|
|
Jane Russell - * 21. Juni 1921 - † 28. Februar 2011
|
 |
|
| 0 Kommentare | Kommentar zu Jane Russell hinzufügen |
|
Leben in Daten
|
|
| 1921: |
am 21. Juni, geboren als Ernestine Jane Geraldine Russell in Bemidji, Minnesota, USA |
|
| 1943: |
Spielfilmdebüt im Western
"Geächtet"
|
|
| 1943: |
am 24. April, Heirat mit Football Spieler Bob Waterfield |
|
| 1947: |
Start der Gesangskarriere mit dem Kay Kyser Orchester |
|
| 1952: |
Adoption des ersten Babys von insgesamt drei |
|
| 1953: |
international bekannt durch Rolle in
"Blondinen bevorzugt"
|
|
| 1955: |
Gründung des World Adoption International Fund (Organisation die Kinder an Adoptiveltern vermittelt) |
|
| 1955: |
Gründung der eigenen Filmproduktionsfirma Russ-Field Productions |
|
| 1957: |
Solodebüt als Sängerin im Sands Hotel in Las Vegas |
|
| 1968: |
im Juli, Scheidung von Bob Waterfield |
|
| 1968: |
am 25. August, Heirat mit Schauspieler Roger Barrett |
|
| 1968: |
am 18. November, Tod des Ehemanns Roger Barrett |
|
| 1970: |
letzte Rolle im Kinofilm
"McGee, der Tiger"
|
|
| 1974: |
am 31. Januar, Heirat mit Immobilien-Makler Johannes Calvin Völker |
|
| 2011: |
am 28. Februar, Tod durch Folgen einer Atemwegserkrankung in Santa Maria, Kalifornien, USA |
|
|
 Dieses Bild von Jane Russell können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
 |
|
Privatleben
|
|
Jane Russell wurde als Ernestine Jane Geraldine Russell, am 21. Juni 1921, in der kleinen Stadt Bemidji, in Minnesota, USA, geboren.
Sie war das älteste Kind und einzige Tochter der fünf Kinder von Roy William Russell (05. Januar 1890 - 18. Juli 1937) und Geraldine Jacobi (02. Januar 1891 - 26. Dezember 1986).
Russells Eltern kamen beide gebürtig aus North Dakota, USA und waren seit 1917 verheiratet. Drei ihrer Großeltern wurden in Kanada geboren. Ihre Großmutter väterlicherseits in Deutschland. Ihr Vater war ein Oberleutnant der US Army und ihre Mutter eine ehemalige Schauspielerin einer Straßentruppe.
Ihre Eltern verbrachten die ersten Jahre ihrer Ehe in Edmonton, Alberta, Kanada. Für die Geburt von Jane zog ihre Mutter vorübergehend wieder in die USA zurück, um sicherzustellen, dass sie als US-Bürgerin geboren werden sollte.
Später zog die Familie nach San Fernando Valley, einem Tal im nordwestlichen Teil der Stadt Los Angeles in Kalifornien. Dort lebten sie seit 1930 in Burbank, wo ihr Vater als Bürovorsteher in einer Seifen Produktionsfirma arbeitete.
|
|
 Dieses Bild von Jane Russell können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
Nach der Highschool wollte Jane Russell als Designerin arbeiten. Als ihr Vater mit 46 Jahren 1936 starb, gab sie diesen Gedanken auf und arbeitete als Rezeptionistin in einer Arztpraxis.
Am 24. April 1943 heiratete sie den Cleveland Rams und späteren Los Angeles Rams Football Spieler und Quarterback Bob Waterfield. Durch illegale Abtreibungen war es für Russell nicht mehr möglich, eigene Kinder zu bekommen. Aus diesem Grund adoptierten sie 1952 ein kleines Baby namens Tracy. Im Dezember 1952 adoptierten beide einen 15 Monate alten Jungen, Thomas, dessen leibliche Mutter, Hannah McDermott nach London gezogen war, um der Armut in Nordirland zu entkommen.
1955 gründete sie den World Adoption International Fund (WAIF), eine Organisation die Kinder an Adoptiveltern vermittelt und die Pionierarbeit, in Bezug auf Adoptionen ausländischer Kinder für amerikanische Familien, leistete.
|
|
1956 adoptierten Russell und Waterfield ihr drittes Kind, einen neun Monate alten Jungen, Robert John.
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gründete sie die "Hollywood Christian Group", einen wöchentlichen Bibelkreis bei ihr zu Hause, der für die Christen in der Filmindustrie organisiert wurde. Jane Russell erschien auch gelegentlich in der Fernsehsendung "Praise The Lord", auf dem Trinity Broadcasting Network, einem christlichen Fernsehsender in Costa Mesa, Kalifornien.
Zu dieser Zeit war Jane Russell auch ein prominentes Mitglied der Republikanischen Partei und besuchte Präsident Dwight Eisenhower bei seiner Amtseinführung im Weißen Haus. Zusammen mit weiteren Persönlichkeiten aus Hollywood wie
Lou Costello,
Dick Powell,
June Allyson,
Anita Louise
und Louella Parsons war sie dort zu Gast.
Die Ehe mit Waterfield wurde im Juli 1968 geschieden. Nur einen Monat später, am 25. August 1968 heiratete Jane Russell den Schauspieler Roger Barrett. Diese Ehe hielt nicht lange. Bereits am 18. November 1968 verstarb Roger Barrett.
Russells dritter und letzter Mann wurde am 31. Januar 1974 der Immobilien-Makler Johannes Calvin Völker. Beide lebten in Sedona, Arizona für ein paar Jahre, verbrachten aber dann den Großteil ihrer Ehe auf ihrem Wohnsitz in Montecito, Kalifornien. Sie blieben bis zum Tod Völkers, durch Herzversagen, am 09. April 1999, verheiratet.
Zum Ende ihres langen und erfolgreichen Lebens lebte Jane Russell in Santa Maria, einer Stadt an der zentralen Küste Kaliforniens.
|
|
 |
|
Karriere
|
|
Jane Russells Mutter organisierte für sie schon in jungen Jahren Klavierunterricht. Neben der Musik war Jane auch an der Schauspielerei interessiert und beteiligte sich an Inszenierungen ihrer Highschool.
Das Jane hübsch war, das wusste sie bereits früh. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie ihr Geld auch als Fotomodel verdiente. Aber auf Drängen ihrer Mutter nahm sie an Max-Reinhardt-Theaterworkshops teil und erhielt dort Schauspielunterricht.
Der Milliardär und Film-Mogul
Howard Hughes
wurde durch Fotos auf sie aufmerksam. 1940 erhielt sie bei ihm einen Sieben-Jahres-Vertrag und drehte 1941 ihren ersten Spielfilm, den Western
"Geächtet".
Die Geschichte über Billy the Kid durfte aber erst zwei Jahre später, 1943, in den Kinos gezeigt werden. Die Verzögerung lag in der Zensur begründet. Jane Russells üppige Figur war Anlass einer Diskussion über die Freizügigkeit in Filmen. Hughes warb natürlich vor der Veröffentlichung mit ihrer großen Oberweite. Er wollte damit viele Männer in die Kinos locken. Jane hatte in den zwei Jahren somit nur die Aufgabe, ihre Person für Werbezwecke zur Verfügung zu stellen. Somit wurde sie in den USA bekannt.
Durch ihre Maße von 97-61-91 cm, bei einer Körpergröße von 1,7 m wurde sie schnell zum Sexsymbol. Es gab ein Foto von ihr auf einem Heuhaufen. Dieses war ein beliebtes Pin-up der amerikanischen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Erst 1946 war Jane Russell wieder in einem Film, in dem Drama
"Young Widow",
zu sehen.
1947 versuchte Jane Russell auch eine musikalische Karriere zu starten. Sie sang mit dem Kay Kyser Orchester im Radio und brachte mit seiner Band zwei Singles, "As Long As I Live" und "Boin-nn-ng!", heraus. Zusätzlich brachte sie eine Platte, "Let's Put Out the Lights", mit acht Balladen heraus. Auf dem Cover trug sie ein durchsichtiges Kleid, welches aber den Fokus des Betrachters mehr auf ihre Beine, als auf ihre Brüste, lenken sollte. In einem in 2009 von ihr gegebenen Interview meinte sie, dass das Album schrecklich und langweilig zu hören sei.
|
|
1948 war sie dann wieder für das Kino aktiv. Sie spielte neben
Bob Hope
die Hauptrolle in der Westernkomödie
"Sein Engel mit den zwei Pistolen".
Im Jahr 1950 nahm sie die Single "Kisses and Tears", zusammen mit
Frank Sinatra
und The Modernaires auf.
Russell erschien stand neben
Robert Mitchum
in
"Ein Satansweib"
(1951) und
"Macao"
(1952) vor der Kamera. 1953 hatte sie mit ihrer Darstellung des attraktiven Showgirls Dorothy, in der amerikanische Filmkomödie
"Blondinen bevorzugt",
an der Seite von
Marilyn Monroe,
ihren größten Erfolg. Durch diese Rolle wurde sie international bekannt.
Zusammen mit Connie Haines, Beryl Davis und Della Russell gründete sie die Hollywood-Christian-Gruppe, ein Gospel-Quartett, das im Mai 1954 mit ihrer Single "Do Lord" den Platz 27 der Billboard Singlecharts erreichte und zwei Millionen Exemplare verkaufte.
|
|
 Dieses Bild von Jane Russell können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
Howard Hughes
gab nicht auf, sie als Sexbombe in seinen Filmen zu zeigen. In der Komödie
"Die lockende Venus"
(1954) musste sich Russell in einem formschlüssigen einteiligen Badeanzug, mit strategischen Ausschnitten, zeigen lassen. Dazu gab es noch eine provokante musikalische Untermalung, mit dem Titel "Lookin´ for Trouble". Eigentlich sollte sie laut Hughes Vorschlag, in dieser Szene, einen Bikini tragen. Jedoch fühlte sie sich damit zu nackt für ein Filmkostüm zu dieser Zeit.
Im Jahre 1955 gründete Jane Russell zusammen mit ihrem ersten Ehemann, dem ehemaligen Los Angeles Rams Quarterback Bob Waterfield, die Filmproduktionsfirma Russ-Field Productions. Gemeinsam produzierten sie die Musicalkomödie
"So liebt man in Paris"
(1955), den Abenteuerfilm
"Heißer Süden"
(1956), mit
Clark Gable
und
Eleanor Parker
in den Hauptrollen,
"Der Sonne entgegen"
(1956) und die Komödie
"Traum in Pink"
(1957).
Langsam aber sicher schaffte sie es, sich von ihrem Image einer Sexbombe zu befreien. Nach
"Traum in Pink"
war sie für sieben Jahre, bis 1964, nicht mehr auf den Kinoleinwänden zu sehen.
Im Oktober 1957 debütierte Russell in einem erfolgreichen Solo Auftritt, im Sands Hotel in Las Vegas. Später gab sie auch Engagements in anderen Teilen der USA, Kanada, Mexiko, Südamerika und Europa. 1959 brachte sie eine selbst betitelte Solo-LP, unter MGM Records, heraus. Später meinte sie: "Ich habe endlich eine Platte machen können, wie ich es wollte". Im Herbst 1961 trat Russell am Drury Lane Theater in Chicago auf und im November 1962 spielte sie im Musical "Bells Are Ringing", im Westchester Stadthaus in Yonkers, New York.
Nach siebenjähriger Leinwandabstinenz erschien Jane Russell in dem amerikanischen Filmdrama
"Bezwinger des Todes"
(1964), als sich selbst spielende Schauspielerin, die vor amerikanischen Soldaten auftritt.
Sie war danach nur noch in vier weiteren Filmen zu sehen. Ihren letzten Spielfilmauftritt hatte sie 1970 in dem Actionfilm
"McGee, der Tiger".
1971 spielte Russell für 6 Monate die Rolle der Johanna, in dem Broadway Musical "Company". In den 1970er Jahren erschien sie in verschiedenen Werbespots der Firma Playtex, eine Marke für Damenunterwäsche.
1984 spielte sie in drei Folgen der amerikanischen Fernsehserie "The Yellow Rose" mit. 1985 kam ihre Autobiografie, mit dem Titel "Mein Weg und meine Umwege", heraus. Im Jahr 1989 erhielt sie den Women´s International Center (WIC) Living Legacy Award.
Im Jahr 1999 bemerkte sie: "Warum habe ich mit dem Filmen aufgehört? Weil ich zu alt war! Man konnte in jenen Jahren nicht weiter schauspielern, wenn man eine Schauspielerin über 30 war."
|
|
 |
|
Tod
|
|
 |
|
Jane Russell starb am 28. Februar 2011 in ihrem Haus in Santa Maria, Kalifornien, an den Folgen einer Atemwegserkrankung. Sie wurde 89 Jahre alt.
Die Trauerfeier fand am 12. März 2011 in der christlichen Pazifik Kirche in Santa Maria statt.
|
|
|
 |
|
Filmpreise und Auszeichnungen
|
|
| 1955: |
Golden Apple in der Kategorie "kooperativste Schauspielerin" |
|
| 1984: |
Golden Boot Award |
|
| 1991: |
Berlinale Kamera der Internationalen Filmfestspiele Berlin |
|
| 2001: |
Lifetime Achievement Award (Marco Island Film Festival) für Lebenswerk |
|
| unbk.: |
Stern auf dem Walk of Fame (Film), in Höhe Hollywood Blvd. 6840 |
|
|
 |
|
Filmografie
|
|
| 1943: |
Geächtet
(The Outlaw) |
|
| 1946: |
Young Widow
|
|
| 1948: |
Sein Engel mit den zwei Pistolen
(The Paleface) |
|
| 1951: |
Ein Satansweib
(His Kind of Woman) |
|
| 1951: |
Doppeltes Dynamit
(Double Dynamite) |
|
| 1952: |
Die Spielhölle von Las Vegas
(The Las Vegas Story) |
|
| 1952: |
Macao
|
|
| 1952: |
Bleichgesicht Junior
(Son of Paleface) |
|
| 1952: |
Die Schönste von Montana
(Montana Belle) |
|
| 1952: |
Der Weg nach Bali
(Road to Bali) |
|
| 1953: |
Blondinen bevorzugt
(Gentlemen Prefer Blondes) |
|
| 1953: |
Die lockende Venus
(The French Line) |
|
| 1955: |
Die goldene Galeere
(Underwater!) |
|
| 1955: |
Goldenes Feuer
(Foxfire) |
|
| 1955: |
Drei Rivalen
(The Tall Men) |
|
| 1955: |
So liebt man in Paris
(Gentlemen Marry Brunettes) |
|
| 1956: |
Feuer im Blut
(Hot Blood) |
|
| 1956: |
Bungalow der Frauen
(The Revolt of Mamie Stover) |
|
| 1957: |
Traum in Pink
(The Fuzzy Pink Nightgown) |
|
| 1964: |
Bezwinger des Todes
(Fate Is the Hunter) |
|
| 1966: |
Sheriff Johnny Reno
(Johnny Reno) |
|
| 1966: |
Wyoming-Bravados
(Waco) |
|
| 1967: |
Engel der Hölle
(The Born Losers) |
|
| 1970: |
McGee, der Tiger
(Darker Than Amber) |
|
  Geächtet mit Jane Russell können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken. |
|
|
|
|
|
|