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Gert Fröbe - * 25. Februar 1913 - † 05. September 1988

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Leben in Daten

1913: am 25. Februar, geboren als Karl Gerhart Fröbe im damaligen Oberplanitz - jetzt Zwickau-Planitz, Deutschland.
1933: Ausbildung zum Bühnenmaler am Dresdner Staatstheater
1935: Schauspielausbildung unter Erich Ponto
1939: festes Engagement am Frankfurter Opernhaus und Schauspielhaus
1946: Anstellung bei den Münchner Kammerspielen
1948: erste Filmrolle in dem Kinofilm "Berliner Ballade"
1953: Heirat mit Filmkritikerin Hannelore Görtz. Scheidung 1959
1962: Heirat mit Rundfunkjournalistin Beate Bach. Scheidung 1968
1964: Internationaler Durchbruch mit "James Bond 007" Produktion "Goldfinger".
1970: Heirat mit Karin Pistorius
1983: letzter Kinofilm in "Der Falke"
1988: am 05. September, Tod durch Herzinfarkt in München. Beisetzung auf dem Waldfriedhof in Icking, Oberbayern.
Morgenstern am Abend mit Gert Fröbe können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Privatleben

Gert Fröbe wurde am 25. Februar 1913 als Karl Gerhart Fröbe, im damaligen Oberplanitz, jetzt Zwickau-Planitz geboren. Er war der Sohn von Karl-Otto Fröbe und Alma Fröbe. Sein Vater war Seilermeister, Lederhändler und Schuster. Seine Mutter eine Hausfrau.

Fröbe wuchs bei seinen Eltern auf und ging auch in seiner Geburtsstadt zur Schule. Nach dem Abitur ging er ans Dresdner Staatstheater und absolvierte dort eine Ausbildung zum Bühnenmaler.

Aufgrund seiner Engagements wechselte Gert Fröbe seit 1937 mehrmals den Wohnort und trat 1940 der NSDAP bei, die er 1944 wieder verließ.

Fröbe war insgesamt fünf Mal verheiratet. Seine erste Frau war Clara Peter. Mit ihr bekam er seinen ersten Sohn Utz. 1953 heiratete er die Filmkritikerin Hannelore Görtz. Mit ihr war er bis 1959 liiert. Der zweite Sohn, Andreas, stammt aus der dritten Ehe mit der Schauspielerin und Sängerin Tatjana Iwanow. 1962 heiratete Gert Fröbe die Rundfunkjournalistin Beate Bach, mit der er bis 1968 verheiratet blieb. Ab 1970 war er mit Karin Pistorius verheiratet.

Nach einer langen Krebserkrankung starb Gert Fröbe 1988 an einem Herzinfarkt.

Karriere

Nach erfolgreich absolviertem Abitur startete Gert Fröbe 1933 am Dresdner Staatstheater eine Ausbildung zum Bühnenmaler. Während dieser Zeit hatte er schon das Schauspielhandwerk ins Auge gefasst. Aus diesem Grund versuchte er ein Treffen mit Erich Ponto, dem Intendanten des Staatstheaters, zu arrangieren. Da Ponte gerne in seiner Freizeit malte, stimmte er dem Treffen zu und erhoffte sich dadurch einige malerische Kniffe von Fröbe erfahren zu können. Fröbe jedoch fing direkt am Anfang der Zusammenkunft an aus Goethes Faust zu rezitieren, worauf Ponto ausrief: Hörn se auf, Hörn se auf, Mephisto ist kein Sachse!. Aus diesem Treffen heraus wurde Gert Fröbe 1935 Schauspielschüler von Erich Ponto.

Nach der Schauspielschule ging Fröbe 1937 nach Wuppertal, um dort am hiesigen Theater sein erstes Engagement anzutreten. Er verzeichnete zunächst mit kabarettistischen und humoristischen Stücken Erfolge. 1939 ging Fröbe nach Frankfurt und wurde fest am Frankfurter Opernhaus und Schauspielhaus engagiert. Am Wiener Volkstheater war er anschließend von 1940 bis 1944 zu sehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt Fröbe 1946 eine Anstellung bei den Münchner Kammerspielen. Hier wurde er besonders für seine Darstellungen im pantomimischen Bereich gefeiert. Zusammen mit Karl Valentin trat er 1947 im Münchner "Simpl" auf. Dort war Gert Fröbe als Rezitator, Pantomime und Jongleur zusehen. Seine erste Filmrolle und damit einen höheren Bekanntheitsgrad erhielt er 1948, als Otto Normalverbraucher in dem Film "Berliner Ballade".

Als Stargast in Günter Neumanns Programm "Schwarzer Markt", im Frankfurter Komödienhaus, überzeugte Gert Fröbe 1950 auf ganzer Linie. Anschließend ging er mit Teilen aus diesem Programm auf Deutschlandtournee. 1954 spielte Fröbe den Detektiv "Eduard Linkers", in Orson Welles Film "Herr Satan persönlich". Ein Jahr später, 1955, folgte der Film "Die Helden sind müde".

1958 erschien mit großem Erfolg der Film "Der Pauker". An der Seite von Heinz Rühmann spielte Gert Fröbe den Nachbarn des Paukers, der ihm zur Unterstützung seiner pädagogischen Tätigkeit, das Catchen beibringt. Mit dieser Rolle unterstrich er nochmals sein Schauspielertalent. Im gleichen Jahr folgte die Verfilmung der tragischen Geschichte der Rosemarie Nitribitt in "Das Mädchen Rosemarie". Ein Jahr zuvor, 1957, spielte Fröbe in Jules Dassins "Der Mann, der sterben muss" und neben Romy Schneider und Horst Buchholz in "Robinson soll nicht sterben".

In dem atemberaubenden Thriller "Es geschah am helllichten Tag" von 1958, stand Gert Fröbe als Kindermörder, wieder an der Seite von Heinz Rühmann, vor der Kamera und gab hierfür eine eindrucksvolle Kostprobe seines vielfältigen schauspielerischen Repertoires ab. Gleich zwei Filmpreise erhielt Fröbe für seine schauspielerische Leistung in "Der Gauner und der liebe Gott" (1961). Zum einen den Ernst-Lubitsch-Preis und zum anderen den Prize San Sebastián, als bester Darsteller.

1962 gab Fröbe, an der Seite von Curd Jürgens, in der Wolfgang Staudtes Brecht-Verfilmung der "Dreigroschenoper", eine seiner besten schauspielerischen Leistungen ab. Zu internationaler Bekanntheit gelangte er 1964 mit seiner Glanzrollen als Gegenspieler und Schurke von Sean Connery in der "James Bond 007" Produktion "Goldfinger". Auch wenn ihm mit diesem Film der internationale Karrieredurchbruch gelangt, musste er es aber hinnehmen, dass er wegen seines starken deutschen Akzents in der Originalversion von dem englischen Schauspieler Michael Collins synchronisiert wurde. Aber bereits in Gert Fröbes nachfolgendem Film von 1965, "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten", wurde auch in der englischen Originalfassung seine eigene Stimme verwendet.

In den 1970er Jahren spielte Gert Fröbe in weiteren 14 Kinofilmen mit. Unter anderem in dem von Ingmar Bergman in München gedrehten Film, "Das Schlangenei", von 1977. Gert Fröbes letzter Spielfilm, "Der Falke", erschien 1983 auf den Kinoleinwänden. Danach trat er nur noch gelegentlich in Fernsehproduktionen auf, bis er 1988 an einem Herzinfarkt starb.

Gert Fröbe beherrschte ein umfangreiches Rollenspektrum, vom differenzierten Charakterdarsteller bis hin zum schwergewichtigen Komiker. Trotz seiner fülligen Masse war er immer in der Lage, durch Bewegung, Haltung und Mimik, differenzierte Charakterstudien zu erstellen. Er war darüber hinaus ein hervorragender Rezitator, der auf seinen Tourneen die Werke von Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern nicht nur verbal, sondern auch mimisch und gestisch darstellte und somit szenische Miniaturen schuf.

Tod

Gert Fröbe litt jahrelang an einem Zungengrundkrebs, von dem er sich wieder zu genesen schien.

Nach einem Rezitationsabend starb er 1988 überraschend an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Waldfriedhof in Icking, Oberbayern, beigesetzt.

Filmpreise und Auszeichnungen

1959: Preis der deutschen Filmkritik
1961: Ernst-Lubitsch-Preis in "Der Gauner und der liebe Gott" (1960)
1961: Prize San Sebastián (San Sebastián International Film Festival) in der Kategorie "Bester Darsteller" in "Der Gauner und der liebe Gott" (1960)
1965: Golden Laurel (3. Platz) in der Kategorie "männlicher Nebendarsteller" in "Goldfinger" (1964)
1967: Bambi
1968: Bambi
1973: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1976: Deutscher Kleinkunstpreis - Förderpreis der Stadt Mainz
1976: Karl-Valentin-Orden
1978: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
1982: Bayerischer Verdienstorden
1984: Goldene Kamera
1985: Silbernes Blatt der Dramatiker Union

Filmografie

1948: Berliner Ballade
1949: Nach Regen scheint Sonne
1950: Die Kreuzlschreiber
1951: Entscheidung vor Morgengrauen (Decision Before Dawn)
1952: Der Tag vor der Hochzeit
1953: Der Mann auf dem Drahtseil (Man on a Tightrope)
1953: Salto Mortale
1953: Die vertagte Hochzeitsnacht
1953: Ein Herz spielt falsch
1953: Arlette erobert Paris
1953: Hochzeit auf Reisen
1954: Die kleine Stadt will schlafen gehen
1954: Morgengrauen
1954: Das Kreuz am Jägersteig
1954: Mannequins für Rio
1954: Das zweite Leben
1954: Ewiger Walzer
1955: Herr Satan persönlich! (Mr. Arkadin)
1955: Vom Himmel gefallen
1955: Der dunkle Stern
1955: Ich weiß, wofür ich lebe
1955: Die Helden sind müde (Les héros sont fatigués)
1955: Das Forsthaus in Tirol
1955: Dunja
1956: Ein Mädchen aus Flandern
1956: Ein Herz schlägt für Erika
1956: Glocken der Heimat - Waldwinter
1957: Kavaliere (Charmants garçons)
1957: Typhon sur Nagasaki
1957: Robinson soll nicht sterben
1957: Der Mann, der sterben muss (Celui qui doit mourir)
1957: Der tolle Bomberg
1957: Das Herz von St. Pauli
1958: Es geschieht Punkt 10... (Échec au porteur)
1958: Nasser Asphalt
1958: Es geschah am hellichten Tag
1958: Das Mädchen Rosemarie
1958: Grabenplatz 17
1958: Der Pauker
1958: Das Mädchen mit den Katzenaugen
1959: Nick Knattertons Abenteuer - Der Raub der Gloria Nylon
1959: Wolgaschiffer (I battellieri del Volga)
1959: ...auch Tote zahlen den vollen Preis (Douze heures d`horloge)
1959: Jons und Erdme - Die Frau des Anderen (Jons und Erdme)
1959: Und ewig singen die Wälder
1959: Menschen im Hotel
1959: Am Tag, als der Regen kam
1959: Der Schatz vom Toplitzsee (Schüsse im Morgengrauen)
1959: Alt Heidelberg
1960: Das kunstseidene Mädchen
1960: Die Nacht der Liebenden (Le bois des amants)
1960: Soldatensender Calais
1960: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse
1960: Bis daß das Geld euch scheidet
1960: Der Gauner und der liebe Gott
1961: Der grüne Bogenschütze
1961: Via Mala
1961: Im Stahlnetz des Dr. Mabuse
1961: Auf Wiedersehen
1962: Die Dreigroschenoper
1962: Die Rote
1962: Das Testament des Dr. Mabuse
1962: Der längste Tag (The Longest Day)
1963: Der Mörder (Le meurtrier)
1963: Heute kündigt mir mein Mann
1963: Heißes Pflaster (Peau de banane)
1964: 100.000 Dollar in der Sonne (Cent mille dollars au soleil)
1964: Tonio Kröger
1964: Der Boß hat sich was ausgedacht (Échappement libre)
1964: James Bond 007 - Goldfinger (Goldfinger)
1965: Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (Those Magnificent Men in Their Flying Machines or How I Flew from London to Paris in 25 hours 11 minutes)
1965: Sturm über Jamaika (A High Wind in Jamaica)
1965: Das Liebeskarussell
1966: Der Boß von Paris (Du rififi à Paname)
1966: Ganovenehre
1966: Brennt Paris? (Paris brûle-t-il?)
1966: Im Dienste der deutschen Armee (Triple Cross)
1967: Donner über St. Petersburg (J´ai tué Raspoutine)
1967: Tolldreiste Kerle in rasselnden Raketen (Rocket to the Moon)
1968: Caroline chérie
1968: Tschitti Tschitti Bäng Bäng (Chitty Chitty Bang Bang)
1969: Montecarlo Rally (Monte Carlo or Bust!)
1971: Der Millionenraub ($)
1972: Ludwig II (Ludwig)
1974: Der Räuber Hotzenplotz
1974: Ein unbekannter rechnet ab
1974: Der Mann ohne Gesicht (Nuits rouges)
1975: Die Öl-Piraten (Docteur Justice)
1975: Mein Onkel Theodor
1976: Die Schuldigen mit den sauberen Händen (Les magiciens)
1977: Das Gesetz des Clans (Film)
1977: Das Schlangenei (The Serpent´s Egg)
1977: Tod oder Freiheit
1978: Der Schimmelreiter
1978: Der Tiefstapler
1979: Blutspur (Bloodline)
1980: Der Regenschirmmörder (Le coup du parapluie)
1983: Der Falke (Banovic Strahinja)
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