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Der Pilger (The Pilgrim) - Komödie von Charlie Chaplin

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6/10  verstorbene-filmstars.de Bewertung 6/10 - okay
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Filmdaten

Deutscher Titel: Der Pilger
Originaltitel: The Pilgrim
Filmlänge: 39 Minuten
Genre: Komödie
Produktionsland: USA
Premiere: 1923
Budget: unbekannt
Regie: Charlie Chaplin
Schauspieler:
Charlie Chaplin - entflohener Sträfling / der Pilger
Edna Purviance - Miss Brown
Kitty Bradbury - Mrs. Brown
Mack Swain - Kirchenvorstand
Loyal Underwood - Küster
Charles Riesner - Gauner
Dean Riesner - ungezogener Junge
Tom Murray - Sheriff Bryan

Handlung

Charlie ist ein Sträfling, der aus dem Gefängnis entflohen ist und per Steckbrief gesucht wird. Auf seine Ergreifung sind 1.000 Dollar ausgesetzt.

An einem See kommt ein Mann aus dem Wasser und will seine Kleidung anziehen. Anstatt dieser findet er nur Gefängniskleidung.

Charlie hat sich die Kleidung geschnappt und befindet sich nun als pilgernder Pfarrer am Bahnhof, auf einen Zug wartend.

Ein junges Liebespaar will vor dem Vater der jungen Frau flüchten. Der junge Mann sieht Charlie und will ihn bitten, die beiden zu trauen. Charlie flüchtet vor dem jungen Mann. Als der Vater der jungen Frau zum Bahnhof kommt, tritt dieser dem jungen Mann in den Hintern und bringt seine Tochter nach Hause.

Charlie wartet unterdessen nervös im Bahnhofshaus, beobachtet von einem Polizisten. Als der Polizist das Gebäude verlässt, will Charlie sein Ziel per Zufall auswählen. Er schließt die Augen und zeigt mit der Hand auf einen Eintrag des Fahrplans. Das Ergebnis ist aber nicht befriedigend. Es zeigt Sing Sing (Gefängnis) an. Beim nächsten Versuch klappt es besser. Der Zufall wählt Tegucigalpa aus. Er kauft sich ein Ticket und geht zum Zug.

Im Zug sitzt Charlie neben einem Mann, der eine Zeitung ließt. Charlie sieht in der Zeitung sein Bild und ließt, dass er gesucht wird. Als er dann noch bemerkt, dass der Mann neben ihm ein Sheriff ist, flüchtet er aus dem Waggon und läuft vor dem Zug einem anderen Sheriff in die Arme.

Der Sheriff meint den Pfarrer Mr. Pim vor sich zu haben und stellt sich als Sheriff Bryan vor und sagt, dass seine Kirchengemeinde schon auf seine Ankunft wartet.

Nachdem die wichtigsten Gemeindemitglieder Charlie begrüßt haben, bringt ihn der Kirchenvorstand, zu Fuß, in die Stadt. Unterwegs erhält der Gemeindevorsteher ein Telegramm. Da er aber seine Brille vergessen hat, bittet er Charlie ihm das Telegramm vorzulesen. Charlie ließt, dass der wirkliche Pfarrer erst eine Woche später ankommen wird und erzählt dem Gemeindevorsteher eine andere, unwahre Geschichte.

Charlie wird direkt zur Kirche geleitet, in der die Gemeinde schon auf ihn wartet. In der Kirche soll Charlie sofort eine Messe abhalten.

Die zwölf an der Seite sitzenden Gläubigen, der Kirchenchor, sieht Charlie als die 12 Geschworenen und will sofort auf die Bibel schören. Im letzten Moment bekommt er aber noch die Kurve und beginnt den Gottesdienst mit einem Lied.

Bei der Kollekte feuert Charlie die Gläubigen an, viel zu geben. In der Predigt redet er über David und Goliath und erntet dafür die unterschiedlichsten Reaktionen.

Nach der Messe will Charlie aus der Kirche, über ein Fenster entkommen. Doch sieht er Draußen Sheriff Bryan und bricht sein Vorhaben ab. Dann begibt er sich zusammen mit dem Gemeindevorsteher vor die Kirche. Dort wird ihm dessen Frau und seine Tochter vorgestellt. Alle samt begeben sich auf einen Fußmarsch zum Gemeindevorsteher.

In der Stadt begegnen sie dem Ganoven Howard Huntington, alias "Nitro Nick", alias "Picking Pete". Dieser erinnert sich zusammen mit Charlie im Knast gesessen zu haben und folgt ihnen.

Im Haus des Gemeindevorstehers zeigt dessen Frau, Charlie ihr Familien Album. Die schöne Tochter deckt zum Kaffee und Besucher kommen in das Haus. Dabei ist auch ein kleiner Junge, der die Anwesenden ständig ärgert. Dabei bekommt Charlie eine Menge ab.

In der Küche bereitet die schöne Tochter das Kaffeetrinken vor. Charlie hilft ihr auf seine tollpatschige Art. Dabei bemerken sie nicht, wie der kleine Junge den Hut seines Vaters über den Kuchen stülpt. Charlie schüttet warme Lasur und reichlich Sahne über den Kuchen "Hut", der dann im Wohnzimmer serviert wird.

Die Gäste wollen nicht zum Kaffe bleiben und möchten gehen. Der Vater des Jungen sucht aber verzweifelt seinen Hut und möchte nicht ohne diesen das Haus verlassen. Zur gleichen Zeit versucht Charlie den Kuchen in Stücke zu schneiden. Dabei bemerkt er, dass es sich um den Hut handelt und gibt ihn von Sahne triefend zurück. Der Vater verlässt mit seiner Familie empört das Haus des Gemeindevorstehers.

Am Abend unterhält sich Charlie mit der hübschen Tochter in dessen Vorgarten. Dabei kommt "Picking Pete" des Weges, geht auf die beiden zu und begrüßt Charlie herzlich. Er sagt zur Tochter, dass sie alte College Kumpels seien. Die Mutter bittet Pete ins Haus hinein, was er sofort annimmt. Ungehemmt geht er hinein, begrüßt den Gemeindevorsteher und stiehlt ihm seine Geldbörse. Charlie bemerkt dieses und entwendet Pete diese wieder. Danach gibt er sie an den Gemeindevorsteher, mit der Begründung, dass er sie verloren hätte, zurück. Pete ist sauer darüber und stiehlt sie erneut. Charlie schafft es aber wieder, das ganze ungeschehen zu machen.

Auch an das Geld einer Hypothekenzahlung kommt Pete nicht ran. Doch lässt er nicht locker und verhindert seinen Abzug mit der ausrede, dass er seinen Zug verpasst habe. So wird ihm eine Übernachtung angeboten, die er freudig annimmt. Als Mutter und Tochter das Wohnzimmer verlassen um Kerzen für die Nacht zu holen, will sich Pete sofort für das Bargeld für die Hypothekenzahlung hermachen. Jedoch wird er von Charlie vehement davon abgehalten.

Die Rangelei geht auch weiter, nachdem ihnen ihre Zimmer für die Übernachtung gezeigt worden sind. Pete gelingt es Charlie K.O. zu schlagen und flüchtet mit der Beute aus dem Haus.

Charlie wird von der Tochter im Wohnzimmer gefunden und aufgeweckt. Nach einer kurzen Verwirrungsphase erinnert er sich an den Kampf und bemerkt, dass Pete das Geld für die Hypothek gestohlen hat. Er verspricht der Tochter, das Geld wieder zurück zu holen und läuft Pete nach.

Pete ist derweilen in eine Spielbank gegangen.

Die Tochter hat ihre Mutter geholt und ihr von dem Verlust erzählt. Sie ist am Boden zerstört. In diesem Augenblick kommt Sheriff Bryan vorbei und hört von der Tochter deren Leid. Sie teilt ihm aber mit, dass Charlie dem Täter nachgeeilt ist, um ihnen das entwendete Geld wieder zu beschaffen. Der Sheriff aber meint, dass Charlie nicht mehr zurück kommen würde, da er ein gesuchter Verbrecher sei und zeigt den beiden den Steckbrief.

Während Pete am Rouletttisch spielt, stürmen zwei bewaffnete Gangster in die Spielbank und halten alle Gäste in Schacht. Als sie dabei sind, die Gäste um ihr Geld zu erleichtern, geht Charlie in die Spielbank und holt sich von Pete das Hypothekengeld zurück. Unter den verdutzten Blicken der Gangster verlässt Charlie wieder die Spielbank. Erst jetzt lösen sie sich aus ihrer Starre und ein Gangster eilt Charlie nach und verfolgt ihn, mit schießendem Colt, nach Draußen. Charlie schafft es aber dem Gangster zu entkommen.

Am kommenden Morgen steht die Tochter traurig vor dem Haus. Charlie kommt vorbei und übergibt ihr das gesamte, von Pete gestohlene, Geld. Sheriff Bryan sieht dieses und will Charlie mit vorgehaltener Waffe verhaften. Die Tochter möchte für Charlie aber ein gutes Wort einlegen. Doch lässt sich der Sheriff nicht erweichen und meint, dass Charlie zurück ins Gefängnis muss.

Charlie wird vom Sheriff durch die Wüste abgeführt. Als sie an einem Grenzschild zwischen Amerika und Mexiko kommen, bittet Sheriff Bryan Charlie, ihm ein paar Blumen zu pflücken. Charlie tut wie ihm gesagt wurde und wird abermals aufgefordert, 20 Meter weiter, weitere Blumen zu pflücken. Sheriff Bryan denkt, dass Charlie den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden hat und auf der Seite von Mexiko bleibt. Er reitet von dannen. Charlie aber rennt ihm mit den gepflückten Blumen nach und übergibt sie dem Sheriff. Dieser ist sauer und bringt Charlie am Kragen gepackt über die Grenze und sagt Charlie, wo er ist und dass er dort bleiben soll. Jetzt erst versteht Charlie und genießt sogleich die Luft seiner neu gewonnenen Freiheit.

Hintergrundinformationen

  • keine

Auszeichnungen

  • keine