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Humphrey Bogart - * 25. Dezember 1899 - † 14. Januar 1957

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Leben in Daten

1899: am 25. Dezember geboren als Humphrey DeForest Bogart in New York
1918: Ausschluss aus Phillips Academy - keinen Highschool-Abschluss
1920: erste winzige Filmrolle in dem in New York produzierten Film "Life"
1926: Heirat mit Bühnenschauspielerin Helen Menken. Die Ehe wird nur ein Jahr halten.
1928: Heirat mit Schauspielerin Mary Philips. Die Ehe hält bis 1938.
1930: erster Filmdreh in Hollywood
1935: Durchbruch zum anerkannten Filmschauspieler mit dem Film "Der versteinerte Wald".
1938: Heirat mit Schauspielerin Mayo Methot. Die Ehe wird 1945 geschieden.
1943: Der Kultfilm "Casablanca" an der Seite von Ingrid Bergman entsteht.
1945: Bogart heiratet die fast 25 Jahre jüngere Schauspielerin Lauren Bacall. Es folgt eine glückliche Ehe mit zwei Kindern.
1952: Bogart erhält den Oscar für den besten Schauspieler in einer Hauptrolle in "African Queen".
1956: Das Drama "Schmutziger Lorbeer" ist Humphrey Bogarts letzter Film.
1957: am 14. Januar, Tod durch Speiseröhrenkrebs in Los Angeles
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Privatleben

Humphrey DeForest Bogart geboren am 25. Dezember 1899 in New York. Er war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Mit seinen Darstellungen harter, erfahrener, oftmals zynischer und konsequent einem inneren Moralkodex folgender Charaktere wurde er zu einer der schauspielerischen Ikonen des Zwanzigsten Jahrhunderts. 1999 wählte ihn das "American Film Institute" zum größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten.

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Bogart wurde als Sohn eines Chirurgen und einer Illustratorin in ein wohlhabendes Elternhaus geboren. Erzogen wurde er vornehmlich von einem irischen Kindermädchen. Sein von einer schlecht verheilten Lippenverletzung herrührendes Lispeln brachte ihm als Kind viel Spott ein. Er wurde auf gute Schulen geschickt, zeigte dort jedoch mäßige Leistungen und eine Abneigung gegen Autoritäten. 1918 wurde er wegen schlechten Betragens aus der Phillips Academy ausgeschlossen und erlangte somit keinen Highschool-Abschluss.

Nach einer kaum mehr als ein Jahr von 1926 bis 1927 dauernden Ehe mit der Bühnenschauspielerin Helen Menken (1901-1966) heiratete Bogart 1928 deren Kollegin Mary Philips (1901-1975). Die
temperamentvolle und ebenso wie Bogart dem Alkohol nicht abgeneigte Schauspielerin war nicht bereit, ihre Broadway-Karriere aufzugeben und nach dem Filmerfolg ihres Mannes mit ihm nach Hollywood zu ziehen. Die Ehe wurde 1938 geschieden. Im selben Jahr heiratete Bogart seine Kollegin Mayo Methot (1904-1951), eine nüchtern freundliche, in alkoholisiertem Zustand jedoch zu Ausbrüchen von Zorn und Eifersucht neigende Frau.

1944 verliebte sich Bogart bei den Dreharbeiten zu "Haben und Nichthaben" in seine fast ein Vierteljahrhundert jüngere Partnerin Lauren Bacall. Die beiden heirateten 1945. Bogart und Bacall führten eine bis heute in Hollywood als beispielhaft glücklich geltende Ehe und traten zudem in vier Filmen gemeinsam auf. Mit 49 Jahren wurde Bogart erstmals Vater eines Sohnes, Stephen (*1949), Tochter Leslie folgte 1952.

Karriere

Anfang der 1920er-Jahre betreute Humphrey Bogart die New Yorker Theaterkompanie sowie das kleine Filmstudio eines Freundes seiner Familie und begann, am Broadway als Theaterschauspieler zu arbeiten. 1920 hatte er auch eine winzige Rolle in einem in New York produzierten Film. Ab 1930 drehte er erste Filme in Hollywood. Sein eigentliches Filmdebüt hatte er an der Seite von Joan Blondell in dem Kurzfilm "Broadway's Like That". Ein Durchbruch war jedoch weder vor der Kamera noch auf der Bühne in Sicht.

1935 bekam Humphrey Bogart eine für ihn damals eher ungewohnte Rolle angeboten: In dem Theaterstück "Der versteinerte Wald" spielte er an der Seite von Hauptdarsteller Leslie Howard den Gangster "Duke Mantee" auf der Flucht. Mit 197 Aufführungen geriet das Stück zum großen Erfolg. Warner Bros. kaufte die Filmrechte und Bogart wurde ebenfalls engagiert. Der Film "Der versteinerte Wald" war sehr erfolgreich und machte Bogart über Nacht zum anerkannten Filmschauspieler. Er bekam einen mehrjährigen Vertrag bei Warner Bros. und vergaß nie, wem er seinen Durchbruch zu verdanken hatte.

Bogarts Erfolg als Gangster führte zu zahlreichen weiteren Rollen gleicher Art. Er wurde häufig erschossen, landete im Zuchthaus oder in der Todeszelle. Jack Warner beschäftigte Bogart kontinuierlich, zeigte jedoch kein Interesse daran, ihn zum Star zu machen und vergab die interessantesten Einsätze an Kollegen wie Edward G. Robinson, James Cagney oder George Raft. Ein qualitativer Schritt nach vorne war für Bogart 1941 die tragische Hauptrolle des Gangsters im Film "Entscheidung in der Sierra" von Raoul Walsh. Zudem lernte Bogart bei den Dreharbeiten zu diesem Film John Huston kennen, der das Drehbuch verfasst hatte.

Die Rolle des Privatdetektives "Sam Spade" in der Verfilmung von Dashiell Hammetts Krimi "Die Spur des Falken" hatten sowohl James Cagney als auch George Raft ebenfalls abgelehnt. John Huston griff also 1941 für sein Debüt als Filmregisseur auf Bogart zurück. "Die Spur des Falken" wurde stilbildend und gilt als erster Vertreter des Film noir. Huston und Bogart machte der Erfolg zu Stars ihrer Zünfte. Für den Schauspieler war der abgebrühte, oberflächlich von den
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Gangstern kaum zu unterscheidende Detektiv ein idealer Übergang vom Bösewicht zum Helden.

Im Jahr darauf folgte denn auch Bogarts erster Einsatz als Protagonist einer romantischen Liebesgeschichte in dem schließlich zum Kultfilm gewordenen "Casablanca" an der Seite von Ingrid Bergman. Casablanca gewann 1943 den Oscar als "Bester Film". Bogart erhielt seine erste Oscar-Nominierung.

Danach spielte Bogart neben zahlreichen Routineproduktionen auch in einer ganzen Reihe von Klassikern, wie der Hemingway-Verfilmung "Haben und Nichthaben" (1944), der Chandler-Verfilmung "Tote schlafen fest" (1946), dem "Schatz der Sierra Madre" (1948).

Gegen Ende seines Lebens fand Bogart zu großen Charakterrollen in aufwändigen Produktionen. 1952 bekam er für seine Rolle in John Hustons klassischem Abenteuerfilm "African Queen" den Oscar. 1955 folgte seine letzte Nominierung für die Darstellung des psychotischen Kapitäns in "Die Caine war ihr Schicksal".

1954 durfte er in Billy Wilders romantischer Komödie "Sabrina" den seinen Bruder spielenden William Holden beim Werben um die dreißig Jahre jüngere Audrey Hepburn ausstechen. 1955 war Bogart ein - wenn auch falscher - Priester in "Die linke Hand Gottes". Im selben Jahr übernahm er für "An einem Tag wie jeder andere" noch einmal eine Gangsterrolle. 1956 war das Drama "Schmutziger Lorbeer" um Korruption im Boxsport Bogarts letzter Film.

Tod

Humphrey Bogart Grab Mitte der 1950er-Jahre wurde bei Bogart Speiseröhrenkrebs festgestellt. Eine schwere Operation im Januar 1956 hatte nur noch lebensverlängernden Charakter. Humphrey Bogart starb am 14. Januar 1957 im Alter von 57 Jahren, abgemagert auf 36 kg.

Filmpreise und Auszeichnungen

1949: Sour Apple für den kooperativsten Schauspieler
1952: Oscar für den besten Schauspieler in einer Hauptrolle in African Queen (1951)

Filmografie

1920: Life
1930: Up the River
1930: A Devil with Women
1931: Body and Soul
1931: The Bad Sister
1931: Tod und Teufel (A Holy Terror)
1932: Love Affair
1932: Big City Blues
1932: Three on a Match
1934: Midnight
1936: Der versteinerte Wald (The Petrified Forest)
1936: Wem gehört die Stadt? (Bullets or Ballots)
1936: Zwei gegen die Welt (Two Against the World)
1936: China Clipper
1936: Isle of Fury
1937: Geheimbund 'Schwarze Legion' (Black Legion)
1937: Ordnung ist das halbe Leben (The Great O´Malley)
1937: Mord im Nachtclub (Marked Woman)
1937: Kid Galahad - Mit harten Fäusten (Kid Galahad)
1937: Flucht aus San Quentin (San Quentin)
1937: Sackgasse (Dead End)
1937: Mr. Dodd geht nach Hollywood (Stand-In)
1938: Swing Your Lady
1938: Crime School
1938: Men Are Such Fools
1938: Racket Busters
1938: Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse (The Amazing Dr. Clitterhouse)
1938: Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern (Angels with Dirty Faces)
1939: King of the Underworld
1939: Oklahoma Kid (The Oklahoma Kid)
1939: You Can't Get Away with Murder
1939: Opfer einer großen Liebe (Dark Victory)
1939: Die wilden Zwanziger (The Roaring Twenties)
1939: Die Rückkehr des Dr. X (The Return of Doctor X)
1939: 12 Monate Bewährungsfrist (Invisible Stripes)
1940: Goldschmuggel nach Virginia (Virginia City)
1940: Ein Nachtclub für Sarah Jane (It All Came True)
1940: Orchid, der Gangsterbruder (Brother Orchid)
1940: Sie fuhren bei Nacht (They Drive by Night)
1941: Entscheidung in der Sierra (High Sierra)
1941: Von Stadt zu Stadt (The Wagons Roll at Night)
1941: Die Spur des Falken (The Maltese Falcon)
1941: Agenten der Nacht (All Through the Night)
1942: Der große Gangster (The Big Shot)
1942: Abenteuer in Panama (Across the Pacific)
1942: Casablanca (Casablanca)
1943: Einsatz im Nordatlantik (Action in the North Atlantic)
1943: Sahara (Sahara)
1944: Fahrkarte nach Marseille (Passage to Marseille)
1944: Haben und Nichthaben (To Have and Have Not)
1945: Konflikt (Conflict)
1946: Tote schlafen fest (The Big Sleep)
1947: Ein Mensch verschwindet (Dead Reckoning)
1947: Die zwei Mrs. Carrolls (The Two Mrs. Carrolls)
1947: Die schwarze Natter (Dark Passage)
1948: Der Schatz der Sierra Madre (The Treasure of the Sierra Madre)
1948: Gangster in Key Largo (Key Largo)
1949: Vor verschlossenen Türen (Knock on Any Door)
1949: Tokio-Joe (Tokyo Joe)
1950: Des Teufels Pilot (Chain Lightning)
1950: Ein einsamer Ort (In a Lonely Place)
1951: Der Tiger (The Enforcer)
1951: Sirocco - Zwischen Kairo und Damaskus (Sirocco)
1951: African Queen (The African Queen)
1952: Die Maske runter (Deadline - U.S.A.)
1953: Arzt im Zwielicht (Battle Circus)
1953: Schach dem Teufel (Beat the Devil)
1954: Die Caine war ihr Schicksal (The Caine Mutiny)
1954: Sabrina (Sabrina)
1954: Die barfüßige Gräfin (The Barefoot Contessa)
1955: Wir sind keine Engel (We´re No Angels)
1955: Die linke Hand Gottes (The Left Hand of God)
1955: An einem Tag wie jeder andere (The Desperate Hours)
1956: Schmutziger Lorbeer (The Harder They Fall)
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