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Gloria Stuart - * 04. Juli 1910 - † 26. September 2010

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Leben in Daten

1910: am 04. Juli, geboren als Gloria Frances Stuart in Santa Monica, Kalifornien, USA
1927: erste Erfahrungen als Schauspielerin auf kleinen Theaterbühnen
1928: Heirat mit Bildhauer Blair Gordon Newell
1932: Filmdebüt in dem Drama "Street of Women"
1934: Scheidung von Blair Gordon Newell und Heirat mit Drehbuchautor Arthur Sheekman
1946: Eröffnung eines kleinen Geschäftes für Lampen, Tische, Truhen und andere Kunstgegenstände aus Decoupage und eigener Herstellung
1946: Wechsel nach 45 Kinoproduktionen, innerhalb von 14 Jahren, zum Theater
1975: nach 30 Jahren Abstinenz, zurück vor der Kamera für TV und Kino
1984: Erstellung von limitierten, handgemachten Büchern, unter dem Namen "Imprenta Glorias", für Museen und Sammlungen
1997: wichtigste Kinorolle in dem Drama "Titanic"
2004: letzter Spielfilm in "Land of Plenty"
2010: am 26. September, Tod an den Folgen einer Lungenentzündung, in ihrem Haus in West Los Angeles, Kalifornien, USA
Dieses Bild von Gloria Stuart können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Privatleben

Gloria Stuart wurde am 04. Juli 1910, als Gloria Frances Stewart, in Santa Monica, Kalifornien, USA, geboren.

Ihre Mutter, Alice Vaughan Deidrick Stewart, wurde in Angels Camp, Kalifornien geboren. Ihr Vater, Frank Stewart, war ein Anwalt, der viele chinesische Mandanten in San Francisco betreute. Glorias Bruder, Frank, kam 11 Monate später zur Welt. Ein zweiter Bruder, Thomas, starb im Säuglingsalter.

Als Gloria neun Jahre alt war, war ihr Vater, der zwischenzeitlich zum Richter ernannt wurde, auf dem Weg zum Gericht, als er von einem Auto angefahren wurde und an den Folgen seiner Verletzungen starb. Damit ihre Mutter die Kinder durchbringen konnte, nahm sie einen Job am Ocean Park Postamt an.

Alice Stewart heiratete Fred J. Finch, einem aus Kentucky gebürtigen Mann, dem ein lokales Bestattungsunternehmen gehörte. 1924 wurde ihre Halbschwester, Patsy (Patricia Marie Finch) geboren. Glorias jüngerer Bruder, Frank, nahm den Nachnamen Finch an und wurde später zu einem Sportjournalisten für die Los Angeles-Times.

Gloria sollte später die Schreibweise ihres Nachnamens von "Stewart" in "Stuart" ändern, da dieser angeblich besser auf Festzelte und Plakatwände aussehen würde.

Gloria Stuart besuchte die Santa Monica Highschool und schloss sie 1927 ab. Anschließend studierte sie Drama und Philosophie an der Universität von Kalifornien, in Berkeley. Doch im ersten Jahr ihres Studiums lernte Stuart den Bildhauer Blair Gordon Newell kennen und heiratete ihn.

Die Newells lebten in Carmel, Kalifornien, ein Künstlerleben und waren Teil eines Kreises von Künstlern wie Ansel Adams, Edward Weston und Robinson Jeffers.

1934 ließen sich Stuart und Newell in aller Freundschaft wieder scheiden. Gleich darauf heiratete sie den Drehbuchautor Arthur Sheekman. Ein Jahr später, 1935, wurde Tochter Sylvia geboren.

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Obwohl beide Verpflichtungen hatten, überredete Gloria Stuart ihren Mann, 1939, eine Weltreise zu unternehmen. Als sie Frankreich erreichten, meldeten sie sich freiwillig beim französischen Widerstand. Sie wurden jedoch abgelehnt und somit verließen beide Frankreich mit dem letzten Schiff in Richtung New York. Das Ehepaar beschloss in New York zu bleiben, um dort zu arbeiten.

Parallel zu ihren Schauspielertätigkeiten in New York, reiste Stuart durch das Land, um verwundeten Soldaten in Krankenhäusern zu unterhalten. Auch verkaufte sie unterwegs Kriegsanleihen.

Im Jahre 1946 eröffnete sie ein kleines Geschäft, Dekor Ltd., in dem sie Lampen, Tische, Truhen und andere Kunstgegenstände aus Decoupage verkaufte, welche sie selber schuf. Inspiriert durch den Erfolg der primitiven Malerei von Grandma Moses, fing Stuart mit der Ölmalerei an.

Seit 1975 lebte Gloria Stuart zusammen mit ihrem Mann in
einem Pflegeheim, da er an Alzheimer erkrankt war. 1978 starb er an dieser Krankheit.

Anfang der 1980er Jahre erlernte sie die japanische Kunst des Bonsais und war damit das erste amerikanische Mitglied der "California Bonsai Society".

Auch begann sie wieder zu reisen. Sie bereiste mit Freunden oder auf eigene Faust Europa, Indien, Afrika und den Balkan.

1983 freundete sich Stuart wieder mit dem Buchdrucker Ward Ritchie (The Ward Ritchie Press) an, den sie während ihrer College-Jahre kennengelernt hatte. Beide verwitwet, verliebten sie sich ineinander.

Gloria Stuart war von seiner altmodischen Handpresse fasziniert und bat ihn ihr beizubringen, wie sie benutzt wird. Sie kaufte sich ihre eigene Handpresse, etablierte den Namen "Imprenta Glorias" und begann handgefertigte Bücher, durch sehr arbeitsintensive Prozesse, meistens mit einer sehr limitierten Auflage, herzustellen.

Sie schrieb den Text, entwarf das Buch, den Typ, druckte die Seiten und stellte sie mit Aquarellfarben, Siebdruck oder Decoupage, fertig. Bücher von "Imprenta Glorias" fanden sich im Metropolitan Museum of Art, der Library of Congress, der Huntington-Bibliothek, dem J. Paul Getty Museum, der Morgan Library & Museum, dem Victoria and Albert Museum, der Bibliothèque nationale de France und den zahlreichen privaten und universitären Sammlungen.

Als Stuart im fortgeschrittenen Alter nicht mehr in der Lage war die schwere Handpresse zu betätigen, gab sie das Erstellen der Bücher auf und übergab die Handpresse, mit samt ihren seltenen Schrifttypen, dem Mills College.

Bis zu Ward Ritchies Krebstod im Jahre 1996 behielten beide Ihre Firmen.

1999 veröffentlichte sie ihre Autobiografie "I Just Kept Hoping".

Am 04. Juli 2010 feierte Gloria Stuart ihren 100. Geburtstag an der ACE Gallery in Beverly Hills. Die Geburtstagsfeier wurde vom Regisseur von "Titanic", James Cameron und seine Frau Suzy Amis, organisiert. Frances Fisher und Shirley MacLaine gehörten zu den Gästen.

Karriere

Schon während ihrer Schulzeit an der Santa Monica Highschool, spielte Gloria Stuart Theater. Nach ihrem Schulabschluss, im Jahre 1927, war sie bei einigen kleinen Theaterproduktionen beschäftigt.

Nach dem Stuart den Bildhauer Blair Gordon Newell heiratete und sich mit ihm in Carmel, Kalifornien, niederließ, spielte sie am Carmel Playhouse und arbeitete bei der hiesigen Zeitung.

1932 kehrten beide zurück nach Los Angeles und Stuart trat am Pasadena Playhouse auf. Nur kurze Zeit später wurden die Universal Studios auf sie aufmerksam und sie unterschrieb einen Vertrag bei ihnen.

Ihr Filmdebüt gab sie in dem Drama "Street of Women" (1932), von Archie Mayo. Im gleichen Jahr wurde sie auch als eine von 15 WAMPAS Baby Stars, neben Ginger Rogers, gewählt. Die WAMPAS (The Western Association of Motion Picture Advertisers) war ein loser Verbund von Zeitungskolumnisten, Presseagenten und anderen Personen aus dem Medienbereich, die normalerweise 13 junge Künstlerinnen wählten, die das Potential zum Star hätten. 1932 waren es einmalig 15 Frauen.

Sie wurde zur Lieblingsschauspielerin des Regisseurs James Whale und erschien in seinen Kinofilmen wie "Das Haus des Grauens" (1932), "The Kiss Before the Mirror" (1933) und "Der Unsichtbare" (1933).

Da Gloria Stuart in ihrem Leben immer eine Aktivistin war, wurde sie auch ein Gründungsmitglied der "Screen Actors Guild", eine Gewerkschaft für Schauspieler in den USA.

Nach anfänglichen Erfolgen wurde sie mehr und mehr aus dem Rampenlicht gedrängt und erhielt nur noch Rollen bei eher unbedeutenden Produktionen.

Stuart wechselte zu 20th Century Fox und spielte bis Ende des Jahrzehnts in 42 Filmen, wie in Busby
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Berkeleys "Die Goldgräber von 1935" (1935), "Süßer kleiner Fratz" (1936) und "Shirley auf Welle 303" (1938), mit.

Auch bei der 20th Century Fox kam sie nie zu übermäßiger Popularität und Berühmtheit. Dieses und die fehlenden Toprollen waren Gründe mit dafür, dass sie Mitte der 1940er Jahre wieder zurück zum Theater ging. Ihre Theateraufführungen brachte sie auch zu Gastspielen nach Österreich und Italien.

Es sollten knapp 30 Jahre vergehen, bevor Gloria Stuart wieder vor die Kamera trat. Mit dem Fernsehfilm "The Legend of Lizzie Borden" (1975) startete sie eine Reihe von Fernsehproduktionen, im Bereich Film und Serie.

Auf der Kinoleinwand war sie nur noch sporadisch zu sehen. 1982 sah man sie, in einer Nebenrolle, in der Komödie "Ein Draufgänger in New York", von Richard Benjamin. Auch in der Sportkomödie "American Wildcats" (1986), mit Goldie Hawn als Hauptdarstellerin, bekleidete Stuart eine kleine Rolle.

Im hohen Alter von 87 Jahren sollte Gloria Stuart aber noch einmal in aller Munde sein und für ein Millionenpublikum, weltweit, im Kino zu sehen sein. 1997 erhielt sie die Rolle der alten Rose in dem Drama "Titanic". Für diese Rolle erhielt sie eine Oscar Nominierung als beste Nebendarstellerin. Kate Winslet, die die junge Rose spielte, erhielt eine Oscar Nominierung als beste Hauptdarstellerin.

Im neuen Jahrtausend war sie noch in einigen Fernsehproduktionen, unter anderem in "General Hospital" (2002 und 2003), zu sehen.

Ihren letzten Kinofilm drehte Stuart 2004 mit "Land of Plenty", einem deutschen Drama von Wim Wenders.

Tod

Gloria Stuart - Stern auf dem Walk of Fame Gloria Stuart starb am 26. September 2010, im Alter von 100 Jahren, an den Folgen einer Lungenentzündung. Sie verstarb im Schlaf in ihrem Haus in Los Angeles, USA.

Filmpreise und Auszeichnungen

1998: Saturn Award in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" in "Titanic" (1997)
1998: KCFCC Award (Kansas City Film Critics Circle Awards) in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" in "Titanic" (1997)
1998: OFCS Award (Online Film Critics Society Awards) in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" in "Titanic" (1997)
1998: Screen Actors Guild Awards in der Kategorie "herausragende Darstellung einer weiblichen Schauspielerin in einer Nebenrolle" in "Titanic" (1997), geteilt mit Kim Basinger in "L.A. Confidential" (1997)
2000: Eyegore Award
2000: Stern auf dem Walk of Fame (Spielfilm) in Höhe Hollywood Blvd. 6718, am 27 September 2000
2002: Lifetime Achievement Award (Long Beach International Film Festival)

Filmografie

1932: Street of Women
1932: In der Seitengasse (Back Street)
1932: The All-American
1932: Das Haus des Grauens (The Old Dark House)
1932: Air Mail
1933: Laughter in Hell
1933: Sweepings
1933: Private Jones
1933: The Kiss Before the Mirror
1933: The Girl in 419
1933: It´s Great to Be Alive
1933: Secret of the Blue Room
1933: Der Unsichtbare (The Invisible Man)
1933: Skandal in Rom (Roman Scandals)
1934: Beloved
1934: I Like It That Way
1934: I´ll Tell the World
1934: The Love Captive
1934: Dickschädel (Here Comes the Navy)
1934: Gift of Gab
1935: Maybe It´s Love
1935: Die Goldgräber von 1935 (Gold Diggers of 1935)
1935: Laddie
1935: Chicago-Gangster (Professional Soldier)
1936: Der Gefangene der Haifischinsel (The Prisoner of Shark Island)
1936: The Crime of Dr. Forbes
1936: Süßer kleiner Fratz (Poor Little Rich Girl)
1936: Razzia im Süd-Express (36 Hours to Kill)
1936: The Girl on the Front Page
1936: Die Polizei greift ein (Wanted: Jane Turner)
1937: Girl Overboard
1937: The Lady Escapes
1937: Life Begins in College
1938: Change of Heart
1938: Shirley auf Welle 303 (Rebecca of Sunnybrook Farm)
1938: Island in the Sky
1938: Keep Smiling
1938: Time Out for Murder
1938: The Lady Objects
1939: The Three Musketeers
1939: Winner Take All
1939: It Could Happen to You
1943: Here Comes Elmer
1944: The Whistler
1944: Enemy of Women
1946: She Wrote the Book
1982: Ein Draufgänger in New York (My Favorite Year)
1984: Die Auseinandersetzung (Mass Appeal)
1986: American Wildcats (Wildcats)
1997: Titanic
1999: The Titanic Chronicles (Film)
1999: Der Liebesbrief (The Love Letter)
2000: The Million Dollar Hotel
2004: Land of Plenty
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