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Gothic - Mysterythriller von Ken Russell

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verstorbene-filmstars.de Bewertung
7/10  verstorbene-filmstars.de Bewertung 7/10 - gut
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Filmdaten

Deutscher Titel: Gothic
Originaltitel: Gothic
Filmlänge: 87 Minuten
Genre: Mystery-Thriller
Produktionsland: England
Premiere: 1986
Budget: unbekannt
Regie: Ken Russell
Schauspieler:
Natasha Richardson - Mary Shelley
Gabriel Byrne - Byron
Julian Sands - Shelley
Myriam Cyr - Claire Clairmont
Timothy Spall - Dr. Polidori
Alec Mango - Murray
Andreas Wisniewski - Fletcher
Dexter Fletcher - Rushton
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Handlung

Der launische Dichter Lord Byron und sein Leibarzt John Polidori halten sich unter den Augen der Öffentlichkeit, insbesondere unter den Augen der Touristen, am Genfersee in der Villa Diodati im schweizerischen Exil auf. Sie bekommen Besuch vom Dichter Percy Shelley mitsamt seiner Verlobten Mary Godwin und ihrer Halbschwester Claire Clairmont, welche ein Verhältnis mit Byron hat. Allerdings ist sie einerseits von seiner Ich-Bezogenheit total abgestoßen, andererseits ist sie ihm total verfallen.

Auch sein Leibarzt ist in den exzentrischen Byron verliebt, wird allerdings häufig von ihm erniedrigt, obwohl er dessen Biografie schreiben soll. Mary ist die Zurückhaltendste von allen, da sie von deren Skurrilität eher irritiert als begeistert ist. Ihr Mann Shelley ist der einzige, der Byron annähernd das Wasser reichen kann.

Als beim Abendbrot alle versammelt an einem Tisch sitzen versucht Claire, Byron wegen seines Klumpfußes zu belächeln, der jedoch sofort kontert. Um die Situation zu retten beschließen die Bekannten, Verstecken zu spielen. Da das Haus sehr groß und verwinkelt ist, bietet es sich dafür an. Mary und Percy entdecken bei dem Spiel in den dunkelsten Ecken seltsame, aber auch lustige Dinge, wie zum Beispiel elektrische Puppen. Die Gesellschaft geht an dem Abend ihrem skurrilen Dasein nach. Als ein Gewitter aufzieht, tanzt Percy ohne Kleidung auf dem Dach rum und brüllt Sätze von Blitzen als elementarer Energie. Die ruhige Mary verfolgt das Geschehen aufmerksam. Byron betitelt Percy später als modernen Prometheus als dieser später über Alchemie, über das Werk der Schöpfung und über Träume, die der Sitz der Seele seien, philosophiert.

Zu späterer Stunde sitzen alle gemeinsam am Kamin und lesen gemeinsam in einer Kollektion deutscher Gruselgeschichten mit dem Namen "Phantasmagoria". Dabei genießen sie eine Opiumtinktur und geben sich ihren sexuellen Gelüsten hin. Als Byron sich vor Blutegeln, die Polidori auf dem Buffet versteckt hat, erschrickt, weil diese auch in einer der Gruselgeschichten vorkamen, kommt Claire auf die Idee, dass sie doch alle selbst Geschichten erfinden könnten. In diesem Moment schlägt draußen ein Blitz in einem Baum ein, woraufhin tanzende Schatten auf der Decke erscheinen. Alle gehen in den Gedanken des Totenkultes auf, nur Mary ist wieder angewidert. Polidori erzählt sie davon, dass sie eine Totgeburt hatte und immer noch Angst hat, wenn sie die Momente hat, an denen sie glaub, ihr verlorenes Kind sei noch am Leben. Auch von der Beziehung zu Shelley berichtet sie ihm.

Anschließend hält die Gesellschaft mit einem Schädel eine spiritistische Sitzung ab, bei der Claire in totale Trance verfällt. Sie erleidet einen epileptischen Anfall, worüber Byron nur lachen kann. Mary ist jedoch besorgt und berichtet, dass so etwas früher schon öfter passiert sei und Claire bei der Familie als Besessene abgestempelt wäre, weil jedes Mal, wenn Claire einen Anfall hatte, dies seltsame Begebenheiten zur Folge hatte. Außerdem hat sie Angst, das Byron Claire fallen lassen wird, wenn sie im hilflos ausgeliefert ist.

Als Polidori sich bei Byron für die Blutegel entschuldigen will, spricht dieser ihn mit Rotwein von der Sünde frei, demütigt ihn aber direkt danach wieder. Polidori rennt weinend aus dem Raum und Byron bestellt sich ein Dienstmädchen auf sein Zimmer, um sich sexuell Ablenkung zu suchen. Dies klappt aber nicht, da er in Gedanken bei seiner Halbschwester Augusta ist, welche er in England zurücklassen musste als er kurzfristig das Land verlassen musste wegen der inzestuösen Beziehung zu dieser.

Wegen der Sorgen um Claire kann Mary nicht schlafen. Als sie jedoch halb weg nickt, hat sie einen Albtraum. Der Incubus auf dem Bild, welches in ihrem Zimmer hängt, wird lebendig und fällt sie an. Als sie schweißgebadet wieder aufwacht, meint sie eine Person auf dem Balkon zu sehen und verfällt in Panik. Shelley, der inzwischen herbeigeeilt kam, versucht die aufgewühlte Mary zu beruhigen.

Ein paar Stunden später geht Percy zum Schuppen, da dort, durch den noch immer wütenden Sturm immer eine Tür auf- und zuschlägt. Er hört seltsame Geräusche aus dem Schuppen als er vergeblich versucht die schlagende Tür zu schließen. Als er ihn betritt, bildet er sich ein zwischen all den Spinnwegen eine furchtbare Kreatur zu entdecken. Erflüchtet schreiend und bricht zitternd in der Eingangshalle des Hauses zusammen. Byron findet ihn dort und Shelley wirft ihm vor mit seinem skurrilem Dasein die Höllenbrut erweckt zu haben und dass er Angst habe Narkolepsie zu haben und dann lebendig begraben zu werden. Als Byron versucht ihn zu beschwichtigen taucht Mary auf und Shelley rennt davon. Mary macht Byron Vorwürfe wie er mit Claire umgeht, dass er ein selbstverliebter Vampir sei, der jeden quält. Sie erzähl ihm auch, dass Claire schwanger von ihm ist. Jedoch hält ihn das nicht davon ab zu versuchen Mary zu küssen, die aber davonläuft.

Byron flüchtet begeistert in Claires Zimmer nachdem er im Keller des Hauses eine seltsame schleimige Flüssigkeit vorfand, die sich bewegte. Ungeachtet der Tatsache, dass Claire dort halb schlafend halb wach liegt, befriedigt er sie oral. Danach ist sein Mund blutverschmiert. Zur gleichen Zeit dreht Polidori durch. Er bildet sich ein, die Erniedrigung seines Hausherren nicht mehr ertragen zu können und berauscht sich daran, seine blutige Hand immer wieder auf einen Nagel in der Wand zu schlagen.

Beim Aufgang zum Dachboden entdeckt Percy mit Mary auch eine schleimige Spur. Mary denkt jedoch, dass dies Überreste von Regenwasser gemischt mit verfaulten Blättern deutet, ist Percy davon überzeugt, dass dies Spuren der Verwesung sind. In dem Moment hört Percy Claire laut lachen und lässt Mary eifersüchtig zurück. Im Treppenhaus der Dienstboten entdeckt Mary einen am Hals zerbissenen mit Blut überströmten Polidori.

Vor der Gruppe versichert er, dass er angefallen wurde, jedoch glaubt Byron ihm nicht und wirft ihm vor, sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben. Der Lord meint, dass die ganze Gruppe sich die vorgefallenen Ereignisse nur eingebildet hat. Damit kann er die Gruppe allerdings nicht überzeugen. Shelley meint, dass die Kreatur, die sie vorhin erschaffen habe sie nun heimsuchen und bestrafen werde für die Sünde die sie der Schöpfung zugefügt hätten und damit Gott herausgefordert haben.

Neben einer Schleimpfütze liegt Claire in der Zwischenzeit leblos auf dem Boden.

Percy ist der Überzeugung, dass das Monster aus ihren unterbewussten Sehnsüchten und Ängsten entstanden ist. Der Leibarzt erzählt dann davon, was Mary ihm im Vertrauen erzählt hatte, dass sie eine Totgeburt hatte und die anderen überhäufen ihn mit Vorwürfen zu seiner Homosexualität, die er sich nicht selbst eingesteht. Just in dem Moment hören sie einen lauten Schrei aus dem Zimmer von Claire und stürmen dorthin. Shelley hat sich in der Zwischenzeit bewaffnet und schießt auf eine Gestalt in Claires Zimmer, sieht dann dass er nur seinen eigenes Spiegelbild abgeschossen hat. Dann bemerkt er, dass Claire nicht mehr in ihrem Zimmer ist. Im Billardzimmer findet er sie dann halb nackt, ihre Brustwarzen haben sich zu Augen verwandelt. Polidori will sie vergiften, da er glaubt, dass sie der Grund aller Vorkommnisse ist.

Der Lord schlägt dann vor, dass es sicher Möglich ist das Ungeheuer in einer erneuten spiritistischen Sitzung zu vertreiben. Polidori, der nicht daran teilnehmen will, versucht Byron und Shelley zu erschießen. Da aber seine Waffe nicht geladen ist, gelingt ihm dies nicht und er flieht nach dieser erneuten Demütigung in den Schuppen um sich dort am Rücken eines Pferdes zu erhängen. Als das Pferd losläuft, löst sich das Seil vom Balken und sein Selbstmord misslingt. Er beobachtet eine Kreatur, die auf dem Pferd landet und mit ihm davonreitet.

Da sie für die erneute Sitzung Claire benötigen suchen Mary, Percy und der Lord diese. Sie finden diese total verdreckt im Keller wie sie gerade eine Ratte totbeisst. Byron und Shelley ziehen auch ihre Kleidung aus und beschmieren sich mit Dreck. Nur Mary hat wieder Zweifel, sie hält nach wie vor Byron für den Übeltäter. Als sie ihm vorwirft, dass er mit seiner eigenen Schwester geschlafen hat, reisst er sie zu Boden. Die anderen versuchen mit dem Schädel aus der ersten Sitzung die Situation zu retten, jedoch schlägt Mary mit einem Stein den Schädel kaputt und versucht dann mit einem Schädelsplitter Byron zu erstechen. Shelley kann aufhalten und Mary flüchtet auf ihr Zimmer, wo plötzlich jemand an der Türklinke dreht und dabei "Mama" ruft. Als sie die verschlossene Tür öffnet, sieht sie ihr totes Kind im Treppenhaus liegen.

Verschrocken schließt Mary die Tür wieder und findet sich plötzlich in einem runden Raum mit vielen Türen wieder. Als sie die verschlossenen Türen öffnet, hat sie bei jeder verschiedene, verstörende Visionen. Erst sieht sie sich bei der Totgeburt ihres Kindes zu, dann wie die anderen der Gesellschaft ihr Kind begraben und Polidoris wie aus seinem toten Mund Kakerlaken krabbelt und zuletzt wie sie ihr frisches Kind neben seinem eigenen Skelett aufgebahrt hat. Weitere Visionen sind, dass sie mit ansieht wie Shelley verbrannt wird bei lebendigem Leibe und der Lord mit Blutegeln übersät nach seiner Augusta brüllt. Da sie diese Eindrücke gar nicht verarbeiten kann und sie für eine Vorschau in die Zukunft hält, will sie sich vom Balkon stürzen. Shelley kommt aber erneut dazwischen und hält sie davon ab, indem er sie beruhigt und ihr sagt, dass der Sturm vorüber sei.

Als Mary am nächsten Morgen erwacht ist strahlender Sonnenschein und die anderen sitzen fröhlich beim Frühstück im Garten. Während Mary sich noch Gedanken macht, dass das furchtbare Geschöpf zurückkehrt, beschwichtigt Byron ihr Gemüt, indem er sagt, dass solche Aktionen doch nur dem Zeitvertreib und der Unterhaltung dienen. Mary hat nun vor ein Buch über die Geschichte dieser Nacht zu schreiben, über das Geschöpf, das nach Vergeltung sucht und alle Beteiligten in den Tod treibt.

Am Ende sieht man die Gegenwart wie Touristen die Villa besuchen und ein Führer ihnen die Geschichte jener Nacht erzählt. Man sieht dann nur noch eine Kinderleiche im See treiben.
Trenner Handlung - Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

  • Der Filmtitel bezieht sich auf den Namen, mit dem die phantastische englische Literatur früher betitelt wurde "Gothic Novel".
  • Der Film wurde in einem englischen Landhaus namens Gaddesden Place gedreht und nicht am Originalschauplatz.
Trenner Hintergrundinformationen - Auszeichnungen

Auszeichnungen

1987: International Fantasy Film Award für die besten Spezialeffekte