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Die Geschichte einer Nonne (The Nun's Story) - Drama von Fred Zinnemann

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8/10  verstorbene-filmstars.de Bewertung 8/10 - stark
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Filmdaten

Deutscher Titel: Die Geschichte einer Nonne
Originaltitel: The Nun's Story
Filmlänge: 149 Minuten
Genre: Drama
Produktionsland: USA
Premiere: 1959
Budget: unbekannt
Regie: Fred Zinnemann
Schauspieler:
Audrey Hepburn - Schwester Lukas / Gabrielle van der Mal
Peter Finch - Dr. Fortunati
Edith Evans - Rev. Mutter Emmanuel
Peggy Ashcroft - Mutter Mathilde
Dean Jagger - Dr. Van Der Mal
Mildred Dunnock - Schwester Margharita
Beatrice Straight - Mutter Christophe
Patricia Collinge - Schwester William
Rosalie Crutchley - Schwester Eleanor
Die Geschichte einer Nonne können Sie unter www.amazon.de käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Handlung

Die Geschichte einer Nonne ist ein Filmdrama aus dem Jahre 1959. Gedreht wurde es unter anderem in Audreys Heimatland Belgien.

Die reiche belgische Arzttochter Gabrielle will einem streng katholischen Orden beitreten. Sehr zum Missfallen ihrer Familie. Ihr Vater will sie nur widerwillig gehen lassen, ihre Schwester Marie sagt ihr nicht einmal auf Wiedersehen; nur ihre Schwester Luise verabschiedet sich unter Tränen von ihr.
Ihr Vater bringt sie zum Kloster, fragt sie aber, ob sie sich mit ihrem starken, eigenen Willen einfach so unterordnen kann. Da Gabrielle gern zur Mission in den Kongo will, will sie alles dafür tun, meint sie. Der Vater verabschiedet sich von seiner Tochter, weist sie aber noch darauf hin, dass sie immer ein Zuhause bei ihm haben wird, wenn sie wiederkehren möchte. Im Eingangsbereich des Klosters warten noch mehr Kandidatinnen auf ihren Eintritt in den Orden und zwei Schwestern kommen auf Gabrielle und ihren Vater zu. Schwester Margharita, die Mutter der Kandidatinnen, heißt Gabrielle herzlich willkommen. Schwester William, die Gabrielles Vater aus dem Hospital kennt, führt Gabrielle kurz davon, während Schwester Margharita dem Vater versichert, Gabrielle wird eine wundervolle Krankenschwester werden. Die Schwester geht und Gabrielle kommt, um sich ein letztes Mal von ihrem Vater zu verabschieden. Eine andere Schwester kommt und sammelt die Mitgift der Eltern für die Töchter ein. Daraufhin verabschieden sich alle und das Klosterleben für die Mädchen beginnt.

Als erstes müssen sie sich ihrer Kleidung entledigen und bekommen die nonnenübliche Tracht. Außerdem werden den Mädchen Zahlen zugeordnet. Gabrielle ist Nummer 1072 und ihre Kleidung gehörte vorher einer Nonne, die als Krankenschwester im Kongo war.
Die Mädchen sind nun angekleidet und tragen den Schleier, da müssen sie in Zweierreihen antreten und das erste Abendgebet in der Kapelle steht an.
Ehrfürchtig nehmen die Mädchen zum Gebet Platz. Alle Nonnen sind anwesend, links und rechts, jeweils in drei Reihen, knien sie vor ihren Bänken. Zwei Reihen mit schwarzem Schleier, jeweils die erste Reihe mit einem weißen Schleier. Sie erheben sich und singen das Halleluja. Gabrielle ist ergeben ins Gebet vertieft.

Am nächsten Morgen um 5 Uhr, die Glocken schlagen. Eine Schwester weckt die Mädchen fürs Morgengebet. Danach beginnt der Unterricht. Die Mädchen werden 5 Tage unterrichtet und vorbereitet, bevor sie formell als Postulantinnen aufgenommen werden. Das Wichtigste, was die Mädchen lernen, ist das Streben nach Vollkommenheit durch inneres Schweigen. Damit soll eine beständige Verbindung zu Gott aufgebaut werden. Die Mädchen sollen nur das nötigste sprechen und sich soweit es geht einer bestimmten Zeichensprache bedienen.
Auch das Gehen wird geübt. Die Mädchen sollen nicht schlendern, als wüssten sie nicht, wohin sie gehen, und wenn sie durch Flure und Gänge gehen, sollen sie sich nah bei Wand halten. Dies wird auch sogleich geübt.

Schwester Emmanuel nimmt die Mädchen formell in die Kongregation auf, womit für die jungen Frauen die 6 monatige Zeit als Postulantinnen beginnt. In dieser Zeit entscheiden die Mädchen, ob sie den Weg der Nonnen als den Ihren anerkennen und ob sie im Kloster bleiben möchten.
Die Zeremonie beginnt damit, dass die Mädchen sich vor der Mutter Oberin im Saal auf den Boden legen müssen. Die ehrwürdige Mutter fragt sie, was sie wünschen. Die Mädchen antworten im Chor, dass sie in die Kongregation aufgenommen werden wollen. Dann dürfen sie sich erheben. Schwester Emmanuel klärt die Mädchen auf, was sie in den nächsten Monaten zu erwarten haben. Die Postulantinnen müssen sich der Glocke unterwerfen. Sobald diese ertönt, müssen sie alles stehen und liegen lassen, sobald die Glocke zum Gebet ruft.

Dieses Bild können Sie unter www.allposters.de, in Form eines Posters käuflich erwerben. Einfach das Bild anklicken.
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Gabrielle arbeitet inzwischen als Krankenschwester und versorgt gerade eine alte Dame mit Medikamenten. Die Glocke ertönt und während die Mädchen, die die Räume putzen, sofort mit der Arbeit aufhören, muss eine Schwester Gabrielle von ihrer Arbeit wegholen.
Die Mädchen erhalten ein kleines Buch, mit der Anweisung, zweimal am Tag ihr Gewissen zu erforschen und jeden Verstoß gegen die heilige Regel in das Buch zu schreiben. Als die Mädchen beim Gebet ihre Klagen in das Buch schreiben, merkt man Gabrielle schon eine gewisse Verzweiflung an.
Nach dem Gebet wird Gabrielle zu Mutter Emmanuel gerufen. Diese klärt Gabi auf, dass ihr Vater sie im Krankenhaus nach dem Kongo gefragt hätte, wo Gabrielle gerne pflegen würde. Gabrielle bestätigt diesen Wunsch, doch die ehrwürdige Mutter meint, Gabrielle muss erst eine gute Ordensfrau werden, mit einer gewissen religiösen Reife.

Die Zeit vergeht und der Tag der Einkleidung steht bevor. Die Mädchen erhalten das heilige Kleid. Auch müssen sie sich von Dingen trennen, die sie an ihr früheres Leben bindet.
Eine feierliche Zeremonie beginnt, bei der auch die Eltern und andere Angehörige der Mädchen anwesend sind. Die Mädchen bitten in ihren weißen Gewändern um die Aufnahme in die Kongregation und bekommen das heilige Kleid. Die Mädchen müssen nun die Eitelkeit der Welt ablegen und das Gewand der Demut anziehen.
Die Mädchen müssen alles ablegen und auch Gabrielle wird der Schleier und die Haarspangen entfernt. Eine Schwester nimmt eine große Schere und schneidet Gabrielle ihr langes Haar ab. Danach wird ihr die Haube der Nonnen aufgesetzt und ihr Gewand angelegt. In einer weiteren Zeremonie bekommen die Mädchen jeweils eine Kerze und ihre Schwesternnamen.
Gabrielle bekommt den Namen Schwester Maria Lukas.
Nach der Zeremonie kehrt Schwester Lukas auf die Krankenstation zurück. Im Schwesternzimmer gehen auf einmal alle Lämpchen an, jeder Patient hat nach ihr geschellt. Erschrocken geht sie ins Krankenzimmer und die Patientinnen fangen an zu klatschen und sagen ihr, wie schön sie doch sei. Sie überreichen ihr einen Strauß Blumen. Schwester Lukas ist gerührt und verlässt den Saal. Eine andere Schwester kommt aus dem Raum gegenüber, ihr ist es genauso ergangen und beide Schwestern sind rot geworden vor Freude und Erregung. Schwester Lukas meint, das wäre falsch, das dürfe nicht mehr passieren. Der anderen Schwester fällt es scheinbar ebenso schwer, einige Regeln der Nonnen zu befolgen.

Die Mädchen sind nun Novizinnen und haben ein Jahr Ausbildung vor sich. Sie dürfen in diesem einen Jahr das Haus nicht verlassen. Außerdem erlernen sie die Culpa und die Buße. Das heißt, die Mädchen müssen einmal in der Woche ihre äußeren Verstöße gegen die heilige Regel ihren Mitschwestern bekennen und dafür Buße tun. Dies steht auch sogleich an und Schwester Lukas beichtet, dass sie weitergearbeitet hat, als die Glocke läutete, dass sie zweimal Milch verschüttet und dass sie unnötig während des großen Schweigens gesprochen hat. Außerdem bekennt sich die Schwester aus dem Krankhaus in Liebe schuldig, mit Schwester Lukas im Krankenhaus gesprochen zu haben.
Die Zeit vergeht und Schwester Lukas zweifelt langsam an dem Weg, den sie beschreitet. Sie betet zu Gott, dass es ihr wohl an Liebe, Demut und Gehorsam fehlt und sie immer unvollkommener wird. Der Stolz in ihr ist immer noch nicht gebrochen.
Nach dem Gebet trifft sie im Gang auf die Schwester aus dem Krankenhaus. Diese teilt ihr mit, das große Schweigen gelte nicht mehr für sie, sie wird den Orden verlassen. Sie verabschiedet sich von Schwester Lukas und bewundert sie noch einmal, ob ihrer Stärke.
Obwohl sie Zweifel an sich selbst hat, legt Schwester Lukas aka Gabrielle ihr Gelübde für drei Jahre ab. Sie bekommt ihren schwarzen Schleier über ihre Haube und Schwester Emmanuel gibt ihr noch eine Geißel für die privaten Bußübungen. Sie soll es zweimal in der Woche gebrauchen. Außerdem teilt sie ihr mit, dass Schwester Lukas ab sofort nach Antwerpen ins Tropenkrankenhaus darf.
Dort angekommen wird sie im Unterricht direkt gelobt, sie wäre die Tochter ihres Vaters. Schwester Pauline beäugt dies kritisch, zumal diese vom Professor auch direkt wegen etwas angefahren wird, was sie eigentlich hätte wissen müssen, da sie schließlich 7 Jahre im Kongo war.
Eine andere Schwester bittet Schwester Lukas um Hilfe und diese erkennt direkt einen Bazillus, der Tuberkulose auslöst, während die anderen dachten, es wäre der Leprabazillus. Auch ein junger Mann lauschte Schwester Lukas Worten und lächelt sie an.

Wieder zurück im Schwesternhaus sucht Schwester Lukas die ehrwürdige Mutter auf und beichtet ihr, dass sie Schwester Pauline keine schwesterliche Liebe entgegenbringen kann. Die ehrwürdige Mutter erzählt ihr, dass Schwester Pauline schon bei ihr gewesen sei und dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht. Pauline glaubt nicht, dass Schwester Lukas demütig genug wäre und fürchtet, sie könne ihr Examen nicht schaffen oder schlechter sein, als Lukas. Das würde das Ende ihrer Zeit im Kongo bedeuten. Die ehrwürdige Mutter bittet Schwester Lukas um ein Opfer für Gott. Als Zeichen der Demut soll sie ihr Examen nicht bestehen. Lukas ist geschockt, sichert ihr das Examen doch ihren Traum vom Kongo.

Die Prüfung steht an und Schwester Lukas soll eine Frage zur Tse Tse Fliege beantworten. Sie schweigt beharrlich, fängt dann aber zögerlich an, die Frage zu beantworten. Die Frage zur Malaria beantwortet sie dann aber ohne Zögern. Die ehrwürdige Mutter teilt den Schwestern mit, dass alle 4 ihr Examen bestanden haben. Während die 3 anderen Schwestern in den Kongo gehen, wird Schwester Lukas einer Nervenheilanstalt in Brüssel zugeteilt.
Enttäuscht, aber voller Hoffnung widmet sich Schwester Lukas ihrer neuen Aufgabe.

Schon beim Betreten des Hauses wird sie von den ersten Patienten wie zum Tanz herumgewirbelt und erst eine Pflegerin kann sie davon abbringen. Eine Schwester, Mutter Christopher, erklärt Schwester Lukas, dass die Patienten hier behandelt werden, als wären sie normal.
Sie führt Schwester Lukas aber auch in den Trakt für die gemeingefährlichen Patienten. Ein ganz besonderer Fall ist eine schizophrene Frau, die sich für den Erzengel Gabriel hält. Ihr darf man sich nur mit mehreren Personen nähern, nie alleine.
Weiter geht es in den Behandlungsraum der schweren Fälle. Dort liegen die Patienten in Holzwannen, nur der Kopf schaut raus, der Rest des Körpers ist mit einem Holzdeckel abgedeckt. In diesen "Heilbädern" bleiben die Patienten 4-8 Stunden liegen. Die Patienten in der Wanne klopfen wie irre mit den Füßen auf den Wannenboden und heulen, was eine immense Geräuschkulisse ergibt. Mutter Christopher teilt Schwester Lukas mit, dass sie ab jetzt die Assistentin von Schwester Marie, welche in dem Wannenraum bei den Patienten sitzt, sein wird.

Schwester Lukas macht mit Mutter Christopher einen Spaziergang durch den Park. Es ist ein Brief von ihrem Vater gekommen, der sehr verärgert darüber ist, dass seine Tochter nach dem anstrengenden Examen ihre Zeit in einer Nervenklinik vergeuden muss. Mutter Christopher erklärt Schwester Lukas wieder einmal, dass nur Schwestern in den Kongo gesendet werden, die religiös gefestigt und vollkommen sind.

Eines Abends hat Schwester Lukas Dienst im Trakt der Gemeingefährlichen. Es klopft in einer Zelle. Die Frau "Erzengel Gabriel" bittet um ein Glas Wasser. Schwester Lukas schaut zwar skeptisch, holt ihr dann aber einen Becher Wasser. Leider missachtet sie dabei die Regel, sich dem Erzengel nur mit mehreren zu nähern und schließt die Zelle auf. Der Erzengel zieht Schwester Lukas in die Zelle und fällt über sie her. Blutend und mit zerrissener Kleidung gelingt es Schwester Lukas jedoch, aus der Zelle zu fliehen und die Tür abzuschließen. Zitternd drückt sie den Alarmknopf.
Nach drei Tagen auf der Krankenstation wendet sie sich an Mutter Christoph, die ihr aber Mut macht. So legt Schwester Lukas schließlich doch noch das letzte Gelübde ab und wird eine Braut Jesu Christi.
Endlich darf sie nun in den Kongo. Voller Freude winkt sie vom Schiff auf ihren Vater und die ehrwürdige Mutter herab.

Im Kongo werden sie und Schwester Augustine, die auch wieder in den Kongo reiste, von Mutter Mathilde in Empfang genommen. Nach einer kurzen Flussfahrt über den Kongo kommen sie am Kloster an. Mutter Mathilde führt Schwester Lukas auch direkt ins Eingeborenenhospital und über das Gelände, so dass sie sich mit allem vertraut machen kann.
Als sich Schwester Lukas schon sehr darauf freut, im Eingeborenenhospital zu arbeiten, teilt ihr Schwester Mathilde mit, dass Mutter Emmanuel ein Telegramm schickte. Schwester Lukas wird nicht bei den Eingeborenen arbeiten, sondern im Hospital der Weißen, bei den Europäern. Da eine Schwester Tuberkulose bekommen hat, muss Schwester Lukas nun für sie einspringen. Sie muss das Pflegepersonal beaufsichtigen und Dr. Fortunati assistieren.
Mutter Mathilde weist Schwester Lukas auch direkt daraufhin, dass Dr. Fortunati Junggeselle ist und an nichts glauben würde. Sie solle nicht mit ihm diskutieren und sofort nach OPs den Raum verlassen. Dann überlässt sie Schwester Lukas ihrem Schicksal.

Dr. Fortunati betritt ausgerechnet in dem Moment den Saal, als Schwester Lukas ihren Schleier zurechtrückt. Er belächelt dies, stellt sich vor und macht ihr direkt klar, dass im Krankenhaus alles ein wenig anders läuft, als in ihrem Orden. Wegrennen um zu beten mitten in einer Operation kommt nicht in Frage.
Die erste OP steht an und Schwester Lukas muss um vier Uhr aufstehen, da der Doktor ab 5 Uhr operiert. Da sie nichts gegessen hat vor der OP, wird es ihr ein wenig schwindelig dabei. Der Doktor zieht sie ein wenig auf damit, doch Schwester Lukas meint nur, sie würde versprechen nicht umzufallen, wenn er am Abend vor OPs den Knoblauch in seinem Essen weglassen würde. Mitten in der Operation läutet die Glocke zur Messe und da Schwester Lukas nicht zum beten gehen kann, erscheint der Priester an der Tür des OP Saals und Schwester Lukas empfängt ihre Kommunion.

So hat sie sich gut im Hospital eingelebt und verarztet mit Dr. Fortunatis Assistenten, die sie super im Griff hat, die Patienten. Als sie gerade dabei ist, einen Patienten zu versorgen, kommt Mutter Mathilde. Sie erzählt ihr, dass sie einen Anruf vom Bischoff erhalten hat, der sie nach den Neuerungen fragte, welche Schwester Lukas eingeführt hat. Er fragte auch, warum eine Schwester sich eine Sonderstellung herausnimmt. Ohne Wissen der Mutter Oberin ist dies fatal.
Nach ein paar Monaten will sich der Doktor eine kleine Auszeit nehmen und übers Wochenende Angeln fahren. Er gibt Schwester Lukas Anweisungen, damit auch sie ein ruhiges Wochenende hat. Gerade als Dr. Fortunati das Krankenhaus verlassen hat, kommt eine Schwester und berichtet, dass der Pater einen Unfall hatte und gerade auf dem Weg hierher ins Krankenhaus ist. Schwester Lukas schickt die Schwester los, Dr. Fortunati noch zu erwischen. Doch dieser ist schon weg. Ein anderer Arzt ist nicht zu erreichen und so ist Schwester Lukas auf sich allein gestellt mit Dr. Fortunatis Assistenten.
Als Dr. Fortunati am Montag wiederkommt, möchte er Schwester Lukas zwar vor der Sünde des Stolzes bewahren, kann es aber nicht. Er lobt sie, da sie den Pater und sein Bein gerettet hat. Außerdem schickt er sie mit der Mutter Oberin in den Busch, damit der jährliche Lepratest beim Busch-Pater gemacht werden kann und die Eingeborenen geimpft werden. Ihr werde die Reise gut tun, meint er.
Schwester Lukas soll den Pater auf Lepra testen, doch dieser meint, das wäre sowieso unnötig. Sie will ihn überzeugen, doch da zeigt er ihr seine Hände und meint, es wäre eh nur eine Frage der Zeit gewesen. Erschüttert von dem Elend, welches sie gesehen hat, macht sich Schwester Lukas mit der ehrwürdigen Mutter auf den Heimweg. Im Hospital wartet schon viel Arbeit auf sie. Mehr und mehr verfällt sie der Medizin und vernachlässigt ihre Pflichten und Gebete als Nonne. Außerdem sitzt sie oft von früh bis spät im Hospital und am Mikroskop und der Doktor schickt sie nach einem Zusammenbruch sofort ins Bett.
Es geht ihr nicht besser und so sucht sie Rat beim Doktor. Sie meint, sie weiß nicht, was sie machen soll, sie hätte einen Test auf Tuberkulose gemacht und sie wäre infiziert. So muss sie nach Europa zurück.
Der Doktor besteht allerdings darauf, sie zu untersuchen. Noch bevor sie eine andere Schwester rufen kann, herrscht er sie an, sie solle sich freimachen. Der Doktor hört sie ab und stellt fest, dass es nur eine kleine Spitzeninfektion ist, das würde man wieder hinkriegen.
Schwester Lukas meint, sie müsse es der ehrwürdigen Mutter sagen, was der Doktor verhindern will, da man sie sonst nach hause schicken würde. Da bricht Schwester Lukas weinend zusammen. Der Doktor ahnt, dass Schwester Lukas Angst hat, vor dem Klosterleben zuhause. Er macht ihr Mut, ihren weltlichen Weg so weiterzugehen, wie sie es hier tut. Er will sie hierbehalten und für 6 Monate in die Berge schicken, damit sie gesund wird.

So liegt Schwester Lukas in einem Krankenzimmer in den Bergen und bekommt Besuch von einer anderen Schwester, die ihr ein Geschenk macht - einen kleinen Affen Namens Felix. Auch Dr. Fortunati kümmert sich rührend um sie, pumpt sie allerdings mit ekligen Sachen voll, damit sie schnell wieder auf die Beine kommt. Schwester Lukas erholt sich gut und kann zu Weihnachten wieder ins Hospital zurück. Zusammen mit einer Schwester statten sie das Kloster mit selbstgebastelten Sternschnuppen und Jesusfiguren für Weihnachten aus. Dabei versucht die Schwester, einem eingeborenen Angestellten dieses christliche Fest näher zu bringen. Sie meint, sie würde alles geben, um ihn zu bekehren.
Zurück auf der Krankenstation kümmert sich die Schwester gerade um eine Patientin, als ein Eingeborener vorm Fenster steht und sich nach etwas erkundigt. Sie schickt ihn um die Ecke, da würde ihm geholfen werden. Auf einmal steht der Eingeborene in ihrem Krankenzimmer und als sie ihn in den Verbandraum schickt, holt er aus und schlägt mit einem Stock auf sie ein. Blutend und mit starrem Blick läuft sie auf ihn zu und in einem Nebenzimmer schlägt der Mann noch ein paar Mal auf sie ein, bis sie zu Boden fällt. Dann will er flüchten, wird allerdings von Dr. Fortunatis Helfer Ilunga aufgehalten, der ebenfalls ein Eingeborener ist. Schwester Lukas eilt zur Schwester, die inzwischen tot auf dem Boden liegt und will sie fortschaffen. Doch der Assistent weigert sich, ihr zu helfen. So schaffen ein paar Schwestern die Tote fort und die Eingeborenen Helfer versammeln sich im Krankenhausflur. Als Schwester Lukas kommt, verlassen sie fluchtartig den Flur, doch Lukas ruft Ilunga zurück und fragt ihn, warum der Mann das getan hätte. Dieser erklärt ihr, ein Zauberdoktor hätte ihm befohlen, eine weiße Frau zu töten, so würde der Geist seiner Frau, der ihn verfolgt, verschwinden. Ilunga versteht nicht, warum Schwester Lukas dem Mörder vergibt.
Es ist Weihnachten und in der Kapelle findet eine Messe statt. Ein paar Eingeborene sind zum Gottesdienst erschienen, zu dem Schwester Lukas auch Ilunga eingeladen hatte. Dieser ist auch tatsächlich erschienen, was Schwester Lukas mit Freude erfüllt.

Ein paar Tage später teilt Dr. Fortunati Schwester Lukas mit, dass sie zurück nach Belgien muss, um einen gewissen Engelbert aus dem Kongo nach Belgien in eine Nervenheilanstalt zu bringen. Dr. Fortunati ist darüber nicht begeistert, er wird aber in ihrer Abwesenheit einen langen Urlaub machen. Er hat auch Angst, dass Lukas nie wieder zurückkommt. Darüber geraten sie in einen Streit und Schwester Lukas läuft davon.
Sie verabschiedet sich von den Tieren und verspricht ihnen, wiederzukommen.
Als sie bei der Abreise ihr Zugabteil besteigt, ist dieses mit Blumen geschmückt, extra für sie, und alle sind traurig, dass sie abreisen muss.
Zurück in Belgien, im Mutterhaus, wird sie von Mutter Emmanuel begrüßt und diese freut sich, dass Schwester Lukas im Kongo so gute Arbeit geleistet hat. Aber sie freut sich auch, dass sie wieder da ist und will, dass Schwester Lukas hier ihre Seele baumeln lässt.
Der Vater kommt zu Besuch und begrüßt freudig seine Tochter Gabi. Er erzählt ihr auch, dass ihre Schwestern sie bald besuchen werden, ihr Bruder aber bei der Armee ist. Allerdings macht er sich Sorgen um Gabis seelische Verfassung.

Eines Nachts liegt Schwester Lukas in ihrem Bett und ihr gehen Gedanken über Dr. Fortunati durch den Kopf. Dabei ist auch von Verliebtheit die Rede, doch sie wischt diese Gedanken weg, schließlich bewundert sie ihn nur ob seiner medizinischen Fähigkeiten. Schwester Lukas kann sich vom Kongo nicht losreißen und ist in Gedanken immer dort. Da aber ein Krieg bevorsteht, will man sie nicht dorthin zurückgehen lassen. Es werden viele Schwestern im eigenen Land gebraucht. Belgien wurde bombardiert und es gibt viele Verletzte, die versorgt werden müssen. Während des Dienstes auf der Krankenstation bekommt eine französische Schwester einen Anruf von einem Pater. Sie bittet darum, in die Stadt gehen zu können, da sie und ihre Leute die flüchtigen Soldaten verstecken und hoffen, diese nach England schleusen zu können. Sie appelliert an Schwester Lukas Gewissen - ihr Bruder könne einer dieser Soldaten sein. Schwester Lukas gibt nach und lässt die Kleine gehen, bietet außerdem noch ihre Hilfe an.
Für dieses Angebot betet sie jedoch direkt erst einmal zu Gott und entschuldigt sich, ab jetzt nicht mehr gehorsam sein zu können.
Am nächsten Tag übergibt Schwester Elisa Lukas einen Brief. Diese will ihn eigentlich melden, aber Elisa rät davon ab. So liest Lukas ihn heimlich - es ist eine kurze Nachricht von ihrem Bruder Pierre. Er teilt ihr mit, dass ihr Vater im Krieg getötet wurde, als er sich feindlicher Flüchtlinge annahm.

Schwester Lukas geht zur Beichte und erzählt dem Pater, dass sie nicht länger im Kloster bleiben kann. Sie fühle nur noch Hass, ob des Mordes an ihrem Vater. Der Pater redet ihr gut zu, sie jedoch will, dass der Pater den Bischoff informiert. Wenn er dies nicht tut, würde sie ohne Erlaubnis weggehen. Auch ein Gespräch mit Mutter Emmanuel kann sie nicht umstimmen. In einem Gespräch mit Schwester Elisa teilt sie dieser mit, dass sie das Kloster verlassen wird. Schwester Elisa gibt ihr eine Adresse, wo Krankenschwestern gebraucht werden.

Der Pater erscheint und fragt Schwester Lukas, ob sie sich den Austritt aus dem Kloster auch gut überlegt hat. Diese bejaht und unterschreibt die drei Papiere, die den Austritt besiegeln. Schwester Lukas muss ihre Schlüssel abgeben und erhält die Mitgift, die ihr Vater damals bei Eintritt ins Kloster abgab, zurück. Sie bekreuzigt sich ein letztes Mal, nimmt ihre Papiere und geht in ein ihr angewiesenes Zimmer. Ihre gesamte Habe ist dorthin gebracht worden und so legt sie ihr heiliges Kleid ab. Ohne Verabschiedung verlässt sie durch eine Hintertür in dem Zimmer das Kloster.

Hintergrundinformationen

  • Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Kathryn C. Hulme.
  • Der Film war für 8 Oscars nominiert, darunter die beste Hauptrolle, Audrey Hepburn.

Auszeichnungen

1959: NBR Award - bester Film
1960: Golden Laurel (3. Platz) - bestes Drama