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Lichter der Großstadt (City Lights) - Komödie von Charlie Chaplin

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9/10  verstorbene-filmstars.de Bewertung 9/10 - hervorragend
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Filmdaten

Deutscher Titel: Lichter der Großstadt
Originaltitel: City Lights
Filmlänge: 82 Minuten
Genre: Komödie
Produktionsland: USA
Premiere: 1931
Budget: unbekannt
Regie: Charlie Chaplin
Schauspieler:
Charlie Chaplin - Landstreicher
Virginia Cherrill - junge blinde Blumenverkäuferin
Florence Lee - ihre Großmutter
Harry Myers - exzentrischer Millionär
Allan Garcia - sein Butler
Hank Mann - Preisboxer
Henry Bergman - Bürgermeister / Nachbar des blinden Mädchens
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Handlung

Bei einer feierlichen Enthüllung einer Statue wird der Tramp Charlie schlafend auf ihr erwischt. Nach einigen Aufforderungen durch die Polizei, die Statue zu verlassen, gelingt es ihm, wenn auch tollpatschig, nach einiger Zeit.

Am Nachmittag als Charlie so durch die Strassen bummelt, wird er an einer Stelle von einer jungen und hübschen, aber blinden Blumenverkäuferin angesprochen, ob er ihr nicht eine Blume abkaufen möchte. Charlie bemerkt zuerst gar nicht, dass sie blind ist. Als er es dann doch mitbekommt, kauft er ihr sofort eine Blume ab und ist sogleich von ihr angetan. Als er dann weggeht, meint sie, er wäre ein sehr reicher Mann, da in diesem Augenblick ein Millionär in sein Auto einsteigt und die Wagentür zuknallen lässt. Sie ruft dem Wagen noch nach, dass er noch Wechselgeld zurück erhält. Aber da ist der Wagen bereits weggefahren. Charlie hat alles mit angesehen und möchte sich nun nicht als armer Tramp zu erkennen geben und schleicht sich auf leisen Sohlen davon, kommt aber nach kurzer Zeit wieder zurück, um sie zu beobachten.

Des Nachts will sich ein total betrunkener Millionär das Leben durch ertränken nehmen. Als Charlie dieses Vorhaben zufällig sieht, kann er den Millionär überzeugen, dass das Leben doch lebenswert ist. Der Millionär ist ihm so dankbar, dass er Charlie mit zu sich nach Hause nimmt, um ihn bei sich wohnen zu lassen.

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Zu Hause in der Millionärs Villa angekommen begießen die beiden ihre neue Freundschaft mit viel Schnaps. Nach einem weiteren depressiven Anfall des Millionärs fahren sie in ein Tanzlokal. Dort verbringen die beiden sturzbetrunkenen Männer mit Essen, Trinken und Tanz, den Rest des Abends.

Als es draußen schon hell geworden ist, verlassen beide das Tanzlokal und fahren in einer waghalsigen Autofahrt selber das Auto zurück zur Millionärs Villa.

Vor der Villa geht rein zufällig die blinde Blumenverkäuferin an Charlie vorbei. Schwind leiht er sich von seinem neuen Freund ein paar Dollar und rennt hinter ihr her. Als er sie eingeholt hat, kauft er ihr ihre gesamten Blumen ab, übergibt sie dem Butler und fährt das hübsche Mädchen mit dem Auto nach Hause. Vor ihrer Haustür verabschiedet sich Charlie voller Zuneigung von ihr.

Als Charlie wieder zurück zur Millionärs Villa gekommen ist, wird er nicht wieder hinein gelassen und der nun ausgenüchterte
Millionär kann sich nicht mehr an ihn erinnern. So muss Charlie wieder sein Tramp Dasein fristen.

Die blinde Blumenverkäuferin erzählt ihrer Großmutter von ihren Erlebnissen mit Charlie und ist auch ganz von ihm angetan.

Am Nachmittag trifft Charlie vor einem Lokal wieder auf den Millionär, der abermals völlig betrunken ist. Sogleich wird Charlie von ihm wieder erkannt und als Freund und Retter in der Not mit nach Hause genommen. Dort gibt der Millionär Charlie zu Ehren eine feucht fröhliche Party.

Am kommenden Morgen das gleiche Spiel. Als der Millionär wieder nüchtern ist, kann er sich nicht an Charlie erinnern und lässt ihn mittels seiner Dienerschaft, aus seiner Villa, entfernen. Danach trifft er Vorbereitungen für eine Europa Reise.

Charlie sucht nun nach der hübschen Blumenverkäuferin. An den Orten, wo sie sonst ihre Blumen verkauft, findet er sie nicht. Als er dann zur ihr nach Hause geht und durch das Fenster schaut, sieht er, wie sie krank im Bett liegt und ein Arzt sie untersucht. Daraufhin beschließt Charlie Arbeit zu finden, um seiner Angebeteten helfen zu können.

Gesagt, getan! Charlie erhält einen Job bei der Straßenreinigung. Er fährt mit seinen Reinigungskarren durch die Strassen und soll vor allem Pferdemist aufsammeln. Er tut es zwar, aber nicht mit der notwendigen Intensität.

Derweilen erhält die Großmutter der blinden Blumenverkäuferin einen Brief von ihrem Vermieter und soll die noch ausstehenden Mieten von 22$ bis zum kommenden Morgen begleichen. Ihre Nichte bemerkt, dass ihre Oma traurig ist, doch sagt sie nichts, sondern nimmt den Blumenkorb und geht aus dem Haus, um Blumen zu verkaufen, damit ihre Nichte den "reichen Mann" Charlie treffen kann.

Während der Mittagspause zieht sich Charlie schnell um und eilt zu seiner Angebeteten. Es wird zwar schwer, einen Gentleman ohne Millionen zu spielen, aber er wird sein Bestes geben.

Charlie hat ihr Obst, Gemüse und eine Gans mitgebracht, worüber sich das hübsche Mädchen freut. In der auf dem Tisch liegenden Zeitung sieht Charlie einen Artikel über einen Wiener Arzt, der Augenkrankheiten heilen kann und liest ihn seiner
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Angebeteten vor. Sie ist gerührt und meint, dass sie ihn dann auch sehen könnte. Charlie will ihr helfen, dass sie Geld für die Reise und die Operation zusammen bekommt.

Als er ein altes Fotoalbum vom Regal holt und es aufschlägt fällt der Brief des Vermieters heraus. Das Blinde Mädchen hat das gehört und bittet Charlie ihr den Brief vorzulesen. Er tut dies und das Mädchen fängt sofort an zu weinen, da sie das Geld für die Miete nicht besitzt. Charlie weiß zwar auch nicht, wie er an das Geld kommen soll, verkündet aber großspurig, dass er am kommenden Morgen die Miete als erstes bezahlen wird und verlässt daraufhin die Wohnung.

Charlies Aufenthalt bei ihr hat so lange gedauert, dass er viel zu spät von seiner Mittagspause zurück auf der Arbeit erscheint. Sein Chef hat kein Mitleid mit ihm und feuert ihn gnadenlos.

Zum Glück findet er sofort wieder einen neuen Job. Charlie wird auf der Strasse von einem Boxer angesprochen, der ihn für einen getürkten Boxkampf gegen ihn engagieren will. Es geht um 50$, die sich beide dann teilen sollen. Charlie willigt ein und so sehen sie sich abends in der Umkleide zum Boxring wieder. Als aber sein Gegner die Nachricht ereilt, dass er von der Polizei gesucht wird, verschwindet er prompt und lässt Charlie, ohne ein Wort zu sagen, alleine zurück. Der Boxchef hat nun keinen Gegner für Charlie und sieht schon seine Einnahmen schwinden. Da spricht er aber einen Mann auf der Strasse an und fragt ihn, ob er gegen Charlie antreten will. Der Mann sieht Charlie an und willigt sofort ein. Da dieser sich als Schläger entpuppt, bekommt Charlie weiche Knie und will ihm einen Deal vorschlagen. Doch der Schläger lehnt ab, da er die gesamten 50$ für sich haben möchte.

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Charlie schafft es im Boxring durch List und Tücke seinen Gegner immer wieder gekonnt auszuweichen. Das gelingt bis kurz vor dem Ende der zweiten Runde. Dann geht Charlie KO und wird aus dem Ring getragen.

Als er sich von seinem KO wieder erholt hat, wandert er durch die Strassen der Stadt, mit der Hoffnung, das Geld für seine Angebetete auftreiben zu können.

Vor einem Theater kommen die Gäste nach einer Vorstellung hinausgeströmt. Darunter auch der wieder mal total betrunkene und aus Europa zurückgekehrte Millionär. Er sieht Charlie und nimmt ihn sofort wieder in die Arme. Danach fahren sie gemeinsam zu seiner Villa, in der bereits zwei Einbrecher eingedrungen sind und sich vor den hereinkommenden verstecken.

Charlie klagt über sein Leid, das er Geld für seine Angebetete benötigt, aber er es nicht so schnell verdienen kann. Der Millionär gibt ihm daraufhin 1000$ und wird sogleich von den Ganoven niedergestreckt. Charlie kann noch die Polizei rufen, während sich die Einbrecher das restliche Geld vom Millionär schnappen und verschwinden.

Als die Polizei eintrifft wird Charlie beschuldigt dem Millionär überfallen zu haben. Und als der niedergeschlagene erwacht, kann er sich nicht an Charlie und auch nicht daran erinnern, dass er ihm 1000 Dollar gegeben hat.

Charlie gelingt aber die Flucht und gibt seiner Angebeteten das Geld für die Miete und der Augenoperation. Sie ist gerührt und will es erst gar nicht annehmen. Doch Charlie erklärt ihr, dass das Geld für ihn als Millionär doch nicht weh tut. Dann verabschiedet er sich wehleidig von ihr, da er nicht möchte, dass sie ihn später als Tramp sieht und nicht als Millionär, für den er sich die ganze Zeit ausgegeben hatte.

Zurück auf der Strasse wird Charlie sofort verhaftet und ins Gefängnis gesteckt.

Nach einem halben Jahr wird er wieder aus der Haft entlassen. Total zerfleddert schlendert er die Strassen entlang und kommt auch an der Stelle vorbei, wo damals die blinde Blumenverkäuferin ihre Blumen verkauft hat. Doch dort ist sie nicht mehr.

Unter dessen war die Augenoperation in Wien ein voller Erfolg und nach ihrer Rückkehr hat sie ein Blumenladen aufgemacht, welcher erfolgreich läuft. Als ein reicher, junger und gut aussehender Mann in ihren Laden kommt und Blumen bestellt, denkt sie, dass es ihr Gönner war und freut sich, dass er doch zurück gekommen ist.

Nach einer Weile taucht der bemitleidenswerte Charlie zufällig vor ihrem Laden auf und sieht sofort, dass die Augenoperation erfolgreich war. Er kann seinen Blick nicht von ihr lassen. Als sie es bemerkt, sagt sie zu ihrer Angestellten, dass sie wohl einen neuen Verehrer hat. Da Charlie so heruntergekommen aussieht, will sie ihm eine Geldmünze und eine Blume schenken. Zuerst will er dieses nicht annehmen. Doch als sie darauf behaart, nimmt er die Blume und das Geld an. Dabei berühren sich ihre Hände und sie bemerkt, dass er es ist, der ihr aus der Not geholfen hat.

Hintergrundinformationen

  • Die Arbeiten an dem Film dauerten 3 Jahre (1928 - 1931). In dieser Zeit gab es den Tonfilm bereits (1927 "Der Jazzsänger") und war somit auch schon etabliert. Chaplin war aber davon überzeugt, dass der Tonfilm den Untergang der pantomimischen Komik mit sich bringen würde. Aus diesem Grund produzierte er "Lichter der Großstadt" noch als Stummfilm. Er behielt Recht und der Film wurde Chaplins größter Erfolg in seiner bisherigen Karriere.
  • Zum ersten Mal produzierte Charlie Chaplin die Filmmusik selber. Sonst war es bei ihm üblich, dass seine Filme von einem Klavierspieler oder einem kleinen Orchester im jeweiligen Kino live begleitet wurden. Er konnte zwar keine Noten lesen, aber seine Einfälle wurden von erfahrenen Musikern in Klang umgesetzt.
  • Chaplin war bekannt dafür, dass er oftmals eine Affäre mit seiner aktuellen Hauptdarstellerin hatte. Bei Virginia Cherrill war dem nicht so. Beide konnten sich nicht ausstehen. Auch hatte er sie kurzzeitig entlassen, da sie einmal vor Drehschluss den Set verlassen wollte. Da aber der Film kurz vor dem Abschluss stand und er ihn nicht neu drehen wollte, stellte er sie deshalb wieder ein.
  • Für den Boxkampf griff Chaplin wieder seinen eigenen Kurzfilm "Der Champion" (1915) auf und variierte die Grundidee so, dass neue Witze entstanden.

Auszeichnungen

1991: Aufnahme in das National Film Registry, US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden.