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Joe E. Brown

Joe E. Brown - * 28. Juli 1892 - † 06. Juli 1973

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Leben in Daten

1892: am 28. Juli, geboren als Joe Evans Brown in Holgate, Ohio, USA
1902: erste Erfahrungen als Akrobat in der Zirkustruppe The Five Marvelous Ashtons
1915: am 24. Dezember, Heirat mit Jugendliebe Kathryn
1916: am 25. Dezember, Sohn Don kommt zur Welt. 1920 Sohn Joe.
1920: Debüt am Broadway mit dem Stück "Twinkle, Twinkle"
1928: Spielfilmdebüt in "Crooks Can´t Win"
1930: Geburt der Adoptivtochter Mary. 1934, Geburt der Adoptivtochter Kathryn.
1931: Aufstieg in die Riege der Filmstars
1936: Höhepunkt der Karriere und Aufstieg in die Top-Ten-Verdienerliste der Filmschauspieler
1939: schwerer Autounfall und Lebensrettung durch Notoperation
1953: Fernseh- und Radioberichterstattung für die New York Yankees im Baseball
1959: bekannteste Filmrolle als alternder Millionär Osgood Fielding III in "Manche mögen’s heiß"
1963: letzter Filmauftritt in der Horrorkomödie "Komödie des Grauens"
1973: am 06. Juli, Tod durch Schlaganfall in Brentwood, Los Angeles
Dieses Bild von Joe E. Brown können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Privatleben

Joe E. Brown wurde als Joseph Evans Brown, am 28. Juli 1892, in der kleinen Stadt Holgate, Ohio, in der Nähe Toledo geboren. Er verbrachte den Großteil seiner Kindheit in Toledo.

1902, im Alter von neun Jahren, schloss er sich einer Truppe von Zirkus Akrobaten an, die durch das Land als die Fünf Marvelous Ashtons tourten und Zirkus- und Varieté-Vorstellungen gaben. Gleichzeitig war er ein talentierter Baseball-Spieler.

Am 24. Dezember 1915 heiratete Joe seine Jugendliebe Kathryn. Gemeinsam hatten sie vier Kinder. Zwei eigene Söhne, Don, geboren am 25. Dezember 1916 und Joe, geboren im Jahr 1920 und zwei im Säuglingsalter adoptierte Töchter, Mary, geboren 1930 und Kathryn, geboren im Jahr 1934.

1939 trat Brown vor dem Immigration Ausschuss des Unterhauses dafür ein, dass 20.000 deutsche jüdische Flüchtlingskinder in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen. Er selber nahm zwei Flüchtlingskinder bei sich auf.

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Im gleichen Jahr hatte er einen schweren Autounfall. Er überschlug sich mehrfach und stürzte anschließend eine Böschung hinab. Brown erlitt schwerste Rückenverletzungen, wobei auch seine Lunge kollabierte. Nach einer Notoperation konnte sein Leben aber gerettet werden.

Die Ehe von Joe E. Brown und seiner Kathryn war so glücklich, dass die beiden ihr Ehegelöbnis 1940 erneuerten. Ihre Söhne waren volljährig, sodass Sohn Joe Trauzeuge war, Don der Brautführer und die Töchter Mary und Kathryn als Blumenmädchen fungierten.

Browns Söhne wurden für den militärischen Dienst eingezogen. Er selber war bereits zu alt dafür. Doch wollte er nicht tatenlos rumsitzen und reiste auf eigenen Kosten viele Tausende von Meilen zu den amerikanischen Truppenstützpunkten auf der ganzen Welt, um sie dort vor Ort, währen des Zweiten Weltkrieges, zu unterhalten. Bei dieser Gelegenheit brachte er auch immer eine große Anzahl von Säcken mit Briefen der Soldaten mit zurück in die Heimat, sodass diese schneller an die
Eltern der Soldaten ausgeliefert werden konnten, als es die Post-Abteilung des Militärs je vermochte.

Er gab Vorstellungen bei jedem Wetter, viele davon in Krankenhäusern, oftmals auch für nur einem zum Tode geweihtem Soldaten. Joe beantwortete sämtliche Autogrammwünsche und war nur einer von zwei Zivilisten, denen der Bronze Star im Zweiten Weltkrieg verliehen wurde.

1942 wurde Browns Sohn, Captain Don E. Brown, getötet, als sein Militärflugzeug, in der Nähe von Palm Springs, Kalifornien, abstürzte.

1944 verletzte sich seine Tochter Mary bei einem schweren Autounfall. Ihre Verletzungen waren sehr erheblich. Jo schaffte es aber in einem überfüllten Krankenhaus einen Arzt zu finden, der seiner Tochter in einer sehr langen Operation das Leben rettete.

Joe E. Brown war ein begeisterter Sportfan. Seinem Interesse galt vor allem dem Baseball. 1953 arbeitete er auch als Fernseh- und Radioberichterstatter für die New York Yankees. Sein Sohn, Joe L. Brown, erbte sein Interesse an Baseball und wurde dadurch auch zum General Manager der Pittsburgh Pirates für mehr als 20 Jahre.

Aufgrund seiner Sportbegeisterung wurde er auch zum Präsidenten, der PONY Baseball und Softball League (Baseball Liga für junge Menschen), im Jahre 1953. Er blieb es bis 1964, das Jahr in dem er in den Ruhestand ging.

Brown war auch ein Fan von Pferderennen und ein regelmäßiger Gast auf der Del Mar Rennbahn und bei den Pferderennen in Santa Anita, Kalifornien.

Karriere

Bereits im Alter von neun Jahren schloss sich der kleine Joe E. Brown einer Truppe von Zirkus Akrobaten an, die unter dem Namen The Five Marvelous Ashtons durch das Land reisten und auf Zirkus- und Varietéveranstaltungen ihr Programm dem Publikum darboten.

Später wurde er ein professioneller Baseballspieler. Nach nur drei Spielzeiten ging er zurück zum Zirkus und trat in Vaudeville (Art eines Varietés) Veranstaltungen auf. Schrittweise fügte Brown in seinen Auftritten komödiantische Teile ein und verwandelte sich somit nach und nach in einen Komiker.

1920 ging Brown an den Broadway und debütierte in dem Comedy-Musical "Jim Jam Jems". Bis 1927 blieb er am Broadway und machte im gleichen Jahr seine ersten Erfahrungen vor einer Kamera, in dem Kurzfilm "Twinkle, Twinkle".

Sein erster richtiger Spielfilm kam 1928 mit "Crooks Can´t Win" in die Kinos. Es war ein in schwarz-weiß gedrehtes Stummfilmdrama. Im gleichen Jahr folgte die erste Komödie mit "Hit of the Show".

Joe E. Brown unterschrieb bei Warner Brothers einen Vertrag und stieg nach seinem Auftritt in der Musical-Komödie "On with the Show!" zum Star auf. Danach spielte er in einer Reihe von aufwendig produzierten Technicolor Musicals, wie "Cilly" (1929), "Song of the West" (1930) und "Hold Everything" (1930), mit. Bis 1931 stieg er als Star immer weiter auf. Das zeigte sich unter anderem darin, dass an den Reklamewänden der damaligen Kinos, oberhalb der Filmtitel, nur noch sein Name als Einziger geschrieben stand.

1932 folgte die Filmkomödie "Fireman, Save My Child", in dem er einen Spieler des Baseball-Teams der St. Louis Cardinals darstellte. Auch in "Elmer, the Great" (1933), an der Seite von Patricia Ellis und in "Alibi Ike" (1935), an der Seite von Olivia de Havilland spielte Joe einen Baseballspieler. Beides Mal aber einen von den Chicago Cubs.

Brown war einer der wenigen Varieté Comedians, die in einem Shakespearefilm erscheinen sind. Er spielte Francis Flute in der Max-Reinhardt/William Dieterle Filmversion von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" (1935) und wurde für seine Leistung im hohen Maße gelobt.

1933 und 1936 befand er sich unter den Top-Ten-Verdienern der Filmschauspieler. Joe wurde auch dadurch international bekannt, weil er ab 1933 in dem britischen Comic-Heft Film Fun, für 20 Jahre, eine Figur darstellte. Des Weiteren wurde er in den Comicfilmen "Mickey´s Gala Premiere" (1933), "Mother Goose Goes Hollywood" (1938) und "Donald auf Prominentenjagd" (1939) karikiert. In jedem der drei Filme ist mindestens eine Szene zu sehen, in der er so laut lachen muss, dass sich sein Mund dabei extrem weit öffnet.

Joe E. Brown verließ Warner Brothers um für den Produzenten David L. Loew zu Arbeit. Er erhielt dadurch die Hauptrolle in der Komödie "Der Held im Ring" (1937). 1938 spielte er die Hauptrolle in der Fantasykomödie "Ein Gladiator namens Hugo", eine lockere Film-Adaption von Philip Gordon Wylies Roman Gladiator von 1930, welcher die Erschaffung des Helden Superman beeinflusste. Allmählich sackte Brown in den B-Movie-Bereich ab.
Dieses Bild von Joe E. Brown können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Während des Zweiten Weltkriegs verbrachte er viel Zeit damit, die amerikanischen Truppen mit seinen Comedyshows zu unterhalten. Dazu zählten auch viele nächtliche Vorstellungen in dem Hollywood Canteen Restaurant, welches von den Hollywood-Filmstars John Garfield und Bette Davis in Los Angeles 1942 gegründet wurde. Dort arbeiteten Filmstars kostenlos, um die Alliierten Truppen zu unterhalten und sie mit kostenlosem Essen und Trinken zu versorgen. Seine Erfahrungen darüber hielt er in seinem Buch Your Kids and Mine fest.

1948 wurde Brown für das Theaterstück "Mein Freund Harvey" mit einem Special Tony Award ausgezeichnet.

In dem Abenteuerfilm "In 80 Tagen um die Welt" (1956) hatte er als Bahnhofsvorsteher im Gespräch mit Phileas Fogg, gespielt von David Niven und seinem Gefolge einen Cameo Auftritt. So auch in "Eine total, total verrückte Welt" (1963), als er als Gewerkschaftsfunktionär eine Rede auf einer Baustelle in der entscheidenden Szene hält.

Seine wohl bekannteste Rolle war die des alternden Millionärs Osgood Fielding III, in "Manche mögen’s heiß" (1959). Der Charakter Fielding verfällt dem als Frau verkleideten Jerry (Daphne), welche von Jack Lemmon Jgespielt wird und endet wohl in einer der berühmtesten Pointen der Filmgeschichte, als Jerry sich bei Fielding als Mann zu erkennen gibt und Osgood dieses gelassen mit den Worten "Na und? Niemand ist vollkommen!" erwidert.

Joe E. Browns letzter Filmauftritt war in der Horrorkomödie "Komödie des Grauens" (1963). Wochen zuvor hatte er zusammen mit Joan Blondell und Buster Keaton einen Gastauftritt in einer Folge von Jack Palances TV-Serie "The Greatest Show on Earth".

Die staatliche Universität Bowling Green State, im Bundesstaat Ohio, widmete eines seiner drei Theater ihm zu Ehren und nannte es fortan The Joe E. Brown Theatre. In diesem Theater trat Brown in den 1950er Jahren mit dem Theaterstück "Mein Freund Harvey" auf.

Als Anerkennung für seine schauspielerischen Leistungen erhielt Joe E. Brown 1960 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles.

Tod

Joe E. Brown starb am 06. Juli 1973 an einem Schlaganfall in Brentwood, Los Angeles, Kalifornien, drei Wochen vor seinem 82. Geburtstag.

Sein Leichnam wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park in Glendale, Kalifornien beigesetzt.

Filmpreise und Auszeichnungen

1948: Special Tony Award für seine Arbeit in dem tourenden Theaterstück "Mein Freund Harvey"
1960: Stern auf dem Walk of Fame (Film), in Höhe 1680 Vine Street

Filmografie

1927: Twinkle, Twinkle
1928: Crooks Can´t Win
1928: Hit of the Show
1928: The Circus Kid
1928: Take Me Home
1929: Molly and Me
1929: My Lady´s Past
1929: On with the Show!
1929: Painted Faces
1929: Cilly (Sally)
1930: Song of the West
1930: Hold Everything
1930: Top Speed
1930: Maybe It´s Love
1930: The Lottery Bride
1930: Going Wild
1931: Alle Griffe erlaubt (Sit Tight)
1931: Broadminded
1931: Local Boy Makes Good
1932: Fireman, Save My Child
1932: The Tenderfoot
1932: Badenix (You Said a Mouthful)
1933: Elmer, the Great
1933: Mast- und Schotbruch (Son of a Sailor)
1934: The Circus Clown
1934: A Very Honorable Guy
1934: Der Schrecken der Rennbahn (6 Day Bike Rider)
1935: Alibi Ike
1935: Im Scheinwerferlicht (Bright Lights)
1935: Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night´s Dream)
1936: Heiliges Kanonenrohr (Sons o´ Guns)
1936: Der geborene Verkäufer (Earthworm Tractors)
1936: Polo Joe
1937: Der Held im Ring (When´s Your Birthday?)
1937: Riding on Air
1937: Fit for a King
1938: Das Grossmaul (Wide Open Faces)
1938: Ein Gladiator namens Hugo (The Gladiator)
1938: Der Teufelskerl (Flirting with Fate)
1939: $1000 a Touchdown
1939: Beware Spooks!
1940: So You Won´t Talk
1942: Shut My Big Mouth
1942: Joan of Ozark
1942: The Daring Young Man
1943: Chatterbox
1944: Casanova in Burlesque
1944: Pin Up Girl
1944: Hollywood-Kantine (Hollywood Canteen)
1948: The Tender Years
1951: Mississippi-Melodie (Show Boat)
1951: Toast to Our Brother
1956: In 80 Tagen um die Welt (Around the World in Eighty Days)
1959: Manche mögen’s heiß (Some Like It Hot)
1963: Eine total, total verrückte Welt (It´s a Mad Mad Mad Mad World)
1963: Komödie des Grauens (The Comedy of Terrors)
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