theaterrollen an Deutschen Theater. |
|
| 1923: |
Heirat mit Regieassistenten Rudolf Sieber. 1924 gemeinsame Tochter Maria. |
|
| 1929: |
Erste Hauptrolle in dem Film
"Die Frau, nach der man sich sehnt".
|
|
| 1939: |
Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft und Bekenntnis gegen den Nationalsozialismus. |
|
| 1953: |
Weltstar durch Karriere als Showstar und Chansonsängerin. |
|
| 1975: |
Durch Oberschenkelhalsbruch, Beendigung der Bühnenkarriere. |
|
| 1979: |
Letzter Spielfilm mit
"Schöner Gigolo, armer Gigolo".
|
|
| 1987: |
Veröffentlichung der Memoiren "Ich bin ,Gott sei Dank, Berlinerin". |
|
| 1992: |
am 06. Mai, Tod durch Herz- und Nierenversagen in Paris. Beigesetzt in Berlin, auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße. |
|
|
 Dieses Bild von Marlene Dietrich können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
 |
|
Privatleben
|
|
Am 27. Dezember 1901 wurde Marlene Dietrich mit bürgerlichem Namen, Marie Magdalene Dietrich, als zweite Tochter des Königlichen Polizeileutnants Louis Erich Otto Dietrich und dessen Ehefrau Wilhelmine Elisabeth Josephine (geb. Felsing) in Schöneberg im heutigen Berlin geboren.
Marie Magdalene hatte eine ein Jahr ältere Schwester namens Elisabeth. Sie und Elisabeth wurden von einer englischen Gouvernante erzogen. In ihrer Kindheit lernte Marlene Französisch, erhielt Klavier- und Violinunterricht und Reitstunden im Tiergarten.
Ihr Vater verstarb im Jahre 1907. Zu dieser Zeit besuchte sie die Auguste-Viktoria-Schule und gab sich den Namen Marlene, unter dem sie weltbekannt wurde.
1914 heiratete ihre Mutter den Leutnant Eduard von Losch. Er verstarb bereits 1916 an einer Kriegsverletzung. Zu einer Adoption von Marlene und Elisabeth ist es nie gekommen.
Von 1917 bis 1918 besuchte sie die Victoria-Luisen-Schule. Zu dieser Zeit bekam sie bereits Musikunterricht und begann 1918 eine Ausbildung zur Konzertgeigerin an der Musikhochschule in Weimar.
|
|
 Dieses Bild von Marlene Dietrich können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
1921 setzte Marlene ihr Studium in Berlin fort und musste es aber vorzeitig wegen einer Sehnenentzündung im linken Ringfinger abbrechen. Während des Studiums verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt als Fotomodell.
Es folgte die Heirat mit Regieassistenten Rudolf Sieber 1923. Bereits ein Jahr später wurde ihre gemeinsame Tochter Maria geboren.
1930 folgte Marlene ihrem Regisseur nach Amerika und erhielt 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Nach ihrer Einbürgerung wandte sie sich gegen den Nationalsozialismus. Zu dieser Zeit gebot sie finanzielle Unterstützung für Fluchthelfer, jüdische Flüchtlinge und emigrierende Künstler.
Während des zweiten Weltkrieges leitete ihre Schwester mit ihrem Mann ein hauptsächlich von SS Mannschaften besuchtes Kino. Aus diesem Grunde verleugnete sie später ihre Schwester.
|
|
Zwischen 1943 und 1944 unterstützte sie die amerikanischen Truppen mit Auftritten an der Front. Bei einem Ihrer Auftritte entging sie nur knapp einer Gefangennahme. Durch diese Auftritte galt sie in Deutschland nun als "Vaterlandsverräterin".
Nach Kriegsende forschte sie nach ihrer älteren Schwester, die im Konzentrationslager Belgen-Belsen die Kantine für die Wachmannschaften führte. Marlene unterstützte ihre Schwester, damit sie das Kino, aus Kriegszeiten, behalten konnte.
Bei einem Auftritt in Sydney 1975 zog sie sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und war gezwungen ihre Bühnenkarriere aufzugeben.
1987 folgte die Veröffentlichung ihrer Memoiren "Ich bin ,Gott sei Dank, Berlinerin".
Die letzten elf Jahre vor Ihrem Tod verließ Marlene nicht ihr Bett und erkrankte an Muskelschwund. Sie verstarb im Alter von 91 Jahren an Herz- und Nierenversagen am 6. Mai 1992.
1997 wurde ein Platz in Berlin nach ihr benannt, der "Marlene-Dietrich-Platz". Dieser liegt zwischen den "Potsdamer-Platz-Arkaden", dem Hotel "Grand Hyatt" und dem "Musicaltheater/Casino".
Zu Ihrem 100. Geburtstag im Jahre 2001 entschuldigte sich das Bundesland Berlin offiziell für die Anfeindungen. Diese Anfeindungen beruhen auf ihre Unterstützung der amerikanischen Truppen an der Front und der finanziellen Unterstützung jüdischer Flüchtlinge, Fluchthelfer und emigrierender Künstler, während des zweiten Weltkrieges.
Am 16. Mai 2002 erhielt sie, unter heftiger Kritik von Teilen der Berliner Bevölkerung, die Ehrenbürgerschaft Berlins. Trotz der offiziellen Entschuldigung des Bundeslandes Berlin galt Marlene für Teile der Berliner Bevölkerung, aufgrund ihrer Tätigkeiten im zweiten Weltkrieg, weiterhin als "Vaterlandsverräterin".
|
|
 |
|
Karriere
|
|
Marlene begann während des Studiums 1921 mit Schauspielunterricht an der Max Reinhardts Schauspielschule und absolvierte das Max-Reinhardt-Seminar 1922.
1922 meldete sie sich unter dem Namen Marlene Dietrich an der deutschen Schauspielschule des Deutschen Theaters an und absolvierte das Vorsprechen mit dem Gretchen-Gebet aus Goethes "Faust". Es folgte ihre erste Theaterrolle in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", inszeniert von Max Reinhardt, ihrem ehemaligem Schauspiellehrer. Sie spielte weitere kleinere Rollen auf Deutschlands wichtigster Bühne.
1923 bekam sie ihre ersten kleineren Filmrollen in
"Der Mensch am Wege"
und
"Tragödie der Liebe".
Sie spielte in den nächsten Jahren in weiteren Filmen.
Erst 1929 spielte Marlene Ihre erste Hauptrolle in dem Film
"Die Frau, nach der man sich sehnt".
Es war ihr bisher aufregendster Film, in dem sie einen jungen Bräutigam dazu bringt, seine Braut noch in der Hochzeitsnacht zu verlassen.
|
|
1930 wurde sie von Josef von Sternberg durch Ihre Darbietung in dem Musiktheaterstück "Zwei Krawatten" entdeckt. Dieser war auf der Suche nach einer Hauptdarstellerin für den Film
"Der blaue Engel"
und hat sie in Marlene Dietrich gefunden.
"Der blaue Engel"
nach der Romanvorlage "Professor Unrat" von Heinrich Mann war der erste Tonfilm und der Durchbruch für Marlene. In diesem Film spielte sie die Rolle der "Lola Lola", die verruchte Nachtclubsängerin. Besonders die Szene, in der sie auf einem Fass sitzend, in Strapsen, mit hochhackigen Schuhen - und einem Zylinder auf dem Kopf das Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt, ebnete ihren Weg nach Hollywood. Am Tag der Premiere reiste sie in die USA, um einen Sieben-Jahres-Vertrag bei Paramaount zu unterzeichnen.
Bis 1935 folgten weitere Filme unter der Regie von Josef von Sternberg. Unter anderem
"Shanghai Express"
(1931), in dem sie wieder die verführerisch-geheimnisvolle Frau mit berüchtigter Vergangenheit und derentwegen Männer ihr Leben riskieren, spielte. Er wurde zum kommerziell erfolgreichsten Sternberg/Dietrich-Film. Der letzte gemeinsame Film
"Der Teufel ist eine Frau"
entstand 1935.
|
|
 Dieses Bild von Marlene Dietrich können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
1936 erhielt sie von Goebbels, dem deutschen Propagandaminister, das Angebot, hohe Gagen, freie Wahl der Drehbücher und Mitarbeiter für in Deutschland gedrehte Filme zu erhalten. Marlene jedoch lehnte das Angebot ab und blieb in den USA.
Nach dem Bruch mit von Sternberg konnte Marlene sich unter der Regie von Ernst Lubitsch in dem Film
"Engel"
(1937) von ihrer komödiantischen Seite zeigen. Im selben Jahr wurde sie neben
Katherine Hepburn
und
Greta Garbo
von der "Independent Theatre Owners Association" als Kassengift bezeichnet. Sie verließ die USA und ging an die Riviera. Es folgten weitere Filme unter der Regie von Billy Wilder, Alfred Hitchcock und Orson Welles.
1939 kehrte sie in die USA zurück und hatte ihr Comeback in dem Film
"Der große Bluff"
mit
James Stewart.
Besonders die Szene, in der Marlene mit einer Statistin im Saloon einen Kampf austrägt und sich auf dem Boden wälzt, erregte besonderes Aufsehen.
Ab 1953 strebte Marlene Dietrich eine Karriere als Showstar und Chansonsängerin an. Besonders ihre aufwändigen Kostüme verhalfen zu ihrem Erfolg, da diese eine besondere Aufmerksamkeit erlangten. Mit Auftritten unter anderem in den USA, Europa und der damaligen Sowjetunion wurde sie zum Weltstar.
Ihre letzte große Rolle spielte sie in
"Das Urteil von Nürnberg"
(1961). In dieser Rolle verkörperte sie die Witwe eines hingerichteten Generals und spricht Texte von deren Wahrheit sie nicht überzeugt war.
1978 trat sie letztmals vor die Kamera in dem Film
"Schöner Gigolo, armer Gigolo"
und verkörperte die Baroness von Semering. Nach dessen Dreharbeiten zog sie sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück.
1992 verstarb Marlene an Herz- und Nierenversagen in Paris.
|
|
 |
|
Tod
|
|
 |
|
Marlene Dietrich verstarb am 6.Mai 1992 in Paris an Herz- und Nierenversagen. Dies zumindest ist die offizielle Version. Marlenes Sekretärin erklärte, dass sich die Schauspielerin wahrscheinlich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben genommen habe, nachdem sie zwei Tage zuvor einen zweiten Schlaganfall erlitt.
Nach einer großen Trauerfeier in Paris wurde sie in Berlin auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße beigesetzt. Die Grabstätte ihrer Mutter liegt in ihrer Nähe.
|
|
|
 |
|
Filmpreise und Auszeichnungen
|
|
| 1923: |
Der 1923 entdeckte Asteroid (1010) Marlene ist nach ihr benannt. |
|
| 1930: |
Medal of Freedom - die höchste zivile Auszeichnung des US-amerikanischen Kriegsministeriums |
|
| 1950: |
Chevalier de la Légion d´Honneur |
|
| 1958: |
Golden Laurel (2. Platz) - in der Kategorie: Top weibliche Darstellung (Drama) in
Zeugin der Anklage
(1957).
|
|
| 1960: |
am 31. Oktober - Auszeichnung des Staates Israel |
|
| 1963: |
am 16. März 1963, Verleihung des belgischen Leopold Orden durch den belgischen König |
|
| 1971: |
Officier de la Légion d´Honneur |
|
| 1972: |
Medaille der Freiheit der US-Frontkämpfervereinigung sowie das Kreuz der französischen Ehrenlegion. |
|
| 1980: |
Honorary Award (German Film Awards) - Für ihre herausragenden Beiträge für den deutschen Film. |
|
| 1989: |
Commandeur de la Légion d´Honneur |
|
| 2002: |
am 16. Mai, Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Berlin |
|
|
 |
|
Filmografie
|
|
| 1919: |
Im Schatten des Glücks
|
|
| 1923: |
So sind die Männer
(The Little Napoleon) |
|
| 1923: |
Der Mensch am Wege
(People Along the Way) |
|
| 1923: |
Tragödie der Liebe
(Love Tragedy) |
|
| 1924: |
Der Mönch von Santarem
(The Monk from Santarem) |
|
| 1924: |
Der Sprung ins Leben
(Leap Into Life) |
|
| 1925: |
Der Tänzer meiner Frau
(Dance Fever) |
|
| 1926: |
Die Geliebte des Abbé
(Manon Lescaut) |
|
| 1926: |
Madame wünscht keine Kinder
(Madame Doesn´t Want Children) |
|
| 1927: |
Eine Dubarry von heute
(A Modern Dubarry) |
|
| 1927: |
Der Juxbaron
(The Imaginary Baron) |
|
| 1927: |
Kopf hoch, Charly!
(Heads Up, Charley) |
|
| 1927: |
Sein größter Bluff
(His Greatest Bluff) |
|
| 1927: |
Café Elektric
(Cafe Electric) |
|
| 1928: |
Prinzessin Olala
(Art of Love) |
|
| 1929: |
Gefahren der Brautzeit
(Dangers of the Engagement Period) |
|
| 1929: |
Ich küsse Ihre Hand, Madame
(I Kiss Your Hand Madame) |
|
| 1929: |
Die Frau, nach der man sich sehnt
(The Woman One Longs for) |
|
| 1929: |
Das Schiff der verlorenen Menschen
(Grischa the Cook) |
|
| 1930: |
Der Blaue Engel
(The Blue Angel) |
|
| 1930: |
Morocco
|
|
| 1931: |
Entehrt
(Dishonored) |
|
| 1932: |
Shanghai Express
|
|
| 1932: |
Blonde Venus
|
|
| 1933: |
Das Hohe Lied
(The Song of Songs) |
|
| 1934: |
Die Große Zarin
(The Scarlet Empress) |
|
| 1935: |
Der Teufel ist eine Frau
(The Devil is a Woman) |
|
| 1936: |
Hotel Stadt Lemberg
(I Loved a Soldier) |
|
| 1936: |
Perlen zum Glück
(Desire) |
|
| 1936: |
Der Garten Allahs
(The Garden of Allah) |
|
| 1937: |
Ein Schweigsamer Held
(Knight Without Armour) |
|
| 1937: |
Engel
(Angel) |
|
| 1939: |
Der Große Bluff
(Destry Rides Again) |
|
| 1940: |
Das Haus der sieben Sünden
(Seven Sinners) |
|
| 1941: |
Die Abenteurerin
(The Flame of New Orleans) |
|
| 1941: |
Herzen in Flammen
(Manpower) |
|
| 1942: |
Fräulein Mama
(The Lady Is Willing) |
|
| 1942: |
Die Freibeuterin
(The Spoilers) |
|
| 1942: |
Pittsburgh
|
|
| 1944: |
Kismet
|
|
| 1946: |
Martin Roumagnac
|
|
| 1947: |
Goldene Ohrringe
(Golden Earrings) |
|
| 1948: |
Eine Auswärtige Affäre
(A Foreign Affair) |
|
| 1949: |
Jigsaw
|
|
| 1950: |
Die Rote Lola
(Stage Fright) |
|
| 1951: |
Die Reise ins Ungewisse
(No Highway) |
|
| 1952: |
Die Gejagten
(Rancho Notorious) |
|
| 1956: |
In 80 Tagen um die Welt
(Around the World in Eighty Days) |
|
| 1957: |
Die Monte-Carlo-Story
(Montecarlo) |
|
| 1957: |
Zeugin der Anklage
(Witness for the Prosecution) |
|
| 1958: |
Im Zeichen des Bösen
(Touch of Evil) |
|
| 1961: |
Das Urteil von Nürnberg
(Judgment at Nuremberg) |
|
| 1978: |
Schöner Gigolo, armer Gigolo
(Just a Gigolo) |
|
  Eine auswärtige Affäre mit Marlene Dietrich können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
  Die Rote Lola mit Marlene Dietrich können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
  Der große Bluff mit Marlene Dietrich können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
|
|
|
|