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Filmgeschichte

Eine chronologische Auflistung der Filmgeschichte von dem Zeitpunkt an, als die Bilder laufen lernten, bis zum heutigen Tag.

Die Vorgeschichte und Anfänge des Films

1832: Lebensrad Einzelbild LebensradDer Deutschösterreicher Simon Stampfer (1792-1864) und der Belgier Joseph Plateau (1801-1883) entwickelten unabhängig voneinander das s.g. Lebensrad. Das Lebensrad (siehe Bilder) erweckt beim Betrachter den Eindruck von bewegten Bildern. Durch den stroboskopischen Effekt entsteht für den Betrachter eine Bewegung, sobald die Einzelbilder mit Unterbrechung und in ausreichender Geschwindigkeit aufeinanderfolgen. Der gleiche Effekt entsteht beim Betrachten eines Daumenkinos.
1836: Joseph Nicéphore Niépce (1755-1833)Grundvoraussetzung für den Film, wie wir ihn heute kennen, war die Fotografie. Joseph Nicéphore Nièpce (1755-1833) gilt als Erfinder der ersten Fotografie, der ein Verfahren zum Festhalten des Lichts, mittels Chlorsilberpapier, erfunden hatte.
1839: Louis Daguerre (1787-1851)Im Jahre 1839 machte Louis Daguerre (1787-1851) einen weiteren Entwicklungsschritt, indem er die s.g. Daguerreotypie einführte. Ein Daguerreotyp ist ein seitenverkehrtes Foto-Positiv auf Metall, mit dem es erstmals möglich war, die Natur sich selbst abbilden zu lassen.
1872: Eadweard Muybridge (1830-1904)Dem Fotografen Eadweard Muybridge (1830-1904) gelang im Jahre 1872 der Durchbruch, indem er erstmals Serienfotografien von einem galoppierenden Pferd anfertigte. Einige Zeit später erfand Muybridge dann auch ein Vorführgerät, das Zoopraxiskop.
1888: Roundhay Garden Scene (1888)Der Franzose Louis Le Prince (1842-1890) entwickelte als erster eine Filmkamera mit nur einem Objektiv. Damit drehte er die ersten bewegten Bilder, die man aus heutiger Sicht als Film "Roundhay Garden Scene" (1888) bezeichnen kann.
1891: Unabhängig von Le Prince entwickelte William K. L. Dickson (1860-1935) je ein Filmaufnahme- und Betrachtungsgerät, den Kinematographen und das Kinetoskop, bei denen Zelluloidfilmstreifen an einem Objektiv vorbeigeführt werden. Allerdings konnte das Kinetoskop nur von jeweils einem Zuschauer zur selben Zeit benutzt werden.

Die Stummfilmzeit (1895 bis 1927)

1895: Brüder LumièreDie Brüder Skladanowsky sind die ersten in Europa, denen eine öffentliche Filmvorführung zugeschrieben wurde. Im Berliner Varieté Wintergarten präsentierten sie am 1. November 1895, im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms, mit ihrem Bioskop eine 15minütige Aufführung von kurzen Filmen.
In dieser Zeit erfanden auch die Brüder Lumière ihren Cinématographen. Am 28. Dezember 1895 wurde er erstmals öffentlich vorgestellt.
1900: Wanderkinobetreiber verbreiten Ihre Kurzfilme in ganz Europa. In Folge dieser Popularität entstehen die ersten ortsfesten Kinos. In Deutschland hießen die ersten Kinos zunächst Kintöppe, in den USA Nickelodeons.
1902: Einen Grundstein für filmisches Erzählen, präsentierte der Brite George Albert Smith (1864-1959) mit seinem Film "The Little Doctor" (1902). Er zeigt die Nahaufnahme einer Katze in unterschiedlichen Perspektiven und Variationen der Bildgrößen. Somit verlässt Smith als erster die Single Einstellung.
1910: Einige der Filmschaffenden, unter anderem William Fox (1879-1952), Samuel Goldwyn (1882-1974) und Adolph Zukor (1873-1976) ließen sich in Hollywood nieder und legten den Grundstein für die spätere "Traumfabrik".
Es gab zwei Gründe für die Wahl nach Kalifornien zu gehen. Zum einen wollten sie eine große Entfernung zu den brancheninternen Revierkämpfen an der Ostküste bringen. Und zum anderen lag es an dem sonnigen Wetter.
Zu dieser Zeit waren die Filmmaterialien sehr lichtunempfindlich und die Lichttechnik steckte noch in den Kinderschuhen. So war das Tageslicht in Kalifornien sehr wichtig für die Filmbeleuchtung.
1915: Charlie Chaplin im Film The Kid Buster Keaton (1895-1966)Beim Filmpublikum waren Slapstick-Komödien sehr beliebt. Zwei der bekanntesten Vertreter der Komödie waren
Charlie Chaplin (1889-1977) und Buster Keaton (1895-1966).
Charlie Chaplin war schon in den 1910er Jahren mit kurzen Sketchen sehr erfolgreich. "Der Vagabund und das Kind"
(1921) war sein erster abendfüllender Film.
Buster Keaton war als Slapstick Star wegen seiner regungslosen Mimik bekannt. Während Chaplin auch noch in der Tonfilmära aktiv tätig war, endete Keatons Karriere zu dieser Zeit.
1917: Der erste Kinofilm in Farbe "The Gulf between" (1917) erscheint. Bei diesem Film wurde das sogenannte Technicolor-Verfahren verwendet. Dabei wurden die Farben direkt auf dem Film aufgenommen, womit die Filme auch mit normalen Projektoren wiedergegeben werden konnten. Es wurden hierbei zunächst nur zwei Farben verwendet.
1920: Das Cabinet des Dr. CaligariIn Europa besteht mehr das Interesse an kunstvollen Filmen, woraus sich dann Schritt für Schritt die Avantgarde des Stummfilms entwickelte.
Der deutsche Film entwickelte sich eher in die expressionistische Richtung. Als erster expressionistischer Film gilt "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1919) von Robert Wiene (1873-1938) und ist zugleich der erste Horror Film Deutschlands.
1925: Der russische Filmemacher Sergej Eisenstein (1898-1948) beeinflusste die Montagetechnik (Schnitttechnik) maßgeblich. Mit Hilfe seiner Schnitttechniken sollte beim Filmbetrachter ein stimulierender Effekt ausgelöst werden. Vernetzungen (Assoziationsketten) sollten dabei helfen, vom affektiven Erfassen des Gezeigten zum intellektuellen Verständnis der dargestellten Zusammenhänge hinzuführen.
Dieses ist ihm in seinem bekanntesten Film "Panzerkreuzer Potemkin" (1925) sehr gut gelungen. Der Film erzählt von einem Aufstand auf dem gleichnamigen Schiff und der Konfrontation der Meuterer mit der russischen Armee in Odessa. Einige Szenen aus dem Film, darunter die Treppenszene in Odessa, gehören zu den meistzitierten in der Filmgeschichte.

Als die Bilder sprechen lernten und der Hollywood-Aufstieg (1927 bis 1945)

1927: Die Ära des Tonfilms wurde in den USA, mit dem Spielfilm "Der Jazzsänger" (1927) eingeleitet. Seitdem wurde der Tonfilm sehr rasch und konsequent eingeführt, wobei aber dessen Qualität, gegenüber den stilistisch wirkenden Stummfilmen, nachließ.
In den Anfängen des Tonfilms gab es für mehrsprachige Versionen (Synchronisation) noch keine technische Möglichkeit. Aus diesem Grund wurden zunächst Spielfilme für das Ausland mit Untertiteln versehen.
Es wurden aber auch Filme in mehrfacher Ausführung, mit unterschiedlichen Sprachen und Besetzungen gedreht.
In Deutschland wurde nur kurze Zeit später der Tonfilm eingeführt. Der so berühmt gewordene expressionistische Film fand daher sein Ende. Es begann die Zeit der Neuen Sachlichkeit, in der zunehmend sozialkritische Elemente einflossen.
1931: Neue Genre wie Musicals "Die 42. Straße" (1933), Gangsterfilme "Scarface" (1932) und Horrorfilme "Frankenstein" (1931) wurden für das Kino entdeckt.
1933: Das erste Autokino eröffnet in den USA. Kultstatus erreicht das Autokino zwischen 1950 und 1960.
1935: Der erste abendfüllende Spielfilm, "Becky Sharp" (1935) von Rouben Marmoulian (1897-1987), der mit dem Technicolor-Verfahren alle drei Grundfarben nutzte, startete in den Kinos der USA. Erst zwei Jahre später erreichte der Farbfilm mit dem Disney Zeichentrickfilm "Schneewittchen und die sieben Zwerge" (1937) seinen Durchbruch.
1939: Das klassische Hollywoodkino erreichte 1939 seinen Zenit. Die Filme dieser Zeit zeichnen sich oftmals in einem fantasievollem Bild von Glück und Hoffnung aus. Typisch für diese Spielfilme war das "Happy End".
Grund für die goldene Ära des Spielfilms war die Wirtschaftskrise in den USA.
Viele Menschen gingen ins Kino, um den Alltag zu vergessen.

Der Nachkriegsfilm (1945 bis 1960)

1945: In Italien entstanden die ersten europäischen Filme der Nachkriegszeit. Aus Gründen des Materialmangels wurden die Spielfilme sehr minimalistisch hergestellt. Es wurde auf sämtliche Effekte verzichtetet und die Schauspieler waren oft sogar Laiendarsteller. Sie behandelten das Leben der kleinen Bürger und enthielten somit ein großes sozialkritisches Potenzial. Diese Art der Filme wird als Neorealismus bezeichnet.
In Deutschland wurden die sogenannten Trümmerfilme gedreht, die Auswirkungen und das Elend des Krieges zeigten.
Während der europäische Film vor einem Neuanfang stand, lief die amerikanische Filmproduktion weitgehend ihren gewohnten Gang.
1950: Die 50er Jahre wurde in den USA durch einen intensiven Antikommunismus geprägt.
In dieser sogenannten McCarthy-Ära wurden viele Filmschaffende, aufgrund kommunistischer Inhalte, in ihren Filmen verfolgt. Dadurch wurde die Qualität der allgemeinen Filmproduktion weit nach hinten geworfen.
In dieser Ära wurden auch eine große Anzahl an Science-Fiction-Filmen gedreht.
Die meisten dieser Spielfilme handelten von Invasionen Außerirdischer.
1954: Aufgrund des immer populäreren Fernsehens, wurde die Filmindustrie weltweit gezwungen attraktiver zu werden, um dem Publikumsschwund entgegen zu wirken. Aus diesem Grund wurden eine Vielzahl technischer Neuerungen eingeführt.
Es wurde das Breitbildformat und der Stereoton eingeführt. Zugleich wurde der Spielfilm in Farbe zum Standart.
Ein weiterer Versuch die Filme interessanter zu machen, war die Einführung von
3D-Filmen, die sich aber auf Dauer nicht durchsetzen konnten.
All diese Neuerungen konnten allerdings nicht verhindern, dass das Kino eine jahrelange Rezession erfahren musste.
1955: Eine neue Filmvermarktungsstrategie wurde geschaffen und richtete sich an Jungendliche. Helden wie James Dean (1931-1955) boten ein Identifikationspotenzial für junge Menschen. Die populären Autokinos taten den Rest.

Die 1960er bis 1970er

1960-
1979:
Alfred HitchcockDas Golden Age of Hollywood fand in den 1960er Jahren seinen Niedergang. Dies ruhte vor allem auf die Abschaffung des Hays Code. Der Hays Code (Produktion Code) waren Richtlinien des
US-amerikanischen Spielfilms zum Schutz moralischer Werte vor Kriminalität und sexuellen Inhalten.
Weitere Ursachen für den Niedergang des klassischen Hollywoodkinos waren unter anderem die in die Jahre gekommenen Hollywood-Stars wie Cary Grant (1904-1986) und John Wayne (1907-1979). Andere Filmgrößen wie
Humphrey Bogart (1899-1957) und Gary Cooper (1901-1961) waren verstorben. Regisseure wie Alfred Hitchcock (1899-1980) oder John Ford (1894-1973) hatten ihr Hauptwerk abgeschlossen. Viele Spielfilme wurden einfach am Publikum vorbei produziert.
In Europa entstanden in den 1960er Jahren neue kreative Filmströmungen.
Vor allem wurden vermehrt sozial kritische Filme produziert.
In Deutschland wurden nun auch die althergebrachten Filmstile über den Haufen geworfen. Es entstanden neue Filme, die oft politisch brisante Themen zum Inhalt hatten.
Ende der 1960er Jahre folgte auch der US-amerikanische Film die Epoche der Erneuerung mit dem New-Hollywood-Kino. Das amerikanische Kino wird politischer, gesellschaftskritischer und beschäftigt sich zunehmend mit gesellschaftlichen Realitäten wie Sex und Gewalt.

Die 1980er Jahre

1980-
1989:
GhostbustersDas Hollywoodkino der 80er war geprägt von den sogenannten Sequels (Fortsetzungen). Beispiele für Fortsetzungen waren: "Rocky", "Rambo", "Zurück in die Zukunft", "Beverly Hills Cop", "Ghostbusters", etc.
Da die Alt-Stars, wie Marlon Brando, immer höhere Gagen verlangten, setzte Hollywood nicht auf Experimente und Kunstfilme, sondern auf altbewährte Filmrezepte.
In Deutschland waren die Filme der 70er Jahre geprägt vom Deutschen Herbst. Anfang der 80er versuchte eine neue Generation von Produzenten und Regisseuren, aus dieser Konstellation auszubrechen und produzierte eine andere Art von Kinofilmen. Es entstanden Großproduktionen wie "Der Name der Rose",
"Die unendliche Geschichte" und "Das Boot". Viele Filme wurden in Englisch gedreht, um damit die internationale Verkaufbarkeit zu beschleunigen.

Die 1990er Jahre

1990-
1999:
Quentin TarantinoDie Neunziger Jahre waren das Jahrzehnt, indem die Budgets der Hollywood-Produktionen in schwindelnde Höhen stieg. Neue Techniken, wie computergenerierte Spezialeffekte, hielten Einzug in viele Spielfilme, besonders in Action- und Fantasy-Filme.
Der Begriff Blockbuster wurde populär. Vor allem durch die besonders teuren Produktionen wie "Titanic", "Armageddon" und "Jurassic Park".
Auch der sogenannte Independentfilm erhielt in den Neunziger Jahren eine größere Bedeutung. Die zumeist mit niedrigerem Budget produzierten Spielfilme, besonders von Quentin Tarantino und den Coen-Brothers, konnten aber beachtliche Erfolge erzielen. Viele Independentfilme waren zwar keine Markterfolge, wurden aber im Laufe der Zeit zu Kultfilmen.
Der Deutsche Film konnte in den Neunziger Jahren auch beachtliche Besucherrekorde verzeichnen. Dabei waren vor allem Komödien wie "Schtonk!",
"Der bewegte Mann" und "Knockin’ on Heaven’s Door" im Fokus der Kinobesucher und stießen zum Teil auch im Ausland auf Beachtung.
1995: Der erste komplett computeranimierte Trickfilm, "Toy Story" von Pixar, erschien als abendfüllender Spielfilm in den Kinos. Weitere Kassenschlager folgten, wie
"Das große Krabbeln" (1998), "Antz" (1998), "Ice Age" (2002), etc.

Das neue Jahrtausend

2000-
heute:
Das neue Jahrtausend setzte die Trends zu den High-Budget-Produktionen fort. Dabei erhielten Fantasy-Filme wie "Der Herr der Ringe", "Harry Potter" und "Star Wars" einen neuen Aufwind.
2009: Nach langem zögern der Kinobetreiber begann die UCI-Kinogruppe die Mehrzahl ihrer Multiplex-Kinos mit den neuen 3D-tauglichen Digitalprojektoren umzurüsten. Damit wurden dann, die bis zu 35 Kilogramm schweren Filmrollen überflüssig.
2010: Der 3D-Trennt setzte sich unvermindert fort. Immer mehr Filme wurden auch in der raumgreifenden Fassung gedreht. Das war nicht zuletzt dem Megahit "Avatar" zu verdanken. Im April existierten bereits 350 Kinos, mit mindestens einem 3D-Filmsaal, in Deutschland. Eine Liste alle Kinos mit 3D-Technik finden Sie unter kinos3d.de.
2013: Wenngleich es weltweit in vielen Ländern wirtschaftliche Schwierigkeiten gab, ging die Digitalisierung der Kinos stetig voran. Am 01. Januar 2013 waren weltweit 75 % (90.142 Kinosäle) mit DLP-Cinema- oder SXRD-Technik ausgestattet. In Europa lag der Anteil bei 70 %. In Deutschland wurde beim Kartenverkauf an den Kinokassen erstmals die eine Milliarden-Euro-Grenze überschritten.