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Ein König in New York (A King in New York) - Komödie von Charlie Chaplin

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7/10  verstorbene-filmstars.de Bewertung 7/10 - gut
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Filmdaten

Deutscher Titel: Ein König in New York
Originaltitel: A King in New York
Filmlänge: 110 Minuten
Genre: Komödie
Produktionsland: England
Premiere: 1957
Budget: unbekannt
Regie: Charlie Chaplin
Schauspieler:
Charlie Chaplin - König Shahdov
Maxine Audley - Königin Irene
Jerry Desmonde - Premierminister Voudel
Oliver Johnston - Botschafter Jaume
Dawn Addams - Fernsehproduzentin Anne Kay
Sidney James - Fernsehjournalist Johnson
Joan Ingram - Mrs. Cromwell
Michael Chaplin - Rupert Macaby
Harry Green - Anwalt
Phil Brown - Professor
Ein König in New York können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Handlung

Bürgerrevolution in Estrovia. König Shahdov musste in die USA fliehen und hat das Staatsvermögen in Form von Aktien und Effekten mitgenommen. Er wollte in seinem Land die Atomenergie für friedliche Zwecke nutzen, um somit seinem Land ein modernes Leben zu ermöglichen. Doch seine Minister wollten auch Waffen produzieren und so kam es zu seiner Absetzung.

In New York angekommen, schmeißt er sich gleich in das Nachtleben. Doch New York ist ihm ein wenig zu laut. Er geht mit seinem Botschafter ins Kino, bleibt aber dort nicht lange.

Anschließend gehen beiden in ein Restaurant, wo er Ruhe zu finden erhofft. Doch weit gefehlt. Gerade als beide die Speisekarte studierten, spielt eine Jazz-Band auf. Sie ist so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Mittels Pantomime versuchen sie zu bestellen.

Am anderen Morgen erfährt der König, dass sein Premierminister das komplette Staatsvermögen veruntreut und sich nach Südafrika abgesetzt hat. Seine Atompläne schwinden dahin und er erkennt, dass er bankrott ist.

Auch die arrangierte Ehe mit seiner Frau, der Königin von Estrovia, scheint zu Ende zu sein. Sie reist nach Paris ab. Aber beide wollen weiterhin Freunde bleiben.

Eine gewisse Mrs. Cromwell versucht die ganze Zeit König Shahdov auf ihre Dinnerparty einzuladen. Doch er weist ihre Einladungen jedes Mal über seinen Botschafter zurück. Als er jedoch von einer Unbekannten, die zu seiner Überraschung in seiner Badewanne badet, gefragt wird, willigt er schließlich ein zu kommen. Als König Shahdov sich ihr nähern möchte, stellt die unbekannte sich als Ann Kay vor und will von seiner Zusage sofort Mrs. Cromwell berichten.

Auf der Dinnerparty wird der König von Mrs. Cromwell herumgeführt und den Gästen vorgestellt. Auch die geheimnisvolle Ann Kay ist anwesend.

Doch er wurde nicht ohne Grund eingeladen. Am großen Dinnertisch hat man eine versteckte Fernsehkamera installiert, die genau auf des Königs Platz gerichtet ist. Mrs. Cromwell besitzt mehrere Zeitschriften und einen Fernsehsender und ist selbstverständlich auch von Werbeeinnahmen abhängig.

Während des Essens sitzen Shahdov und Ann Kay nebeneinander. Als ein vereinbartes Zeichen ertönt, fängt Frau Kay an mit dem König zu kommunizieren und gibt Werbebotschaften für ein Deodorant zum Besten, was den König sehr verwundert. Da man weiß, dass der König ein leidenschaftlicher Hamlet Rezitator ist, bittet man ihm, doch etwas vorzutragen. Er willigte ein und beginnt.

Sein Botschafter, der aus Müdigkeit im Hotel geblieben ist, hört im Schlaf eine Stimme aus dem Fernseher. Als er wach wird und das Fernsehbild sieht, traut er seinen Augen nicht. Er sieht den König live im Fernsehen Hamlet rezitieren.

Der Abend geht so weiter. Die schöne Ann Kay äußert immer wieder Werbebotschaften, worüber der König sich sehr wundert, aber doch auch immer darauf eingeht. Somit bekommt der Sender 90 Minuten seiner Sendezeit gefüllt.

Zurück im Hotel erfährt er von seinem Botschafter die Missetat der Mrs. Cromwell. König Shahdov kann aufgrund dieser Information nicht mehr schlafen und so gehen beide in einen Nachtklub. Im Nachtklub erkennt man ihn als Rezitator aus dem Fernsehen und bittet um Autogramme, welche er selbstwillig verteilt.

Am anderen Morgen schneien die hoch dotierten Werbeangebote nur so hinein. Doch der König lehnt sämtliche verärgert ab. Frau Kay erscheint im Hotel und übergibt dem König von Mrs. Cromwell einen Scheck über 20.000 $. Shahdov ist einrüstet und geleitet sie zur Tür.

Den Scheck zerreist er und fragt bei seinem Botschafter nach der amerikanischen Atomkommission. Doch die hat der Herr Botschafter noch nicht erreichen können. Anschließend erkundigt sich der König über seinen Kontostand. Mit entsetzen erfährt er, dass sich nur noch 912 $ auf dem Konto befinden. Sofort lässt er sich Klebeband geben und klebt den zerrissenen Scheck wieder zusammen.

Bei einem Besuch einer neuen, auf modernster Pädagogik abgestimmten Schule wird der König Opfer des einen oder anderen Schülerstreiches und bekommt eine moralische Standpauke eines sehr schlauen Schülers aufgebrummt.

Im Hotel zurück liegt abermals keine Nachricht von der Atomkommission vor. Anne Kay verschafft sich zusammen mit einem Werbemanager Zutritt zum König und bietet ihm einen Werbevertrag für eine Whiskeymarke über 50.000 $ an. In der Not willigt König Shahdov ein.

Beim anschließenden Werbedreh stellt sich der König sehr professionell an. Die Proben klappen hervorragend, doch als es zum finalen Dreh, mit dem richtigen Whiskey kommt, geht es schief. Der König bekommt einen Hustenanfall und muss aus Abscheu vor dem Whiskey das Handtuch werfen. In kultivierten Ländern, so meint er, trinkt man Wein.

Er sieht sein Geld schwinden. Doch dann erscheint plötzlich Ann Kay, mit der er sich beim Werbedreh näher gekommen ist, im Hotel und berichtet voller Freude, dass der verunglückte Werbespot ein voller Erfolg ist und alle denken, es wäre so abgesprochen gewesen. König Shahdov erhält 20.000 $ Bonus und nun wollen auch die wirklich großen Firmen mit ihm Werbespots drehen.

Auf dem Time Square in New York sieht man nur noch des Königs Profil auf den Werbeplakaten.

Ann Kay überredet den König, eine Verjüngung seines Gesichts anzustreben und sich operieren zu lassen. Somit wird er jünger wirken und noch mehr Werberverträge angeboten bekommen. Nach anfänglicher abwehrender Haltung lässt er es mit sich machen und sieht nach den OPs wirklich jünger aus.

Nur Ann sieht in der Verjüngung ein Problem. So wie er nun aussieht, könne man ihn nicht vermarkten. Die Verjüngung solle doch ein wenig wieder zurückgenommen werden. Die Aussage frustriert Shahdov.

Zur Aufmunterung gehen beide in einen Nachtklub. Aufgrund seiner OPs hat er nun Probleme seinen Longdrink mit dem Strohhalm zu trinken und einige Buchstaben korrekt auszusprechen.

Der Arzt hat ihm geraten, vorerst keine Grimassen zu schneiden oder laut zu lachen. Doch als ein Sketch aufgeführt wird und das komplette Publikum anfängt lauthals zu lachen, kann sich auch der König nicht mehr halten und lacht aus vollem Herzen. Doch dabei platzen einige frische Nähte in seinem Gesicht. Daraufhin beschließt der König, sich sein altes originales Gesicht wieder herstellen zu lassen.

Nachdem dies geschehen ist, geht es ihm auch viel besser. Ann Kay ist abermals entsetzt.

Zurück im Hotel trifft er vor der Eingangstür den frierenden und durchnässten schlauen Jungen namens Rupert, der ihm damals eine Standpauke über Politik und Herrschaft gehalten hatte. Er nimmt Rupert mit in seine Suite, steckt ihn in eine warme Badewanne, bestellt ihm Essen und gibt ihm trockene Kleider. Der Junge erzählt dem König, dass er abgehauen ist, weil die Polizei ihn über seine Eltern verhören wollte.

Der Botschafter hat bedenken und meint, dass man einen entlaufenen Jungen, dessen Eltern in Amerika Kommunisten sind, für das eigene Image nicht beherbergen sollte.

Nachdem der König zu Verhandlungen das Hotel verließ und den Jungen in seiner Suite zurück ließ, wurde er von einem Hoteldetektiv entdeckt und gefragt, wer er denn sei. Darauf antwortete der Junge, dass er der Neffe des Königs ist. Als der König selber eintrifft, spielt er mit und die Sache hat sich somit erledigt.

Bei einem Telefonanruf mit schlechter Verbindung erfährt König Shahdov, dass die Atomkommission gerade anreist. In der verbleibenden Zeit will der König von der Bank die Atompläne holen und dem Jungen etwas Neues zum Anziehen kaufen.

Doch er hat sich beim Telefonat verhört. Die Herren der Atomkommission sind schon im Hotel. Sie verpassen sich gerade während der Fahrstuhlfahrt. Sie landen bei Rupert in der Hotelsuite des Königs. Der Junge wäscht den Kommissionsherren mit kommunistischen Phrasen gewaltig den Kopf. Zum Glück kommt der König noch rechtzeitig zurück.

Ruperts Vater wird wegen Missachtung des Kongresses ins Gefängnis gesteckt. Er sollte ehemalige Parteimitglieder der kommunistischen Partei denunzieren, was er aber verweigerte. Seiner Mutter ereilt das gleiche Schicksal. Sie sind beide ehemalige Mitglieder der kommunistischen Partei.

Rupert wurde von der Polizei aus der Suite zur Schule abgeholt. Im Fernsehen wird berichtet, dass der König im Sold der Kommunisten stehen soll und dass ein internationaler Atomspionagering aufgedeckt wurde. Er bekommt es mit der Angst zu tun und kontaktiert telefonisch einen Rechtsanwalt, der ihm rät ihn sofort aufzusuchen.

Zum Anwalt hin wird Shahdov vor allem von weiblichen Fans belagert, die ein Autogramm von ihm haben möchten.

Zur gleichen Zeit wollen Beamte Rupert dahin gehend beeinflussen, dass er die Bekannten seiner Eltern verrät. Sie erzählen ihm, wenn er das täte, seinen Eltern dieses zu Gute kommen würde.

König Shahdov wird vor Gericht geladen. Trotz einiger lustiger Umstände schafft es der König, zusammen mit seinem Anwalt, rechtzeitig vor Gericht zu erscheinen.

Die Presse teilte mit, dass der König vor Gericht auspackte und es der Lächerlichkeit preisgab. Er ist nun einer der populärsten Menschen in Amerika.

Trotz Popularität ist ihm Amerika zu fremd. Er verabschiedet sich von Ann Kay. Bevor er abfliegt, besucht er aber noch seinen kleinen Freund Rupert in dessen Schule. Dort erfährt er, dass Ruperts Eltern auf Bewährung freigekommen sind, da Rupert mit dem Staat kooperiert hat.

Der König verspricht ihm, dass er ihn mit seinen Eltern besuchen kommen kann, wenn sich die Wogen geglättet haben.

Hintergrundinformationen

  • Charlie Chaplin wurde während des Kalten Krieges von den USA als Kommunist angesehen. Aus diesem Grund verweigerte man ihm 1952 die Wiedereinreise in die USA. Die Folge davon war, dass der Film in England gedreht wurde und eine Abrechnung mit der in den 1950er Jahren vorherrschenden McCarthy-Ära darstellte. Aus diesem Grund fand auch die Uraufführung in Amerika erst 1973 statt.
  • In Deutschland wurde der Film 1976 uraufgeführt.
  • Charlie Chaplins Rolle in diesem Film war die letzte Hauptrolle in seiner Karriere.

Auszeichnungen

  • keine