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Buster Keaton - * 04. Oktober 1895 - † 01. Februar 1966

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Leben in Daten

1895: am 04. Oktober geboren in Piqua, Kansas, USA
1900: erste Bühnenerfahrung mit seinen Eltern in den Vaudeville-Shows von New York
1916: künstlerische Trennung von seinen Eltern, um eigenen Engagements zu haben
1917: Leinwanddebüt mit dem Film The Butcher Boy von Roscoe Arbuckle
1926: die teuerste Filmszene der gesamten Stummfilmzeit in Der General, durch eine in die Tiefe stürzenden Dampflokomotive wird gedreht
1930: Keatons erster Tonfilm Buster rutscht ins Filmland wird gedreht
1940: Heirat mit der dreiundzwanzig Jahre jüngeren Eleanor Norris, die bei MGM als Tänzerin arbeitet
1940er:  Bühnen- und Varietéengagements in Europa und den USA
1949: Wiederentdeckung und Würdigung seiner technisch innovativen Stummfilmkomödien
1949: erste Auftritte in dem jungen Medium Fernsehen mit The Buster Keaton Comedy Show
1952: gemeinsamer Auftritt mit Charlie Chaplin in Rampenlicht
1959: Buster Keaton erhält den Ehren-Oscar für seine Verdienste um die Filmkomödie
1966: letzte Kinoproduktion mit Toll trieben es die alten Römer
1966: am 01. Februar, verstirbt Keaton im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs
Dieses Bild von Buster Keaton können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Privatleben

Buster Keaton wurde am 04. Oktober 1895 in Piqua, Kansas, USA, geboren.

Keaton wurde als erstes Kind von Hallie Keaton und Myra Keaton, in Piqua, einem kleinen Ort im Mittleren Westen der USA, geboren. Der Familientradition entsprechend, wurde der Sohn nach seinem Vater, aber auch nach seinem Großvater mütterlicherseits benannt.

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Seine Eltern waren zum Zeitpunkt seiner Geburt auf Tournee mit der Mohawk Indian Medicine Show, einer damals üblichen Mischung aus Wunderheilung und Unterhaltung.

Ab 1899 suchten Myra und Joe Keaton ihr Glück in den Vaudeville-Shows von New York.

Nach einem enttäuschenden Start nutzen die beiden ab Oktober 1900 das Talent ihres Sohnes und nahmen ihn mit auf die Bühne. Als "menschlicher Mop" wurde er vom Vater rücksichtslos, aber zum Gaudium des Publikums in die Kulissen geschleudert. Die außergewöhnlich brutal anmutenden Darbietungen entwickelten sich zu einem Publikumserfolg.

Aus den Two Keatons wurden bald The Three Keatons mit Buster als Star.

Da er nahezu seine ganze Kindheit und Jugend im Vaudeville verbrachte, erfuhr Keaton nie eine geregelte schulische Ausbildung.

Im Alter von 21 Jahren beschloss er, sich künstlerisch von seinen Eltern zu trennen und ein eigenes Engagement zu suchen.

1940 heiratete Keaton die dreiundzwanzig Jahre jüngere Eleanor Norris, die bei MGM als Tänzerin unter Vertrag stand. Die glückliche Ehe hielt bis zum Ende seines Lebens.

Karriere

Durch sein akrobatisches Talent machte er schon als Kind Karriere im Vaudeville, ehe er mit einundzwanzig Jahren in den Filmen von Roscoe Arbuckle auftrat. Drei Jahre später begann er mit der Produktion eigener, sehr erfolgreicher Komödien. Mit Der Navigator gelang ihm 1924 der Durchbruch und der Anschluss zu den beliebtesten Komikern seiner Zeit, Chaplin und Lloyd.

1917 spielte Keaton in dem Film "The Butcher Boy" von Arbuckle, welches als sein Leinwanddebüt gilt. Bis 1920 drehte Keaton 15 Two-Reeler (Kurzfilme von etwa 20 bis 25 Minuten Länge) als Partner von Arbuckle. Dann entwarf er nicht nur den Großteil der Gags und der Handlung, sondern führte bald neben Arbuckle Regie.

Mit "Der General", einer 1926 gedrehten, epischen Komödie, die zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs spielt, trieb Keaton seinen Anspruch in Sachen Glaubwürdigkeit und Authentizität auf die Spitze: Er ließ eine historische Dampflokomotive in die Tiefe stürzen. Diese einzelne Szene zählt zu den teuersten der ganzen Stummfilm-Epoche.

In "Wasser hat keine Balken" (1928) realisierte Keaton den vielleicht gefährlichsten und legendärsten Stunt seiner Karriere, indem er eine Hausfassade auf sich kippen ließ und nur durch ein kleines Giebelfenster verschont bleibt.

Im Zuge des finanziellen Misserfolgs seines aufwendigen Films "Der General" wurde Keaton 1928 Schauspieler bei MGM. Sein erster Film bei MGM war "Der Kameramann" (1928). Und sein letzter Stummfilm war "Trotzheirat" (1929). Sein erster Tonfilm war "Buster rutscht ins Filmland" (1930).

1933 wurde er aufgrund anhaltender Konflikte mit dem Firmenvorstand gekündigt und geriet in Vergessenheit. In den 1950er Jahren begann die Wiederentdeckung und Würdigung seiner technisch innovativen Stummfilmkomödien, die heute zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte gezählt werden.

Im Jahre 1934 spielte er in der französischen Produktion Le Roi des Champs-Élysée in der Hauptrolle. Ab 1937 arbeitete Keaton erneut bei MGM. Von 1939 bis 1941 drehte er für Columbia zehn Kurzfilmkomödien. Im Jahre 1939 übernahm er für die Komödie Hollywood Cavalcade die Regie für ein kurzes Film-im-Film-Segment, in dem er auch mitspielte. Nach einem Jahr ohne Filmengagement war er ab 1943 wieder sporadisch in einigen Komödien von Universal und anderer, kleinerer Studios zu sehen.
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Aufgrund der spärlichen Filmarbeit nahm Keaton in den 1940er Jahren einige Bühnen- und Varietéengagements an, sowohl in den USA, als auch in Europa, und kehrte damit zu seinen Wurzeln zurück. Unter anderem absolvierte er im prestigeträchtigen Cirque Medrano in Paris ab 1947 einige erfolgreiche Gastauftritte - zusammen mit seiner Ehefrau.

1949 erinnerte der einflussreiche Filmkritiker James Agee in einem Artikel im Life Magazine tief beeindruckt an den "'stummsten' aller Stummfilmkomiker" (Keaton). Amerikanische Filmclubs begannen, seine Filme - soweit noch vorhanden - wieder zu zeigen: Bis auf Der General, Der Navigator und einige seiner Kurzfilme galten Keatons Stummfilme als zerstört oder verschollen.

Für The Buster Keaton Comedy Show (1949) und The Buster Keaton Show (1950 - 51) spielte Keaton in neuen Sketchen - meist mit seiner Frau. Keaton beendete jedoch diese Reihen nach kurzer Zeit. Es folgten Gastauftritte in Talk-Shows, Serien und anderen Sendungen. Im Bereich der Werbung taten sich ebenfalls für Buster Keaton neue Betätigungsfelder auf. So wurde er Star einiger Industriefilme und drehte zwischen 1956 und 1964 Fernseh-Werbespots für Colgate, Alka-Seltzer, 7-Up, Ford, Milky Way, Budweiser und andere.

1952 kam es zu einem kurzen Auftritt in Charlie Chaplin's Rampenlicht: Erstmals sind die beiden größten Komiker der Stummfilmzeit gemeinsam in einem Film zu sehen, bezeichnenderweise als alternde Vaudeville-Komiker am Ende ihrer Karriere.

Bereits 1959 wurde Keaton ein Ehren-Oscar für seine Verdienste um die Filmkomödie verliehen.

Als letzte Kinoproduktion drehte Keaton unter der Regie von Richard Lester "Toll trieben es die alten Römer" (1966). Zu der Zeit war er gesundheitlich bereits sehr angeschlagen, bei gefährlichen Stunts wurde er diesmal gedoubelt.

Keaton zählte neben Charlie Chaplin und Harold Lloyd zu den erfolgreichsten Komikern der Stummfilmzeit. Wegen seines bewusst ernsten, stoischen Gesichtsausdrucks wurde er The Great Stoneface und Der Mann der niemals lachte genannt.

Tod

Buster Keatons Grab Buster Keaton starb am 01. Februar 1966 im Alter von 70 Jahren in seinem Haus an den Folgen seiner Krankheit (Lungenkrebs).

Filmpreise und Auszeichnungen

1960: Ehren-Oscar für seine einzigartigen Talente, unsterbliche Komödien auf den Bildschirm zu zaubern
1966: Sutherland Trophy - Special Mention (British Film Institute Awards) für Sieben Chancen (1925)

Filmografie

1917: The Butcher Boy
1917: A Reckless Romeo
1917: The Rough House
1917: His Wedding Night
1917: Oh Doctor!
1917: Coney Island
1917: A Country Hero
1918: Out West
1918: The Bell Boy
1918: Moonshine
1918: Good Night, Nurse!
1918: The Cook
1919: Back Stage
1919: The Hayseed
1920: The Garage
1920: One Week
1920: The Round-Up
1920: The Saphead
1920: Buster Keaton als Sträfling (Convict 13)
1920: Neighbors
1920: The Scarecrow
1921: The Haunted House
1921: Hard Luck
1921: The 'High Sign'
1921: The Goat
1921: The Play House
1921: The Boat
1922: The Paleface
1922: Buster und die Polizei (Cops)
1922: My Wife's Relations
1922: The Blacksmith
1922: The Frozen North
1922: The Electric House
1922: Daydreams
1923: The Balloonatic
1923: Das Liebesnest (The Love Nest)
1923: Ben Akiba hat gelogen! (Three Ages)
1923: Die verflixte Gastfreundschaft (Our Hospitality)
1924: Sherlock Junior (Sherlock Jr.)
1924: Der Navigator (The Navigator)
1925: Sieben Chancen (Seven Chances)
1925: The Iron Mule
1925: Der Cowboy (Go West)
1926: Der Killer von Alabama (Battling Butler)
1927: Der General (The General)
1927: Der Musterschüler (College)
1928: Wasser hat keine Balken (Steamboat Bill Jr.)
1928: Der Kameramann (The Cameraman)
1929: Goldjäger in Kalifornien (Tide of Empire)
1929: Trotzheirat (Spite Marriage)
1929: Wir schalten um auf Hollywood (The Hollywood Revue of 1929)
1930: The March of Time
1930: marchen de frente
1930: Buster rutscht ins Filmland (Free and Easy)
1930: Estrellados
1930: Doughboys
1931: Buster se marie
1931: Parlor, Bedroom and Bath
1931: The Slippery Pearls
1931: Buster hat nichts zu lachen (Sidewalks of New York)
1931: Casanova wider Willen
1932: Le Plombier amoureux
1932: Wer andern keine Liebe gönnt (The Passionate Plumber)
1932: Speak Easily
1933: What! No Beer?
1934: The Gold Ghost
1934: Allez Oop
1934: Le Roi des Champs-Élysées
1935: The Invader
1935: Palooka from Paducah
1935: One Run Elmer
1935: Hayseed Romance
1935: Tars and Stripes
1935: The E-Flat Man
1935: The Timid Young Man
1936: Three on a Limb
1936: Grand Slam Opera
1936: Blue Blazes
1936: The Chemist
1936: Mixed Magic
1937: Jail Bait
1937: Ditto
1937: Love Nest on Wheels
1939: Pest from the West
1939: Mooching Through Georgia
1940: Nothing But Pleasure
1940: Pardon My Berth Marks
1940: The Taming of the Snood
1940: New Moon
1940: The Spook Speaks
1940: The Villain Still Pursued Her
1940: Li'l Abner
1940: His Ex Marks the Spot
1941: So You Won't Squawk
1941: Screen Snapshots Series 21, No. 1
1941: General Nuisance
1941: She's Oil Mine
1943: Auf ewig und drei Tage (Forever and a Day)
1944: Mein Schatz ist ein Matrose (Two Girls and a Sailor)
1944: San Diego I Love You
1945: That's the Spirit
1945: That Night with You
1945: She Went to the Races
1946: God's Country
1946: El Moderno Barba Azul
1949: El Colmillo de Buda
1949: The Lovable Cheat
1949: You're My Everything
1949: Damals im Sommer (In the Good Old Summertime)
1950: The Misadventures of Buster Keaton
1952: Paradise for Buster
1952: Rampenlicht (Limelight)
1953: L' Incantevole nemica
1956: In 80 Tagen um die Welt (Around the World in Eighty Days)
1960: Abenteuer am Mississippi (The Adventures of Huckleberry Finn)
1963: The Triumph of Lester Snapwell
1963: Eine total, total verrückte Welt (It´s a Mad Mad Mad Mad World)
1964: Pyjama Party (Pajama Party)
1965: Surf Beach Party (Beach Blanket Bingo)
1965: Bahnfahrt mit Buster Keaton (The Railrodder)
1965: How to Stuff a Wild Bikini
1965: Sergeant Dead Head
1965: Film
1966: The Scribe
1966: Ein General und noch zwei Trottel (Due marines e un generale)
1966: Toll trieben es die alten Römer (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum)
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